Die Konurbation Lima mit der Hafenstadt Callao zusammen bildet die Metropolregion Lima (Área Metropolitana de Lima).
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Lima ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts– und Kulturzentrum von Peru mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die Altstadt von Lima wurde 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das Foto zeigt das Rathaus im Zentrum Limas mit den typischen Holzbalkonen.

Wo zum Henker ist denn Lima?

Lage der Stadt Lima in Peru

Wo liegt denn nun Lima in Peru? Es befindet sich im Westen des Landes, das an den Pazifik grenzt und dort in einer Region, in der es klimatisch bedingt nur äusserst selten regnet. Und wenn es dann mal wider erwarten zu einer regnerischen Nacht kommt, ist es am Tag schon wieder sonnig, oder wie in vielen Teilen der Stadt, meistens bewölkt. 

Von Wetter bis Klima – alles gibts in Lima

Die Stadt befindet sich in der tropischen Klimazone. Es findet sich ein heißes Wüstenklima, welches typisch für die peruanische Küstenwüsten ist. Ebenfalls weist die jährliche Temperaturamplitude von nur 5 Grad Celsius auf ein typisch tropisches Klima hin. Dennoch sind Temperaturwerte und Sonnenstunden für eine in den Tropen gelegene Stadt niedrig. Ein Grund ist der relativ kalte Humboldtstrom, der das Land abkühlt. Ebenso sorgt dieser im Winter als Folge von Kondensation des Wasserdampfes in der Luft über dem relativ kalten Ozean für dichten Küsten- oder Hochnebel, der die ganze Stadt von Mai bis Oktober einhüllen kann. Die daraus resultierende geringere Sonneneinstrahlung trägt zu den niedrigeren Temperaturen noch zusätzlich bei. Besonders deutlich wird das im Vergleich von Winter und Sommer (Juli und Januar). Während die Sonne im Juli durchschnittlich nur 28,6 Stunden scheint, gibt es im Januar etwa 179,1 Sonnenstunden.

Der Sommer an der Küste geht von Dezember bis März, dann ist Lima durch anhaltenden Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen eine Reise wert. Der wärmste Monat ist der Februar mit einem Durchschnittswert von 22,3 Grad Celsius, während im kältesten Wintermonat August die durchschnittliche Temperatur auf 15,1 Grad Celsius fällt. Die ganzjährige Durchschnittstemperatur beträgt dabei 18,2 Grad Celsius. Die Sonnenscheindauer über das ganze Jahr beträgt etwa 1.284 Sonnenstunden, die hauptsächlich im Sommer liegen. Das sind außergewöhnlich niedrige Werte für die geographische Breite der Stadt. Aufgrund des Wüstenklimas fällt kaum Regen, dieser ist mit 13 Millimeter Niederschlag pro Jahr äußerst gering. Es kommen aber auch längere Perioden mit überhaupt keinem Niederschlag vor.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge in Lima
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 25,8 26,5 26,0 24,3 21,7 19,7 18,7 18,4 18,7 19,9 21,9 23,9 Ø 22,1
Min. Temperatur (°C) 19,1 19,4 19,2 17,6 16,1 15,3 15,0 14,6 14,6 15,2 16,4 17,7 Ø 16,7
Niederschlag (mm) 0,9 0,3 4,9 0,0 0,1 0,3 0,3 0,3 5,4 0,2 0,0 0,3 Σ 13
Sonnenstunden pro Tag 6,3 6,8 6,9 6,7 4,0 1,4 1,1 1,0 1,1 2,5 4,1 5,0 Ø 3,9
Wassertemperatur(°C) 20,5 20,7 20,9 19,5 18,8 18,1 16,7 16,2 15,7 16,5 17,7 19,3 Ø 18,4
Quelle: WMO.int

 

Der Río Rímac fließt durch die Stadt, die am Fuße der trockenen Westflanke der zentral-peruanischen Anden liegt. Das Stadtzentrum liegt auf rund 160 Metern über dem Meeresspiegel. Das Siedlungsgebiet der Stadtregion erstreckt sich bis in die Höhenzone der westlichen Yunga (ab 500 Metern) und erreicht bei Chosica, das im Osten liegt, eine Höhe von knapp 1.000 Metern.

Metropolregion Lima

Das Verwaltungsgebiet der Stadt ist mit der Provinz Lima (auch „Municipalidad Metropolitana de Lima“) identisch und hat eine Fläche von 2.672,28 Quadratkilometern. Das ist etwas mehr, als das süddeutsche Bundesland Saarland aufweisen kann. Davon gehören 825,88 Quadratkilometer (30,9 Prozent) zur Kernstadt (hohe Bebauungsdichte und geschlossene Ortsform), 1.846,4 Quadratkilometer (69,1 Prozent) bestehen aus Vorstädten und Gebieten mit ländlicher Siedlungsstruktur. Die Metropolregion Lima (Área Metropolitana de Lima) umfasst die 43 Bezirke der Region Lima Metropolitana und die sechs Bezirke der Region Callao. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 2.819,26 Quadratkilometer. Diese Zahlen sind aber schnell wieder veraltet, da Lima permanent wächst, sowohl im Norden, als auch im Süden werden laufend neue Baugebiete erschlossen und so entstehen permanent die bei den Einwohnern beliebten, oft noch recht preiswerten Wohnungen am Stadtrand.
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Das Foto zeigt einen Ausschnitt der Stadt mit den wichtigsten zentralen Hauptverkehrsstraßen.

