Strandidylle mit Kokospalmen auf Haiti

Haiti Strand

Haiti ist ein Staat, der sich die Insel Hispaniola mit der erheblich größeren Dominikanischen Republik teilt und im Westen der karibischen Inseln liegt. Der Name der Insel kommt aus der Sprache der Tainos, das sind die Ureinwohner von Hispaniola und übersetzt steht Haiti für „bergiges Land“. Die Lebenserwartung auf der Insel ist mit durchschnittlich 53 Jahren nicht besonders hoch.

Es leben ungefähr 8,3 Millionen Menschen auf Haiti, davon sind 95 Prozent schwarz. Allerdings gibt es auch noch 4,9 Prozent Mulatten und einen geringen Prozentsatz von 0,1 Prozent Weißen. Lediglich 33 Prozent der Bevölkerung lebt in Städten, der Rest auf dem Land. Die meisten Einwohner, etwa 1,2 Millionen, findet man in der Hauptstadt Port-au-Prince. Weitere Großstädte auf der Insel sind Carrefour, Delmas und Cap-Haitien. Die Landessprache auf Haiti ist Französisch, allerdings ist vereinzelt auch ein kreolischer Dialekt zu hören.

Welche Währung nutzt man in Haiti?

Das benutzte Geld auf Haiti ist der „Gourde“. Ein „Gourde“ entspricht 100 „Centimes“. Aktuell im Juli 2016 bekommt man für einen Euro etwa 70 Gourdes, ein US-Dollar wechselt um die 60 Gourdes. Was das Geld wert ist und wie man es am besten ausgibt, lest ihr weiter unten.

Klima

Wie auf allen Inseln der Karibik, so herrscht auch auf Haiti subtropisches Klima und einen richtigen Winter mit kalten Temperaturen gibt es eigentlich nicht. Tropenstürme und Hurrikans sind in dieser Zone von Juli bis Oktober eher normal als überraschend, nur die Stärke der Wirbelstürme sind immer verschieden.

Natur

Der größte See des Landes

biggest lake in Haiti @America.de

Etang saumatre


Der Etang saumatre (Brackwasserbecken) ist der größte See in Haiti und der zweitgrößte See der Insel Hispaniola, gleich nach dem Lago Enriquillo. Der Zwilling des Lago Enriquillo befindet sich 22 km östlich von Port-au-Prince auf dem fruchtbaren Terrain du Cul-de-Sac. Der See bietet über 100 verschiedene Arten von Wasservögeln, Flamingos und amerikanische Krokodile, die wohl bis zu sieben Meter lang sein können! Die Farbe des Sees ist ein intensiver Blauton, der malerische See ist umgeben von Kakteen und Klaksteinfelsen.

Bassin Bleu

Versteckt in den Hügeln oberhalb der malerischen Stadt Jacmel im Südosten Region von Haiti, Bassin – Bleu ist eine Erfahrung fürs Leben. Wechseln Sie von den Wasserfällen, schwimmen im kühlen Becken, genießen die kühle Abdeckung der üppigen Vegetation in Ihrer eigenen privaten Grotte. Bassin – Bleu ist wirklich ein nationaler Schatz von Haiti! Ein Ausflug nach Bassin – Bleu ist nur mit einer minimalen Menge von Touristen pro Tag möglich, um die ökologische Integrität zu bewahren.

Sehenswürdigkeiten des Landes

Port au Prince ist bunt und quirlig

Die bunte Hauptstadt Haitis

Haiti bietet jede Menge echte Sehenswürdigkeiten für den Besucher. Jedoch ist es empfehlenswert, bei einem Urlaub nur an Touren teilzunehmen, die von erfahrenen Reiseleitern geführt werden. Die Kriminalitätsrate ist dort recht hoch, die Einwohner Haitis leben auf einem recht niedrigen Niveau. Unheimlich interessant ist es auch, sich etwas über Voodoo auf der Insel erklären zu lassen, denn 70 Prozent der Einwohner gehören dieser Religion an.

Port au Prince

Am meisten zu sehen gibt es in der Hauptstadt Port-au-Prince. Hier gibt es die Kathedrale und auch ein Kunstmuseum, in dem einige Highlights aus der Geschichte des Landes verarbeitet wurden.

