Nach Frankreich sind die USA das Land mit den meisten ausländischen Touristen weltweit. Im Jahr 2018 kamen 79,6 Millionen Gäste aus dem Ausland in die Vereinigten Staaten. Rund zwei Millionen davon reisten aus Deutschland an. Neben Sehenswürdigkeiten und Shopping sind die traumhaften Strände wichtige Gründe für eine Reise nach Nordamerika. Wer seinen Urlaub inklusive Badeaufenthalt in den USA plant, der macht sich idealerweise im Vorfeld schlau, wo die schönsten Strände des Landes liegen.

Banzai Beach, Oahu, Hawaii

Aktion- und Sportfans kennen den weltberühmten Strand, der auch unter dem Namen Ehukai Beach geläufig ist. Er liegt an der Nordküste der hawaiianischen Insel Oahu und ist ein Eldorado für Surfer. In den Sommermonaten sind die Wellen umgänglich. Auch Bodyboarder, Angler und Bodysurfer tummeln sich dann im Wasser. Der Winter ist den Profis vorbehalten. Internationale Surf-Wettbewerbe wie die Triple Crown of Surfing oder die Billabong Pipeline Masters finden regelmäßig am Banzai Beach statt. Das Publikum macht es sich wahlweise an den Picknicktischen oder auf dem Sand bequem. Zur Grundausstattung des Strandes gehören auch Toiletten, Duschen, Parkplätze und Rettungsschwimmer.

Tipps der Einheimischen: Die Wellen, insbesondere im Winter, sind unberechenbar. Deshalb empfehlen die Einwohner Hawaiis, den Wellen niemals den Rücken zuzukehren. Die Brandung folgt bestimmter Regeln. Normalerweise sind die Wellen für einige Minuten hoch, dann folgen für einige Minuten flachere Exemplare. Schwimmer und Surfanfänger sollten sich nur an Stränden mit Rettungsschwimmern ins kühle Nass stürzen.

Crescent Beach, Siesta Key, Florida

Wer im feinsten Sand der Welt sonnenbaden möchte, der reist im nächsten Urlaub zum Crescent Beach nach Florida. Die World Sand Challenge kürte diesen Küstenabschnitt mit einem Quarzanteil von 99 Prozent und machte ihn dadurch weltberühmt. Tatsächlich ist der Sand so fein und weich, dass man beinahe ein Gefühl von Mehl auf der Haut bekommt. Gleichzeitig ist das Wasser kristallklar und flach abfallend. Beim Anblick der Schnappschüsse vom Crescent Beach werden Freunde und Kollegen zu Hause neidisch. Am besten verschickt man sie direkt als Postkarte über die App von karten-paradies.de und freut sich über die Reaktionen.

Wo liegt der Puderzuckerstrand mit den kostenlosen Parkmöglichkeiten konkret? Er befindet auf der 12 km langen Insel Siesta Key im Sarasota County im Südwesten Floridas und kann sogar mit dem Mietwagen erreicht werden. Zwei Brücken, die das Eiland mit dem Festland verbinden, machen es möglich.

Pensacola Beach, Florida

Im äußersten Nordwesten der Küstenlinie Floridas erwartet Pensacola Beach die Gäste. Das warme, kristallklare Wasser des Golfs von Mexiko erfreut Badeurlauber und Wassersportler gleichermaßen. Nicht umsonst wählten die Leser von USA Today den Strand 2018 zu einem der Schönsten im gesamten Bundesstaat. Dank des flach abfallenden Ufers und nur leichter Wellen fühlen sich Familien hier wohl. Das artenreiche, glasklare Meer ist Anziehungspunkt für Schnorchler und Angler.

Ein Spaß für Alt und Jung sind die beliebten Bootsausflüge zu den frei lebenden Delfinen vor der Küste. Mit etwas Glück begegnet man auf der Tour einer Gruppe der freundlichen Tümmler und kann sie beim Spielen im Ozean beobachten.

Tunnels Beach, Kauai, Hawaii

Am Tunnels- oder Makua-Beach im Norden der Insel Kauai werden die Träume von Unterwasserfans wahr. Während sich im inneren Riff vor allem Schnorchler vergnügen, nutzen die Taucher das äußere Riff. Dort gilt es die Lebewesen in den natürlich geformten Lavaröhren und Höhlen zu erkunden. Die Lavaröhren sollen auch für die Namensgebung Tunnels Beach verantwortlich sein – zumindest lautet so die Aussage der örtlichen Taucher. Viele Surfer dagegen meinen, dass die Bezeichnung von den Tunnelwellen kommt, welche die halbmondförmige Bucht zu einem Hotspot für Wellenreiter und Kite-Surfer wandelt. Urlauber, die dem Wassersport wenig abgewinnen können, erfreuen sich an dem malerischen Panorama. Hinter dem türkisblauen Wasser und dem goldgelben Sandstrand ragen steile, üppig bewachsene Berggruppen in den Himmel. Gesäumt wird der Küstenabschnitt von schattenspendenden Palmen und tropischen Bäumen.

Kleiner Tipp: Die besten Parkmöglichkeiten gibt es am Heana Beach Park.