Das Stadtgebiet von Lima besitzt eine Ausdehnung von etwa 60 Kilometern in Nord-Süd-Richtung und rund 30 Kilometern in Ost-West-Richtung. Das dicht bebaute Stadtgebiet wird im Norden grob durch den Fluss Río Chillón und im Süden durch den Fluss Río Lurín begrenzt, im Osten durch den Zusammenfluss des Río Santa Eulalia mit dem Hauptfluss Río Rímac. Das Stadtzentrum befindet sich etwa 15 Kilometer landeinwärts am Río Rímac, welchem auch die peruanische Eisenbahn – die zweithöchstgelegene der Welt (höchste ist die Lhasa-Bahn) – und die Hauptstraße in Richtung Ticlio-Pass (4.781 Meter) folgen, dem Hauptzugang zum von den Anden geprägten Zentralland Perus.

Ein Glas Wasser bitte

Der Río Rímac hat für Lima größte Bedeutung als Trinkwasserreservoir, das aus reinem Gletscherwasser besteht. Der Rückzug des Gletschers, der vermutlich durch den Klimawandel bedingt ist, führt dazu, dass es vorübergehend mehr Wasser gibt. Wären die Gletscher nicht mehr vorhanden, versiegte der Fluss und damit die Lebensgrundlage der Menschen, Tiere und Pflanzen in der Region. Zudem stellt das gesamte Einzugsgebiet des Río Rímac durch seine Wasserkraft (beispielsweise die Elektrizitätswerke von Matucana, Huinco und Yanamayo) einen Großteil der Elektrizitätsversorgung für die Stadt sicher. Hier liegt also eine der wichtigsten Aufgaben für die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung der Millionenmetropole. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen hierfür sensibiliert sind und seriöse Lösungen für dieses auf sie zukommende Problem parat haben. Wer in Lima lebt, der bekommt auch mit, dass es manchmal in einigen Gebieten an Wasser mangelt, teils einen Tag, aber auch mehrere Tage kann es zu Ausfällen in der Wasserversorung kommen. Das rührt zum einen von den ständigen Baustellen, aber auch vom in vielen Teilen noch veralteten Kanalsystem her.

Stadtaufteilung

Das Verwaltungsgebiet der Stadt ist mit der Provinz Lima identisch. Diese gliedert sich in 43 Bezirke. Davon entfallen 30 auf die Kernstadt:

Ate, Barranco, Breña, Cercado de Lima, Chorillos, Comas, El Agustino, Independencia, Jesús María, La Molina, La Victoria, Lince, Los Olivos, Magdalena del Mar, Miraflores, Pueblo Libre, Puente Piedra, Rímac, San Borja, San Isidro, San Juan de Lurigancho, San Juan de Miraflores, San Luis, San Martin de Porres, San Miguel, Santa Anita, Santiago de Surco, Surquillo, Villa Salvador und Villa María del Triunfo.

13 Bezirke Limas liegen außerhalb der Kernstadt in den Vorstädten und ländlichen Gebieten. Diese sind: Ancón, Carabayllo, Chaclacayo, Cieneguilla, Lurigancho (Chosica), Lurin, Pachacámac, Pucusana, Punta Hermosa, Punta Negra, San Bartolo, Santa Maria del Mar und Santa Rosa.

Einwohnerentwicklung

Während die erste Siedlung noch 117 Häuserblocks umfasste, dehnte sich Lima später zunächst hauptsächlich nach Norden aus. 1562 ist ein weiteres Stadtviertel am anderen Flussufer gebaut worden. Doch erst im Jahre 1610 wurde die erste Steinbrücke eingeweiht. Zu dieser Zeit hatte Lima etwa 16.000 Einwohner. 1861 überschritt die Bevölkerungszahl die Grenze von 100.000. Bis 1927 hatte sich diese Zahl verdoppelt. Die meisten Zuwanderer kamen jedoch seit den 1950er Jahren. Heute leben rund sieben Millionen Menschen in Lima.