Wahoo Bay Beach

Wahoo Bay Beach ist ein Teil der Anlage etwas nördlich der Stadt Port-au-Prince. Es ist ein romantisches Reiseziel, das Gelegenheit für Abenteuer wie Kajak fahren, Schnorcheln und Bergsteigen bietet. Mieten Sie sich einen Stuhl und setzen sich am Strand in der Schönheit der karibischen Gewässern, um die umliegenden grünen Berge zu genießen.

Jacmel Beach

Jacmel ist eine Küstenstadt in Süd- Haiti mit Hotelanlagen, Geschäften und Restaurants fuer jeden Anspruch. Die lebendige Kulturszene der Region wird mit der Einführung von Festivals wie dem Jacmel Film Festival belebt.

Die Nordküste ist geprägt von Zitadellen und auch Ruinen von Palästen, die noch aus der Kolonialzeit stammen. Hier findet sich unsere naechste Stadt:

In und um Cap-Haitien

1670 bereits wurde die Hafenstadt an der Manzanillo Bay gegründet. Sie liegt 274 km von Port-au-Prince entfernt und ist Verwaltungszentrum der Nordprovinz. Im nördlichen Vorort Carenage befinden sich zwei Befestigungsanlagen aus dem 18. Jahrhundert, Fort Magny und Fort Saint-Joseph. Im gleichen Stadtteil liegt die Ruine des Palais Pauline Bonaparte. Noch weiter nördlich an der Küste befinden sich die Ruinen der Befestigungsanlage Fort Picoulet, ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert. Die Bevölkerung wird auf 135.000 geschätzt.

Der große Hafen wurde erst vor kurzer Zeit ausgebaut, ist Umschlagplatz für Holz, Honig, Kaffee und Kakao. Im Stadtzentrum am Place d´Armes stehen die Präfektur, ein Museum und die Kathedrale mit ihrer mächtigen Kuppel. In der Rue 17 und am Boulevard am Meer können Touristen überteuerte Holzschnitzereien, naive Malerei und Voo-Doo-Puppen kaufen.
An verschiedenen Stellen der Stadt finden sich alte Befestigungsanlagen, Stadtmauern und französische Brunnen und Forts.

Die wunderschöne Badebucht von Labadee

Etwa 4 km westlich wird die Bucht von Labadee regelmäßig von den Kreuzfahrtschiffen der Royal Caribbean angelaufen. Dort findet man einen schönen Strand, Restaurants, Bars, Kinderspielplatz, Wassersportmöglichkeiten. Das Areal ist zur Landseite hin abgetrennt.

Schloss Sans-Souci

Die Ruinen des Palais Sans-Souci erheben sich südlich über dem Städtchen Milot, etwa 20km von Cap-Haitien enfernt. Der Name und die Bauweise des Schlosses sind dem Schloss Sanssouci des Preußenkönigs Friedrich II. in Potsdam nachempfunden. Schloss Sans Souci wurde 1842 bei einem schweren Erdbeben zerstört und nicht wieder aufgebaut. Heute ist die deckenlose Ruine dem tropischen Regen und der Sonne ausgesetzt. Zusammen mit der nahe gelegenen Zitadelle La Ferrière wurde Sans Souci 1982 zum UNESCO-Welterbe erklärt, ebenso wie die

Zitadelle La Ferriere

Citadelle alt

La Ferriere


Die Zitadelle ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Im angenehm ruhigen Milot gibt es viele selbsternannte Fremdenführer, die Touristen anbieten, sie zur Festung zu führen. Die Strecke sollte man am besten morgens per Pferd zurücklegen, da der Weg ab der Hälfte nicht mehr für Geländewagen zu schaffen ist. Sowohl die Innenräume, als auch die Treppen und das Dach der Festung sind für die Besucher frei zugänglich.

Dondon

Dondon Caves in Haiti @America.de

Grotten von Dondon


Die Höhlen von Dondon aus präkolumbianischer Zeit sind etwa 30 km von Cap Haitien entfernt. Es gibt mehr als 20 an verschiedenen Orten, einige sind mit Graffiti verziert. Es gibt jetzt auch eine kleine Tour mit zugelassenem Führer, etwa 100 Gourdes.

