Die Bahamas sind ein aus über 700 Inseln bestehender Staat, der sich im Atlantik befindet und zu Mittelamerika gehört. Die genaue Lage ist südöstlich der USA und nordöstlich von Kuba. Die Hauptstadt Nassau selbst liegt auf einer kleineren Insel, dem Verwaltungsgebiet New Providence, die etwas östlich der großen Bahamas (Grand Bahamas) zu finden ist. Von den mehr als 700 Inseln des Archipels sind allerdings nur etwa 30 bewohnt. Der Name Bahamas kommt vom spanischen Ausdruck “baja mar”, wie die spanischen Konquerer die Inselgruppen nannten. Was “niedriges oder flaches” Meer im Deutschen entspricht, und von dem dann der eigentliche Name Bahamas abgeleitet wurde.

 

Bahamas Übersicht

 

der Inselstaat Bahamas

 

Nach jüngsten Volkszählungen sollen auf den Bahamas ca. 310.000 Menschen leben. 85 Prozent der Einwohner sind Afroamerikaner, der Rest Weiße, Latinos und andere. Die Landessprache ist Englisch, wobei von den zahlreichen Einwanderern aus Haiti ein für sie typischer Landesdialekt gesprochen wird.

Staat

Nach der Verfassung von 1973 sind die Bahamas eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth. Staatsoberhaupt ist der britische Monarch, vertreten durch den Generalgouverneur. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Zweikammerparlament (Legislaturperiode: 5 Jahre), bestehend aus Senat (16 Mitglieder) und Abgeordnetenhaus (40 Abgeordnete). Die Exekutive wird von der Regierung unter Vorsitz des Premierministers (vom Generalgouverneur ernannt) ausgeübt. – Wichtigste Parteien: Free National Movement (FNM), Progressive Liberal Party (PLP).

Natur

Die Bahamainseln erstrecken sich über rund 1 000 km in einem Bogen von der Südostküste Floridas bis zur Nordwestküste Haitis. Sie bilden ausgedehnte flache, von Korallenriffen umgebene Inseln an der Oberfläche alter, aus großer Meerestiefe (3.000 bis 4.000 m) aufragender Gebirge (Große Bahamabank und Kleine Bahamabank). Das Klima ist ozeanisch-subtropisch; im Herbst treten verheerende Wirbelstürme auf.

Bevölkerung

Die Bevölkerung hat sich seit den 1960er-Jahren verdoppelt; von den Bewohnern sind etwa 14 % Nachkommen der Engländer, 72 % Schwarze und 14 % Mischlinge. Rund 86 % der Bevölkerung sind Christen (mehrheitlich Protestanten). – Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 5 bis 16 Jahren. Die Alphabetisierungsrate beträgt 95 %. Im Hochschulbereich gibt es das Bahamas Technical and Vocational Institute, das College of the Bahamas und das Bahamas Tourism Training Centre (Sitz: Nassau) der University of the West Indies (Hauptsitz: Kingston, Jamaika).

Wirtschaft – Verkehr

Der Fremdenverkehr ist der wichtigste Wirtschaftszweig, er erbringt etwa 60 % des Bruttoinlandsprodukts und beschäftigt 50 % der Erwerbstätigen. Haupturlaubsziele sind die Inseln New Providence und Grand Bahama. Weitgehende Steuerfreiheit und vorteilhafte Bankgesetze begünstigen die Ansiedlung ausländischer Unternehmen (Industriezone von Freeport) und Banken. Mit über 400 Finanzinstituten entwickelte sich Nassau zu einem der wichtigsten internationalen Finanzplätze, v. a. für Offshoremärkte. Rund drei Viertel des Nahrungsmittelbedarfs müssen durch Importe gedeckt werden. Fischfang wird für die Eigenversorgung und den Export (Langusten) betrieben. Haupthandelspartner sind die USA, Deutschland, Süd-Korea und Spanien.

Häfen in Freeport und Nassau (Tiefwasserhafen), internationale Flughäfen bei Nassau und Freeport.

Geschichte

Auf einer der Bahamainseln (vermutlich San Salvador) betrat Kolumbus am 12. 10. 1492 zuerst amerikanischen Boden. Im 17. Jahrhundert waren die Bahamas ein Freibeuterstützpunkt; 1718 wurden sie britisch; 1973 erhielten sie im Rahmen des Commonwealth die staatliche Unabhängigkeit. Stärkste Partei war jahrzehntelang die PLP, seit 1967 mit L. O. Pindling als Ministerpräsident. 1992 gewann erstmals das FNM unter seinem Vorsitzenden H. A. Ingraham die Parlamentswahlen. Seit 2002 regiert wieder die PLP mit Premierminister P. G. Christie.