Noch in den 1960er Jahren duldete der Staat die Landbesetzungen am Stadtrand, verteilte Besitztitel und sorgte für die nötigsten Infrastrukturleistungen. In den 1970er Jahren wurden dann für viele Menschen mit Wohnsitz an der Peripherie die stundenlangen Busfahrten jeden Tag in das Stadtzentrum zum Problem. Deshalb wurde von der Stadtverwaltung beschlossen, Lima solle sich nicht weiter ausdehnen. Heute lassen sich zahlreiche Wohnungssuchende unerlaubterweise in den öffentlichen Parks, auf Schulgrundstücken oder privatem Besitz nieder, was zu einer Verstärkung des Konfliktes zwischen den armen und reichen Bewohnern führt.

Sehr eindrucksvoll sind die Zahlen des Wachstums der Bevölkerung einer Millionenstadt wie Lima mit seiner Konglomeration, wogegen im direkten Vergleich die deutschen Städte permanent an Einwohnern verlieren.

2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015

Quelle: INEI, Instituto Nacional de Estatistica y Informatica

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Einwohnerzahl Limas explosionsartig angestiegen. Die Stadt ist nicht nur mit der Hafenstadt Callao und den früheren Fischerorten an der Pazifikküste zusammengewachsen. Darüber hinaus sind auf den trockenen Böden an der Peripherie große Elendsviertel entstanden (pueblos jovenes = „junge Dörfer“ genannt), in denen heute etwa zwei Drittel der Bevölkerung Limas leben. Städtebaulich handelt es sich dabei um informelle Siedlungen.

Viele der älteren Siedlungen befinden sich trotz fehlender wichtiger Infrastrukturen (zum Beispiel Leitungswasser) gegenwärtig in einem Prozess der allmählichen Konsolidierung. In den letzten Jahren hat sich das Bevölkerungswachstum Limas verlangsamt und der Zustrom aus dem ländlichen Raum konzentriert sich nun verstärkt auf die Mittelstädte Perus.

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Bild: Pueblo Joven , eine der neueren Ansiedlungen im Norden Limas, entstanden oft durch Invasion, also Landbesetzung.

Da der überwiegende Teil des Wachstums der letzten Jahrzehnte durch Landbesetzungen und Eigenbau an der Peripherie der Stadt vonstatten ging (informelle Siedlungen), fehlt ein verdichteter Wohnungsbau mit Mehrfamilienhäusern praktisch vollständig. Die ganze Stadt ist, bis auf wenige Ausnahmen, von Einfamilienhäusern mit ein bis drei Stockwerken verschiedenster Qualität (vom Villen- bis zum Bastmattenbau) geprägt.

Das Stadtzentrum hat in der Vergangenheit an Bedeutung zugunsten anderer Standorte im mittleren Bereich eingebüßt, so dass sich eine polyzentrale Stadtstruktur von ausschließlich mittlerer Dichte herausgebildet hat. Locker bebaute Randbereiche fehlen hingegen fast vollständig. Die Straßenquerschnitte der jüngeren Stadtviertel und damit des größten Teils der Stadt sind durchweg sehr großzügig angelegt worden.

Geschichte

Herkunft des Namens

Die Stadt Lima erhielt ihren Namen aufgrund ihrer indigenen Wurzeln; der Name stammt vermutlich vom Jaqaru-Wort lima – limaq oder limaq – wayta, das „gelbe Blume“ bedeutet. Eine zweite Möglichkeit ist, dass der Name sich vom Quechua-Wort rimaq (bzw. Wanka limaq) herleitet, das übersetzt „Sprecher“ bedeutet. Hierfür spricht die Tatsache, dass der Fluss, an dem die Stadt liegt, Río Rímac (Quechua: Rimaq) heißt.

Kolonialzeit – Die Spanier mal wieder

Schon vor der Ankunft der Spanier war der Großraum von Lima das am dichtesten besiedelte Gebiet der peruanischen Küste. Am 18. Januar 1535 wurde Lima von dem spanischen Eroberer Francisco Pizarro unter dem Namen Ciudad de los Reyes (Stadt der Könige) auf einer Eingeborenensiedlung am Südufer des Flusses Rimac gegründet. Für Pizarro waren strategische Überlegungen entscheidend, als er sich für das fruchtbare Tal des Río Rímac entschied. So befand er sich für den Notfall in der Nähe seiner Schiffe und hatte dennoch einen guten Ausgangspunkt, um relativ schnell in die Zentralanden zu gelangen.

Universität San Marcos und Dominikanerkloster

Die Stadt beherbergte zunächst lediglich ein Dutzend Eroberer, und die Hausdächer waren aus Schilf. Ab der spanischen Besetzung wurden die Indios in Sklavenarbeit zum Städtebau herangezogen, für Lima wie für alle anderen kolonialen Städte. 1542 gründeten die Spanier das Vizekönigreich Peru mit Lima als Hauptstadt, das Neu-Granada, die heutigen Länder Ecuador, Kolumbien und Venezuela, sowie Bolivien, Chile, Argentinien und Paraguay umfasste. Am 12. Mai 1551 wurde im Dominikanerkloster Nuestra Señora del Rosario die Universität San Marcos gegründet, die erste Universität auf dem amerikanischen Kontinent. Über das 16. und 17. Jahrhundert war Lima das religiöse, wirtschaftliche und politische Zentrum der spanischen Kolonien Südamerikas.