Chouchou Bay Beach

Dieser Strand in Nord-Haiti ist von grünen, flauschigen Bergen umgeben, die sehr schön die Landschaft zierend das Meer umgeben. Chouchou Bay Beach ist ein ruhiger Fleck Erde mit Korallenformationen auf dem westlichen Ende des Strandes. Ein begehrtes Ziel zum Tauchen oder Schnorcheln. Der Strand ist mit dem Auto von Cap-Haïtien erreichbar, ideal für einen Tagesausflug im Norden haitis.

Weitere interessante Orte auf Haiti

Korallenriffe in Les Arcadins

Der Küstenstreifen Les Arcadins zwischen den Orten Arcahaie und Montrouis nordwestlich von Port-au-Prince ist das Touristenzentrum des Landes. Vor der Küste befindet sich eine bis zu fünf Kilometer breite Bank, die etwa 13 bis 19 m Wassertiefe aufweist. Dort befinden sich die drei Inseln Ile de Sud, Ligthouse Island und Ti Teal, nach denen der Küstenabschnitt benannt ist. Um diese Inselgruppe herum finden Taucher die schönsten Korallenriffe von Haiti.

Piraten bei Les Cayes

Dieser Ort mit etwa 60.000 Einwohner ist 196 km von Port-au-Prince entfernt. Der Kaffeeverladehafen ist heute stark versandet, die Kaffeesäcke werden daher mit flachen Lastkähnen zu den Frachtschiffen gebracht, die vor der Küste ankern. Wahrzeichen der Stadt ist die Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert mit den beiden quadratischen Türmen. Gute 10 km vor der Küste liegt die kleine Insel Ile-à-Vache. Sie war lange ein Piratenstützpunkt. Henry Morgan hat dort seine Flotte für den Angriff auf Panama gesammelt.

Gute Aussichten in Jacmel

Bereits die Spanier erkannten schon die hervorragende Lage dieses Platzes an der Baie de Jacmel. Der Ort an der karibischen Südküste, 105 km vom Port-au-Prince entfernt, liegt wie ein Amphitheater auf einem Hügel. 1698 gründeten sie eine Ortschaft, die durch den Kaffee-Export bald zu Reichtum kam. Noch heute sind dort die Häuser der ehemaligen Kaffeebarone zu bestaunen.

Strandspass in Anse-d’Hainault

Dies ist ein Fischerort mit Landwirtschaft im äußersten Südwesten von Haiti auf der Halbinsel Tiburon, 65 km von der Provinzhauptstadt Jérémie entfernt. 1798 gegründet, verzeichnete man im 19. Jahrhundert eine Blütezeit durch den Direktexport von Bananen. Die etwa 30.000 Einwohner leben überwiegend von der Landwirtschaft. Feigen, Bananen, Kaffee, Kakao, Malanga, Obst und Yams werden angepflanzt. Daneben gibt es etwas Fischerei und Bootsbau. Die touristischen Werte von Anse-d`Hainault sind drei weiße Sandstrände, nur drei Kilometer von der Innenstadt entfernt.

Typische Gerichte des Landes

Menu ist angerichtet : El Griot

El Griot


Die Küche von Haiti wird von verschiedenen Kulturen beeinflusst: indigene, afrikanische und europäische Einflüsse fusionieren zu einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Potpourrie. in dem intensiver Geschmack vorherrscht. Die lokalen Kräuter und Gewürze geben den haitianischen Gerichten ihre charakteristische Note. Schweinefleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Reis und tropische Früchte sind die vorwiegend verwendeten Zutaten in der haitianischen Küche.