Cannon Beach, Oregon

Dieser flache Sandstrand ist eher ein Augenschmaus, als ein Badevergnügen. Direkt vor dem sechs Kilometer langen Küstenabschnitt ragt der 233 Meter hohe Haystack Felsen in den Himmel des US-Bundesstaats Oregon. Das Meer, welches bei Ebbe kleine Pools formt, ist Heimat zahlreicher Lebewesen wie zum Beispiel dem Papageientaucher. Mit rund 15 °C im Hochsommer, ist das Wasser leider den meisten Besuchern zu kalt zum Schwimmen. Der Reiz des Strandes geht hauptsächlich von seiner Optik aus. Im Herbst wird er geheimnisvoll in Nebelschwaden gehüllt, im Sommer glitzert das Wasser rund um den gigantischen Monolith. Kein Wunder, dass sich zahlreiche Maler in der Gegend niedergelassen haben. Cannon Beach wurde von National Geographic sowohl zu den 21 besten Stränden weltweit, als auch zu den 100 schönsten Plätzen der Welt gewählt. Wer die Westküste der USA bereist, sollte hier auf jeden Fall einen Fotostopp einplanen.

Orange Beach, Alabama

Ein Geheimtipp unter den USA-Badeurlaubern ist Orange Beach in Alabama. Der kleine Küstenort befindet sich am Golf von Mexiko. Er begeistert mit türkisblauem, warmem Wasser. Der Quarz, der vor Tausenden von Jahren aus den Appalachen Bergen gewaschen wurde, bildet heute den feinen, hellen Sandstrand. Sonnenanbeter genießen ihren Aufenthalt hier genauso wie Aktivurlauber, die sich unter anderem im Parasegeln, Volleyball oder Yoga üben. Hochseefischen und Delfinbeobachtungen gehören ebenfalls zu den geschätzten Freizeitaktivitäten am Orange Beach. Besonders romantisch sind hier die Spaziergänge entlang des Ufers während des Sonnenuntergangs.

Carmel Beach, Carmel-by-the-Sea, Kalifornien

Familiäres Flair bietet Carmel Beach, der traumhaft zwischen Point Lobos im Süden und Pebble Beach im Norden Kaliforniens eingebettet liegt. Am weißen Sandstrand beobachten die Gäste die Surfer im 10 °C – 15 °C kühlen Wasser bei ihren Kunststücken. Wer zum Wellenreiten antritt, sollte Vorkenntnisse und einen guten Wetsuite mitbringen. Joggern, die den Scenic-Bluff-Path-Kiesweg über dem Meer für eine flotte Runde nutzen, liefert der Ozean anschließend die optimale Abkühlung. Die Lauf- und Spazierpiste, die malerisch von Zypressen eingerahmt wird, ist über acht verschiedene Treppen erreichbar. Von oben bietet sich ein atemberaubender Panoramablick auf den Atlantik und den Strand. Vielleicht wird auch wegen der malerischen Aussicht so gerne am Carmel Beach geheiratet? Paare, die sich hier das Ja-Wort geben möchten, brauchen dafür eine spezielle Genehmigung. Wem zunächst ein romantischer Abend mit dem Partner ausreicht, der kommt zwischen 16 und 22 Uhr in die Beach Fire Zone südlich der 10th Avenue. Dort dürfen in Schalen Lagerfeuer am Strand entzündet werden. Sogar den geliebten Vierbeiner können Besucher dazu mitbringen.

Big Sur, Kalifornien

Wer den legendären Highway 1, der Nord- und Südkalifornien verbindet, entlangfährt, der kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Landschaft ist gigantisch. Dennoch ist Aufmerksamkeit geboten. Rund einen Kilometer südlich der Big Sur Lodge Richtung Meer führt die Sycamore Canyon Road zu einem kleinen Paradies – dem Strand von Big Sur. Scharfkantige Felsformationen ragen hier aus dem Atlantik, der goldfarbene Sandstrand liegt einsam zu Füßen. Selbst in der Hochsaison verirren sich nur wenige Menschen zu diesem zauberhaften Flecken Erde, von dem der schottische Schriftsteller Robert Luis Stevenson einst behauptete, es sei “das schönste Zusammentreffen von Land und Meer”. Unrecht hatte der mit dieser Aussage sicherlich nicht, weshalb neben Picknickdecke und Sonnenbrille auch unbedingt die Kamera mit ins Gepäck sollte.

Hilton Head, South Carolina

Sportlich aktive Urlauber lieben die rund 100 km² große Insel Hilton Head in South Carolina. Insgesamt 20 km feinster Sandstrand schmücken das Eiland. Die Infrastruktur ist perfekt auf Reisende ausgerichtet. Unzählige Einkaufs-, Unterhaltungsmöglichkeiten und Wellnesseinrichtungen stehen den Gästen zur Verfügung. Das Wahrzeichen ist der rot-weiße Leuchtturm, der ein kleines Museum beherbergt. Namensgeber der Insel ist übrigens nicht die renommierte Hotelkette, sondern der Seefahrer William Hilton, der das Eiland im Jahr 1663 entdeckte. Neben 160 km Radweg gibt es Reitställe, Tenniscourts und 22 erstklassige Golfplätze. Langweilig wird es den Erholungssuchenden auf Hilton Head sicherlich nie.

Cape Cod, Massachusetts

Entlang der 64 km langen Küste von Cape Cod schmiegen sich sechs weitläufige Sandstrände. Meistens sind sie menschenleer. Ruhesuchende und Genießer fühlen sich in dieser Region am Atlantik bestens aufgehoben. Wie kleine Diamanten funkeln nach Einbruch der Dunkelheit die Lichter der Leuchttürme und Lagerfeuer entlang des Ufers. Nach einer Wanderung, einer ausgedehnten Partie Golf, einer Kanutour, oder einem Angeltrip, schmecken die frischen Meeresfrüchte in den kleinen Wirtschaften besonders gut. Wie wäre es dazu mit einem örtlichen Tropfen? In den angrenzenden Weinbergen werden ausgezeichnete Getränke produziert. Mit ihnen lässt es sich perfekt auf die erfolgreiche Sichtung bei einer Walbeobachtungstour anstoßen.