Inquisition und Inkagold

Lima wurde für das peruanische Gebiet das Zentrum der Unterdrückungsmaßnahmen gegen die indigene Bevölkerung, unter anderem mit Inquisition der katholischen Kirche gegen alte religiöse Bräuche, Riten und gegen die alte Heiler-Medizin. Die Stadt blühte unter dem ständigen Zufluss von Gold und Silber auf, das zunächst von den besiegten Inkas, dann aus den Minen der Anden stammte. Der Reichtum lockte in zunehmendem Maße Piraten an. Einer der bekanntesten, Sir Francis Drake, überfiel 1579 Callao, den Hafen Limas. Erst knapp hundert Jahre später wurde ein Schutzwall gegen die drohenden Übergriffe der Freibeuter errichtet.
Zu diesem Zeitpunkt war die Einwohnerzahl Limas bereits auf über 25.000 Bewohner angestiegen. Trotz gelegentlicher Erdbeben – am 20. Oktober 1687 (5.000 Tote) und am 28. Oktober 1746 (18.000 Tote) – wuchs und gedieh die Stadt unvermindert. Im 18. Jahrhundert wurde die Stellung der Stadt durch die Gründung des Vizekönigreichs Neugranada (1717) und des Vizekönigreichs des Río de la Plata (1776) geschwächt.
Unabhängigkeit[Bearbeiten]
Im Dezember 1820 besiegte eine Rebellenarmee unter Führung des Revolutionärs José de San Martín die Spanier in der Schlacht bei Pisco und besetzte Lima. Am 28. Juli 1821 rief dort San Martín offiziell die Unabhängigkeit Perus aus, nachdem diese bereits 1820 in Trujillo, wo sich heute das Freiheitsdenkmal „La Libertad“ befindet, erklärt wurde. Am 3. August 1821 wurde San Martín zum Protektor der neuen Republik mit Lima als Hauptstadt erwählt. 1861 lebten in der Stadt etwa 100.000 Menschen. Mitte des 19. Jahrhunderts begann eine Phase der Industrialisierung und 1851 wurde in der peruanischen Hauptstadt die erste Eisenbahnlinie Südamerikas eingeweiht.

Salpeterkrieg und Wohlstand

Während des Salpeterkriegs (1879–1883) besetzten chilenische Truppen die Stadt und plünderten sie. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachte der Abbau von Guano auf den der Küste vorgelagerten Inseln der Stadt Reichtum und Wohlstand. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte dann ein erneuter Wachstumsschub ein. Im Jahre 1919 lebten 175.000 Menschen in Lima.
20 Jahre später waren es bereits über eine halbe Million. Auch viele ausländische Zuwanderer fanden den Weg an die peruanische Küste. Schon in der Kolonialzeit hatten die Spanier schwarze Sklaven aus Afrika geholt und später kamen Chinesen als Vertragsarbeiter ins Land. So entstand im Laufe der Jahre ein multikulturelles Völkergemisch, das entscheidend zum kosmopolitischen Flair der Stadt beigetragen hat.
Die Probleme der Landflucht verschärften sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Bevölkerungsexplosion, mangelnde Infrastruktur und Naturkatastrophen trieben immer mehr Menschen in die Hauptstadt, aufgefangen von den endlosen Elendsvierteln. Der Terror der Guerillaorganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) in den 1980er und 1990er Jahren akzentuierte die Situation.
Am 18. Juni 1986 kam es im Gefängnis Lurigancho, der Frauenstrafanstalt sowie der Gefängnisinsel El Frontón in Callao zu einer Meuterei von 370 vermeintlichen Anhängern des Sendero Luminoso. Die Meuterei wurde von der Regierung mit Waffengewalt niedergeschlagen, in den Männergefängnissen überlebte nur eine Geisel. Insgesamt starben 249 Gefangene; 124 von ihnen wurden erschossen, nachdem sie sich bereits ergeben hatten.
Am 17. Dezember 1996 kam es zur Geiselkrise, als 15 Mitglieder des Movimiento Revolucionario Túpac Amaru während eines Empfanges die japanische Botschaft in Lima stürmten und zahlreiche wichtige Persönlichkeiten als Geiseln nahmen. Am 22. April 1997 stürmte die Armee die japanische Botschaft und beendete die Besetzung blutig. Alle 14 Geiselnehmer, eine Geisel und zwei Soldaten kamen dabei ums Leben. 71 Geiseln wurden befreit.

In den 1990er Jahren gelangten jährlich bis zu 200.000 Menschen aus ländlichen Regionen nach Lima. Schon einige Jahrzehnte zuvor war die obere Mittelschicht aus dem überfüllten Stadtzentrum weggezogen. Sie gründete neue Stadtviertel wie Miraflores oder San Isidro, während die ganz Reichen in die neuen Viertel Monterrico beziehungsweise La Molina im Osten Limas zogen. In den Vierteln dazwischen leben Angehörige der Mittel- und Unterschicht, aus deren ehemaligen Barackenstädten haben sich nun solide, einfache Wohnviertel entwickelt.