Klima und Wetter auf den Bahamas

Bahamas-Korallen

Meeresschätze der Bahamas

 

Auf der Inselgruppe herrscht subtropisches Klima vor und im Sommer beträgt die Durchschnittstemperatur 28 Grad Celsius.

Aufgrund des Golfstroms wird auch im Winter eine Temperatur von 20 Grad Celsius nahezu nie unterschritten.

Die für die Karibik typische tropische Schwüle und Hitze findet sich auch auf den Bahamas.

Auch die Bahamas sind immer wieder Opfer der Hurrikansaison, zuletzt hat 2011 Hurrikan “Irene” einige schwere Schäden angerichtet. 2012 kam man gerade noch dem Hurrikan “Sandy” aus, der danach in New Jersey und New York Schäden in Höhe von über 20 Milliarden US-$ verursachte.

Sehenswürdigkeiten der Bahamas

 

Die Haupteinnahmequelle für die Menschen auf den Bahamas ist der Tourismus. In diesem Sektor arbeiten mehr als 2/3 der Bevölkerung. Besonders bei Tauchern und Unterwassersportlern ist das Gebiet beliebt. Sie kommen hierher wegen der mehr als 2400 Korallenriffe, den sogenannten Cays. Diese teilen viele der kleinen Inseln, welche oft nur durch einen kurzen Weg durchs nicht allzu tiefe Wasser getrennt sind.

Die Hauptstadt Nassau

 

Nassau-Hafen

Schiffe im Hafen von Nassau

Die meisten Sehenswürdigkeiten der Bahamas sind mit Sicherheit in der Hauptstadt Nassau zu finden, in der allein 210.000 Einwohner leben.

Die Stadt Nassau liegt auf der Insel New Providence. Sehr sehenswert ist unter anderem das Parlaments-, Gerichts- und Regierungsgebäude, das noch aus dem Jahre 1801 stammt.

Zudem gibt es hier auch ein Piratenmuseum.

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten in Nassau zählen das Bahamas History Society Museum, in dem die Geschichte der Bahamas von der Entdeckung durch Christopher Columbus bis zur heutigen Zeit gesehen werden kann. Auch das Fort Fincastle befindet sich nur unweit der Stadt und sollte besucht werden.

Atlantis-pardise-island

Hotel Atlantis auf Paradise Island

Außerdem gibt es in der Stadt einen Strohmarkt, auf dem sämtliche aus Stroh gefertigte Souvenirs verkauft werden und der bei einem Besuch unbedingt berücksichtigt werden sollte.

Ganz toll ist auch der weiße Sandstrand in Nassaus Cable Beach, in dem klaren Wasser ist zudem Schnorcheln ein Vergnügen. Der Strand ist sehr gepflegt und wurde vor kurzem generalüberholt.

Eines der überragenden Hotels findet man mit dem Atlantis auf der vorgezogenen Insel Paradise Island.

  • Sandy Toes auf Rose Island

Einen Ausflug ist diese Insel mit ihren Korallenriffen für Schnorchler und Meeresbegeisterte unbedingt wert. Zudem ist die Insel kaum bewohnt, es gibt wohl dort nur eine kleine touristisch genutzte Anlage. Von Nassau etwa 40 Minuten mit dem Boot entfernt ist diese Tour ins kristallklare Wasser der Insel sicher ein Erlebnis, das man mitnehmen sollte, wenn man schon mal da ist.

  • Blue Lagoon Island

Auf der privat geführten Insel der blauen Lagune bietet als Spezial die Möglichkeit, dass etwa Kinder mit Delfinen schwimmen können. Gerne wird die Insel von Kreuzfahrtschiffs-Ausflügen angefahren, auch ein Nachmittag in der Hängematte am wunderschönen Strand ist ein Erlebnis, wer nun nicht unbedingt mit den Tieren spielen will.

 

Interaktive Landkarte der Bahamas

 

Die Bahamas Karte zeigt die kleinen Inselchen gut verteilt im Atlantik, quasi im Eingang zum Golf von Mexiko. Ein richtig schönes Archipel mit wunderbarer Landschaft und auch im Meer sind viele tolle Sehenswürdigkeiten zu entdecken.