Typische Gerichte sind zum Beispiel:

    Reis mit Bohnen
    gebratene Bananen
    Reis mit Erbsen
    El Griot
    gut gewürzte Fischsuppen
    Tassot bestehend aus Pute, Rind oder Ziege mit einer würzigen Marinade
    Hummer gegrillt
    Fleischragout Gärtnerinnen Art
    Gebratenes Schweinefleisch
    Fisch mit scharfer Sauce
    Bacalao a la Criolla
    Italienisch-Haitisches Hähnchen
    Auberginen mit Bechamel
    Reis mit schwarzen Pilzen

In Bezug auf Getränke sind erfrischende Fruchtsäfte, etwa Ananas, Papaya, Mango und Guave sehr beliebt. Auch Michshakes wie der Bananen Milchshake haben ihre Anhänger, neben anderen beliebten Getränken wie Rum, verschiedene Arten von Punsch und Kokoslikör.

Lebenshaltungskosten

Die Speisen auf den Märkten und in vielen einfachern Restaurants haben günstige Preise. Die einheimische Bevoelkerung kann das bezahlen und nutzt gerne Schnellimbisse und die vielerorts in privaten Häusern zu findenden “Restaurants”. Allerdings kann man auch in Haiti viel Geld ausgeben, wenn man sich was leisten moechte. Gerade importierte Waren sind wie auch auf anderen Inseln der Karibik relativ teuer:

Bier Importware 330ml 84 Gourdes
Bier National 500ml 64 G
Wein 750ml 460 G
Wasser 1,5 Liter 100 G
Salat 1 Stück 90 G
Zwiebel 1kg 200 G
Kartoffeln 1 kg 300 G
Tomaten 1 kg 170 G
Orangen 1 kg 530 G
Bananen 1 kg 300 G
Apfel 1 kg 370 G
Rindfleich 1 kg 510 G
Hühnerbrust 1 kg 450 G
Frischkäse 1 kg 300 G
Eier 1 Dutzend 170 G
Reis 1 kg 120 G
Brot 1 kg 100 G
Milch 1 Liter 150 G

Anm: Die Preise der Früchte und Gemüse schwanken jahreszeitlich bedingt recht stark.

Hotels in Haiti

Die touristisch genutzten Hotels im Lande sich relativ teuer und beginnen bei um die 60 Euro fuer ein Einzelzimmer pro Nacht.
Club Indigo
http://clubindigo.net
Kaliko Beach Club
http://plazahaiti.com
Le Montcel
http://montcelhaiti.com
La Villa Creole
http://villacreole.com
Wahoo Bay Beach Hotel
http://wahoobaybeach.com

Malerei

Die für Haiti typische Mischung der Kulturen findet sich auch in der haitianischen Malerei, die afrikanische, französische, spanische und indianische Wurzeln vereint. Leuchtende Farben, mythische Erzählungen, das Paradies des Dschungels, Rituale, Tänze und die Götter des Voodoo charakterisieren die Motive der haitianischen Malerei, die dazu dienen, an die haitianische Vergangenheit zu erinnern.
Auf dem Gebiet der naiven Malerei erlangte Haiti während des vergangenen halben Jahrhunderts Weltruhm. Die Bilder zeigen Traditionen und Landschaften der Republik in kräftigen Farben, Marktszenen, Volksfeste, Feldarbeiten, Früchte oder Tiere, auf Proportionen und Perspektiven wird häufig ganz verzichtet. Mit den reichlich vorhandenen sozialkritischen Themen beschäftigt sich nur eine Minderheit, wie der 1951 in Milot geborene Max Gerbier.

1944 gründete Dewitt Peters in Port-au-Prince das Centre d`Art. Es wurde das Zentrum der naiven Malerei Haitis und brachte berühmte Maler wie Philippe Auguste, Castera Bazile, Rigaud Benoit, Wilson Bigaud, Bottex, Dufont, Etienne und die Gebrüder Obin hervor. Während der 1950er Jahre entstanden weitere Kunstschulen in Saint Marc, Port-de-Paix und Bainet, die häufig miteinander in Konkurrenz traten und den heutigen Stil der Malerei prägten. Ausstellungen in New York, Amsterdam, London und Berlin brachten der haitianischen Malerei größere internationale Anerkennung. Heute zählen auch Jacques-Richard Chéry, Celestin Faustin, Jasmin Joseph und Bernard Wah zu den großen Meistern der naiven Malerei.

Haiti Karte

Map of Haiti

Haiti Karte

Video: Haiti online kennenlernen