Politik

Stadtregierung

Der ehemalige und aktuell wieder im Amt befindliche Bürgermeister Luis Castañeda Lossio und der peruanische Ex-Präsident Alejandro Toledo Manrique im Tren Urbano. “Lucho” Castañeda löste am 1.Januar 2015 die vier Jahre als Bürgermeisterin tätige Susana Villarán de la Puente ab. Sie war die zweite Frau, welche dieses Amt innehatte. Ihr Vorgänger Marco Parra Sánchez war Interimsbürgermeister, nachdem Luis Castañeda Lossio von der konservativen „Alianza Electoral Unidad Nacional“ im Oktober 2010 zurückgetreten war, um sich auf seine Präsidentschaftskandidatur zu konzentrieren.

Castañeda hatte in seinen zwei Amtszeiten vor allem die Verbesserung der unzureichenden Infrastruktur und die Bekämpfung der hohen Kriminalität als Hauptziele. Eine seiner ersten Maßnahmen zu Beginn seiner Regierung 2006 war die Verbannung der täglich bis zu einem Dutzend Protestveranstaltungen aus dem Stadtzentrum und Regierungsviertel Limas, wobei er die Unterstützung der unter den Protesten leidenden Händler und Geschäftsleute erhielt. Mehrere neuralgische Verkehrsstaupunkte wurden entschärft und einige größere Straßenbauprojekte begonnen. Positiv wurde von den Bürgern zudem das großangelegte Programm zur Begrünung der Stadt aufgenommen, das den Freizeitwert der Stadt erhöht und die eklatantesten Probleme bei der Müllbeseitigung gelöst hat.

Dies hat wohl auch zur Wiederwahl Castañedas im Wahljahr 2014 geführt. Unter Susana Villarán waren einige gravierende Führungsfehler zu verzeichnen, die so nicht hätten vorkommen dürfen. Vor allem die Ausschreitungen im Rahmen des geplanten Umzugs von etwa 900 Händlern des Mercado Mayorista de Frutas N° 2, in La Victoria, in den neu erbauten Gran Mercado Mayorista de Lima, in Santa Anita. Zudem ist die Kriminalität nach wie vor ein Problem in vielen Teilen der Stadt, vom weitgehend schlecht geregelten Verkehrschaos gar nicht zu schreiben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Lima besitzt zahlreiche Museen und Ausstellungszentren. Der archäologische Komplex Huaca Pucllana(auch bekannt als Huaca Juliana) – heute Park und Museum – war zwischen 200 und 700 n. Chr. einadministratives Zeremonialzentrum der Lima-Kultur.

Das Instituto Riva-Agüero, 1947 als Forschungszentrum für Gesellschaftswissenschaften derPäpstlichen Katholischen Universität von Peru gegründet, beherbergt unter anderem Sektionen für Archäologie sowie Kunst und Volkskultur. Zum Institut gehören auch das Museum für Kunst und Volkskulturen und das Archäologische Museum Josefina Ramos de Cox.

Zu den wichtigsten Museen der Stadt gehört das archäologische Museum Rafael Larco Herrera. Es besitzt die weltweit größte Privatsammlung vorspanischer Kunst. Diese entstand aus den Sammlungen und Fundstücken der Ausgrabungen von Rafael Larco Hoyle. Das Museum Banco Central De Reserva del Perú beherbergt Sammlungen unter anderem der Archäologie, der zeitgenössischen peruanischen Malerei und Volkskunst.

Das Museo de Arquelogía y Antropología de la Universitario Mayor de San Marcos (Museum für Archäologie und Anthropologie der Universität San Marcos) wurde 1919 von Julio C. Tello gegründet und war das erste archäologische Museum in Peru, das sich von Anfang an auf die Forschung konzentrierte.

Das Goldmuseum (Museo d’Oro) birgt eine Sammlung von Goldornamenten verschiedener vorspanischer Andenkulturen, wie Juwelen und andere Gegenstände, die von Goldschmieden angefertigt wurden. Des Weiteren sind dort eine große Sammlung von Waffen aus der ganzen Welt und bedeutende Stoffe aus der vorinkaischen Zeit ausgestellt. Viele Exponate entstammen zweifelhaften Quellen und sind damit ihrem archäologischen und kulturellen Kontext entzogen.

Eine Übersicht über die Geschichte und Geografie von Peru bietet das Nationalmuseum (Museo de la Nación), welches neben archäologischen Fundstücken auch dreidimensionale Modelle bekannter peruanischer archäologischer Orte zeigt (beispielsweise Machu Picchu, Nazca-Linien, Chavín de Huántar). Zur Zeit sind allerdings die Dauerausstellungen geschlossen.

