Einst bauten die Inkas Machu Picchu – dies war im 15. Jahrhundert. Wirklich erklären kann sich heute niemand, wie sie in der Lage waren, in 2.360 m Höhe Steine zu einer Stadt zusammenzutragen und aufzuschichten.
Machu Picchu (falsche Schreibweisen sind übrigens Machu Pitchu und Macchu Picchu) liegt auf einem Bergrücken in den Anden in der Region Cusco und 75 Kilometer nordwestlich der gleichnamigen Stadt. Die Inkazentrale ist mit anderen Orten über schmale Pfade verbunden, so mit den Ruinen von Llactapata. Die Stadt selbst ist terrassenförmig angelegt.

Die historische Bedeutung Machu Picchus

Panoramablick auf Machu Picchu

Panoramablick auf Machu Picchu


Seit 1983 ist Machu Picchu Bestandteil des UNESCO Weltkulturerbes und befindet sich seit 2006 auf der „List of International Historic Civil Engineering Landmarks“. Außerdem zählt Machu Picchu zu den neuen Sieben Weltwundern, die 2007 gewählt wurden. Diese Wahl unterlag allerdings keinen wissenschaftlichen Kriterien. Heute zählt Machu Picchu zu den größten touristischen Attraktionen in Südamerika und wird täglich von rund 2000 Personen besucht. Immer wieder werden Forderungen nach einer Begrenzung der Besucherzahl auf maximal 800 pro Tag laut.

Beste Reisezeit für Peru und Machu Picchu

Wetterkapriolen Peru

Überschwemmungen und Erosionen sind in der Regenzeit im Binnenland häufig anzutreffen

Zwischen April und Oktober liegt die beste Reisezeit für den Urlaub in Machu Picchu. Zu der Zeit fallen nur wenige Niederschläge, es herrscht vielmehr eine andauernde Trockenzeit.

Wer sich für die Küstenregion und die Strände Perus interessiert, sollte dagegen dort zwischen Ende Dezember und Mitte März anreisen. Es tröpfelt dann fast nie, das Wetter ist heiß und der Pazifik ist gut zum Baden geeignet.

Reisen ins Binnenland sind in der Regenzeit von November bis März nicht zu empfehlen. Die peruanische Provinz Urubamba, in der auch Machu Picchu zu finden ist, wird vor allem im Januar von heftigen Regenfällen heimgesucht, welche heftige Erdrutsche nach sich ziehen können.

Reisetipp: Wer als Tourist nicht unbedingt festsitzen möchte, sollte für seine Reise die Zeit zwischen Juni und August wählen. Die Sonne scheint durchschnittlich bis zu acht Stunden pro Tag, im Monat werden maximal zwei Regentage gezählt. Die Höchsttemperaturen liegen bei 21 °C.

Die Anreise nach Machu Picchu

Perurail verbindet Cusco mit Agua Calientes

Perurail verbindet Cusco mit Aguas Calientes

Die Bahnlinie von Cusco nach Aguas Calientes bringt Besucher in die Nähe der Inkastadt. Es gibt keine Straßen, daher ist der Zugang zu Machu Picchu nicht ganz einfach. Also geht es von Aguas Calientes aus mit dem Bus los und über acht Kilometer Serpentinenstrecke bis zur Zitadelle.

Natürlich kann die Strecke auch zu Fuß gegangen werden, was mitunter recht beschwerlich ist. Die Fußwege sind hier mit Stufen gespickt, die den Aufstieg erleichtern. Wer sich ausruhen möchte, findet am Ende des Weges kurz vor den Toren der Stadt ein Hotel. Das „Sanctuary Lodge“ bietet müden Wanderern und Besuchern, die über mehrere Tage hier verweilen möchten, Kost und Logis.
Besonders authentisch ist die Reise, wenn über den camino inca, den Inka-Pfad, nach Machu Picchu gereist wird. Die Wanderung zieht sich über mehrere Tage hin und geht über verschiedene hohe Pässe bis zur Inkastadt. Auf dieser Strecke kann das Sonnentor besichtigt werden, welches direkt zu Fußen der Ruine liegt.

In quasi jedem Reisebericht für Machu Picchu ist zu lesen, dass die Stadt morgens häufig in Wolken gehüllt ist. Dabei zeigt sie sich weniger eindrucksvoll, dennoch entfaltet sich eine ganz interessante Stimmung. Zu dieser Zeit sind meist nur wenige Touristen unterwegs – Vorteil für Backpacker.

Stadteinteilung

Die Einteilung Machu Picchus in Ober- und Unterstadt

Einteilung Machu Picchus: Ober- und Unterstadt

Machu Picchu selbst ist in Ober- und Unterstadt geteilt. Die Tempel- und Palastbezirke befinden sich in der Oberstadt. Dort sind auch die Mauern sehr kunstvoll gestaltet und heben sich enorm von denen der Unterstadt ab. In die Stadtmauer wurde das „Heilige Tor“ integriert, welches Einlass gewährte und als Schutz vor Eindringlingen dient. Hoch heute ist die massive Zugtür erkennbar, allerdings nicht mehr wirklich als Tür, sondern nur noch dank der gut erhaltenen Steinbolzen.

Wie hoch liegt Machu Picchu?

Der höchste Punkt von Machu Picchu ist der Intiwatana. Hier wurde laut der Inkas „die Sonne angebunden“. Sie beobachteten Mond und Sterne und stellten astronomische Beobachtungen an. Von hier aus ließen sich wahrscheinlich Sternbilder und Planetenbahnen beobachten. In der Unterstadt befanden sich die Wohn- und Arbeitsviertel sowie die flachen Terrassen, welche regelmäßig bewässert und intensiv genutzt wurden.

Direkt hinter der Inkastadt befindet sich der Felsen Machu Picchu, welcher der Stadt den Namen gab. Der Felsen hat eine Kegelform und misst rund 300 m. Letzte Rückzugsmöglichkeit der Inkas waren Wohnhäuser und Terrassen, die sie in einer Höhe von 3140 m angelegt hatten. Die Stadt der Inkas war damit letzte Rettung bei Bedrohung.

Aussicht auf die wohl berühmteste Stadt der Inkas

Der Aufstieg auf den Machu Picchu ist nicht ganz ungefährlich, außerdem sehr steil und kräftezehrend. Dafür werden Wanderer und Bergsteiger jedoch mit einem atemberaubenden Blick auf die Stadt, die dann zu ihren Füßen liegt, belohnt. Dieser Blick wird auf keiner Karte erwähnt und es lohnt sich schon allein deshalb, den Aufstieg auf den Machu Picchu zu wagen. Generell ist zu empfehlen, jenseits der ausgetretenen Pfade unterwegs zu sein und sich Machu Picchu nicht als „Massentourist“ anzusehen.