Sehr schön ist das Museo del Banco Central de Reserva del Peru, in dem unter anderem ein sehr guter Überblick über präinkaische Kulturen ausgestellt wird.

Seit 1997 befährt eine Museumsstraßenbahn einen kurzen Streckenabschnitt auf übriggebliebenen Straßenbahngleisen in der Avenida Pedro Osma im Stadtteil Barranco. Eingesetzt wird ein restaurierter Breda-Triebwagen aus dem Jahre 1924. Betreiber ist das städtische Elektrizitätsmuseum (Museo de la Electricidad).

Bauwerke

Die Altstadt von Lima mit ihren schachbrettartig angelegten Straßen und prächtigen Bauten aus der Kolonialzeit steht seit 1991 unter dem Schutz der UNESCO und gehört damit zum Weltkulturerbe der Menschheit.

 

Das Bild zeigt den Plaza Mayor mit dem Brunnen und im Hintergrund die Kathedrale, die zwischen 1535 und 1625 erbaut wurde. Nach 1746 wurde sie teilweise restauriert – mit einem Glassarg, in dem der Gründer von Lima, Francisco Pizarro, liegen soll. Die Kirche und das Kloster von San Francisco, die durch ihre Größe und Farbe als best erbauter architektonischer Komplex in Lateinamerika betrachtet wird; und Santo Domingo, mit einer wunderschönen Hauptklausur, sind nur einige wenige bekannte Bauwerke von unschätzbarem Wert, die sich in Lima befinden.

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Foto: Blick vom Rathaus in den Plaza Mayor und im Hintergund die Kathedrale

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Foto: Im Stadtteil Magdalena de Mar findet sich die Iglesia “Corazon de Maria”

Neben der Kirche Santo Domingo befindet sich der Konvent des Dominikanerklosters, das zum großen Teil frisch renoviert ist. Der Kreuzgang ist mit Kacheln aus Sevilla (datiert 1604 und 1606) geschmückt. Ein Kapitelsaal mit Bildern aus der Cusquener Schule und reich geschnitztem Mobiliar stammt von 1730. Dahinter befindet sich ein zweiter Kreuzgang ist mit einem zentralen Brunnen. Unter dem bbnnbbbist das Grab der hl. Rosa von Lima und in einer Kapelle das Grab des hl. Martin de Porres. Vom Kirchturm, der schon mehrmals wieder aufgebaut wurde, hat man eine sehr schöne Aussicht über die Altstadt.

Den Glanz und Schimmer des Lebens im Vizekönigreich Perú symbolisieren die Häuser Limas wie zum Beispiel das Haus Aliaga, das über dem Göttertempel des Kaziquen Taulichusco errichtet wurde, das Haus Goyoneche oder Rada mit eindeutigem französischen Einfluss, und das Palais des Torre Tagle, einer der schönsten Wohnsitze von 1735.

Lima bewahrt auch Erbstücke der vorspanischen Zeit, die an den Ufern des Flusses Rimac und an der Pazifikküste liegen. Das große Heiligtum von Pachacámac ist das wichtigste Erbstück. Es wurde zu Ehren des gleichnamigen Gottes erbaut. Das Heiligtum Pucllana in Miraflores ist ein weiteres Erbstück, welches 400 n. Chr. ein wichtiges administratives Zentrum der Kultur Lima darstellte.

Sehenswert sind außerdem die große Plaza de Armas und das nahe gelegene Rathaus, der Präsidentenpalast von 1938 und einige Sakralbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert wie La Merced und San Pedro, die das große Erdbeben von 1746 überstanden. Das im neokolonialen Stil errichtete erzbischöfliche Palais ist mit Arkaden und Holzbalkonen geschmückt. Die 1794 erbaute Acho-Stierkampfarena – 1945 restauriert – liegt nördlich des Río Rímac.

Freizeit und Erholung

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Bild: Kurz vor Sonnenuntergang am Strand in Miraflores
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Der Leuchtturm in Miraflores
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Die Costa Verde in Miraflores und Chorrillos (hinten)

Zwischen den Bezirken Miraflores und Chorrillos erstrecken sich die Strände der Costa Verde (Grüne Küste). Pflanzenbewuchs ist aber nur an wenigen Stellen der Klippen vorhanden und die Wasserqualität ungenügend. Die Wellen in diesem Bereich sind allerdings hoch genug zum Surfen. Die Strände bestehen meist aus Kies mit kleineren sandigen Stücken. Zu Miraflores gehören die Surfstrände Punta Roquitas, Pampillas, Miraflores, Makaha und Redondo.

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Der beliebteste Strand der Costa Verde ist La Herradura in Chorrillos am Fuße des Berges Morro Solar, sowie der Strand Barranquito, welcher zum Bezirk Barranco gehört. Die Buchten verfügen meist nur über eine einfache Infrastruktur, bieten keinen Schatten (auch an bewölkten Tagen ist die Sonneneinstrahlung stark) und die Meeresströmungen des Pazifiks sind recht gefährlich. Trotzdem sind die Strände zwischen Januar und März gut besucht.

Beliebt in den Wintermonaten April bis November sind die landeinwärts gelegenen Naherholungsgebiete zwischen den Orten Chaclacayo auf 650 Meter Höhe und Chosica auf 850 Meter Höhe. Sie liegen etwa 25 beziehungsweise 40 Kilometer östlich von Lima entlang der Carretera Central. Dort befinden sich diverse Country Clubs, Restaurants und private Freizeitareale.

Eingerahmt ist das Tal auf beiden Seiten von steil aufragenden unbewachsenen Bergketten. Nur im Bereich des Río Rímac ist ein wenig Pflanzenbewuchs zu finden. Auf der Straße nach Chosica steht der rekonstruierte präinkaische Lehmziegelpalast Puruchuco. Er liegt hinter dem gleichnamigen Dorf. Neben Räumen und Gängen stellt ein kleines Museum Fundstücke der Ausgrabungsstätte aus.

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Bild: Ausgelassene Atmosphäre im Freizeitpark in Cieneguilla, gespielt wird unter anderem Juego de Zappo, Kicker und Billard, ein Pool und schattige Plätze am vorbeifließenden Rio laden zum Verweilen ein.

Weitere Naherholungsgebiete finden sich landeinwärts im Tal des Flusses Lurín, im Bezirk Cieneguilla, mit Freizeitanlagen, Reitmöglichkeiten und Klubs. Eine Zufahrt ist über La Molina, Rinconada und Musa möglich. Auch im Mündungsgebiet desselben Flusses beim Dorf Pachacámac (landeinwärts der Ruinen Pachacamacs bei Lurín) wurden in den letzten Jahren Vergnügungsareale und Parks aufgebaut.

15 Kilometer nordwestlich von Miraflores liegt die Stadt Callao. Dort befinden sich der Hafen, ein Marinestützpunkt und der Aeropuerto Internacional Jorge Chávez. Ein Ausflug von Callao zur Landzunge von La Punta ist lohnend. Von dort können Bootsausflüge zur vorgelagerten Insel Palomino oder Hafenrundfahrten unternommen werden. Zudem befinden sich dort neben der Museumsfestung San Felipe zahlreiche kleine Restaurants, die vorwiegend Meeresfrüchte-Gerichte servieren.

Parks

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Einer der bekanntesten Parks in Lima ist der im Bild zu sehende Universitätspark (Parque Universitario). Im Jahre 1870 wurden die kolonialen Mauern, die Lima umgaben, zerstört und 20.000 Quadratmeter für die Errichtung des Platzes bestimmt. Erst 1921 wurde er mit Pflastersteinen ausgelegt und zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Perus, eine 30 Meter hohe Turmuhr errichtet, welche um 12 Uhr die Nationalhymne spielt.

Interessant ist auch Miraflores mit seinen gepflegten Parkanlagen und Gärten. Der Bezirk ist bekannt für seine mit zahlreichen Blumen überfüllten Parks. Erwähnenswert sind dort der Parque Central und derParque Kennedy. An beiden Parkanlagen vorbei verläuft die Avenida Larco Richtung Meer. Die Strände der Gegend sind ein Teil des „Costa Verde“-Gebietes, wo im Sommer viele Tausende von Surfern ihren Sport ausüben. Einen Besuch wert ist sowohl der Parque del Amor als auch der Parque El Olivar in San Isidro mit seinen Olivenbäumen, die einst im 15. Jahrhundert aus Spanien importiert wurden.

Im Süden Limas liegt das Vogelschutzgebiet „Zona Reservada de los Pantanos de Villa“. Das 396 Hektar große Wasserschutzgebiet ist hauptsächlich für Vogelliebhaber interessant. 154 Vogelarten wurden dort identifiziert, die Hälfte davon Wandervögel. Hinzu kommen 55 Pflanzenarten. Das Sumpfgebiet befindet sich im Bezirk Chorrillos, am Ende der Avenida Huaylas, ganz in der Nähe der Panamericana Sur.

Ein weiterer, im Süden Limas gelegener Park, ist der Reserva Park. In ihm gibt es Nachts farbige Wasserspiele, kombiniert mit Lasershows und Skulpturen.

Sport

Das El Nacional in Lima ist das geschichtsträchtigste Stadion in Peru. Dort spielt für gewöhnlich die peruanische Nationalmannschaft und dort fand 2004 das Eröffnungsspiel sowie das Finale der Copa América statt. Das Stadion wurde im Jahre 1952 eingeweiht und hat Platz für 45.000 Zuschauer.

In den letzten Jahren wurde es mit modernen Kommentatorenkabinen ausgestattet, die Bestuhlung und die elektrischen Installationen sind erneuert worden. Seit dieser Zeit verfügt das Stadion, in dem regelmäßig die beiden Serienmeister des Landes, Alianza Lima und Sporting Cristal, aufeinander treffen, über eine moderne elektronische Anzeigetafel und eine Flutlichtanlage.

Letzer Meister wurde 2014 ein anderer Club aus Lima, Universitario de Deportes, oder kurz einfach “U” genannt. Der Club wurde im Jahre 1924 gegründet und spielt in der höchsten peruanischen Fußballliga, der Primera División Peruana. Das Clubeigene Stadion Estadio Monumental “U” bietet Platz für mehr als 80.000 Fans. Universitario de Deportes ist einer der erfolgreichsten Fußballvereine Perus. Er hat 25-mal die peruanische Meisterschaft gewonnen – mehr als jeder andere peruanische Verein.

Neben dem in der Bevölkerung überragenden Thema Fußball spielt in Peru noch das Volleyball eine bedeutende Rolle. Die Damenmannschaft wird von Nathalia Malaga trainiert und erreicht einige internationale Erfolge, was man beim Herrenfußball seit jeher vermisst.

Eine weitere beliebte Sportart ist der Stierkampf. In der Hauptsaison im Oktober und November kommen international bekannte Torerosnach Lima, in den übrigen Monaten finden meist am Sonnabend- und Sonntagnachmittag Stierkämpfe statt. Diese werden in der Plaza de Acho, der ältesten Stierkampfarena Amerikas ausgetragen. Interessant sind auch die Hahnenkämpfe, die im Coliseo Tradicional Sandia in Barranco und im El Rosedal in Surco veranstaltet werden. Pferderennen finden im Jockey Club del Perú in Monterrico statt.

Kulinarische Spezialitäten

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Foto: In Peru gibt es zu Weihnachten Pute und an Neujahr Spanferkel. Sau-lecker!

Besonders im Süden der Stadt, im wohlhabenden Distrikt Miraflores und dem weiter südlich gelegenen Barranco findet sich ein reichhaltiges und diverses Angebot an Restaurants, Cafés und Bars. Eine Spezialität ist die typische Criollo-Küche Limas mit Gerichten mit Fisch und Meeresfrüchten. Unbedingt versuchen sollten Sie eine Platte wie etwa “Chicharrones de Pescados mixta”, wenn Ihnen Paella zusagt, das ist noch viel besser!

Zu diesen landestypischen Spezialitäten gehört auch Ceviche – ein Gericht aus rohem Fisch, welches aber durch die Zugabe von Limettensaft gar ist. Etwas anderes, wir habens probiert und tja es war uns zu sauer mit den Limetten, was aber nicht heissen soll, das es schlecht war, einfach mal wieder Geschmackssache.

Eine weitere Spezialität ist die Causa Limeña, eine kalte Vorspeise, die aus gestampften Kartoffeln fast wie Püree, Thunfisch und Mayonnaise besteht. Dies Zutaten werden wie in einer Auflaufform aufeinander gestapelt. Sehr lecker und auch mit relativ wenig Essen wird man hier dank der Kartoffeln schnell satt.

Der Turrón de Doña Pepa ist eine sehr dekorative Süßspeise, die besonders im Monat Oktober hergestellt wird, in Verbindung zum kirchlichen Fest des Señor de los Milagros. Für unser Empfinden etwas trocken, aber zum Tee oder Kaffee kann man diese Süßspeise durchaus genießen.

Weitere Spezialitäten, die man besonders bei kleinen Essständen in den Straßen der Stadt findet, sind: Anticuchos (Spießchen mit mariniertem Rinderherz), Emoliente (Nahrhaftes Getränk aus Leinsamen und weiteren Zutaten) sowie Picarones (Süßspeise aus frittierten Süßkartoffeln mit Zuckersirup). Wir empfehlen, Sie sollten einfach alles mal probieren, was gut gegart oder gekocht ist.

Eine sehr spezielle Mischung verschiedener internationaler Speisen ist die peruanisch-chinesische Küche Chifa, welche in allen Bevölkerungsschichten populär ist und im Gegensatz zur weltweit üblichen China-Küche verschiedene Elemente der andinen und europäischen Küche beinhaltet. In vielen Restaurants kann man den Köchen bei der Arbeit zusehen, so hat man ein besseres Gefühl, dass hier wohl alles in Ordnung ist.

Sehr beliebt bei der Stadtbevölkerung sind auch Geflügel am Spieß, genannt Pollo a la brasa, welche in zahlreichen Restaurantketten in allen Preisklassen serviert wird. Empfehlenswert hier ist die weit verbreitete Franchise-Kette “Rockys”. Natürlich gibt es auch verschiedene Pizza-Lieferanten, die man per Moto-Delivery-Service ins Haus kommen lässt. Die besten Pizzas für das Geschmacks-Empfinden eines Europäers sind wohl die von Papa John’s.