In diesem Artikel finden sich die 15 offiziellen Hauptstädte der Länder Südamerikas mit einer Kurzbeschreibung. Alphabetisch geht es vom paraguayischen Asunción über die peruanische Zentrale in Lima bis zur bolivianischen Hauptstadt Sucre.

Hauptstädte Südamerikas

 

Asunción

Asuncion

Kathedrale von Asuncion

Asunción ist die Hauptstadt von Paraguay und mit mehr als 544.000 Einwohnern zugleich größte Stadt des Staates.

Der Name bedeutet übersetzt Mariä Himmelfahrt.

Asunción wird als Mutter der Städte bezeichnet.

Von hier aus wurden im 16.&17. Jahrhundert etliche Expeditionen und Städtegründungen durchgeführt.

Als Beispiel sei die zweite Gründung der heutigen argentinischen Hauptstadt Buenos Aires genannt. Der Ballungsraum um die Stadt fast rund 2 Millionen Einwohner.

Bogotá

Bogota

Bogota

Bogotá ist die Hauptstadt Kolumbiens und Verwaltungszentrum des Departamentos Cundinamarca.

Mit ihren 7,6 Millionen Einwohnern im eigentlichen Stadtgebiet und über  8,5 Millionen in der Agglomeration (Volkszählung 2013) ist Bogotá einer der am schnellsten wachsenden Millionenmetropolen dieser Welt und mit Abstand die größte Stadt Kolumbiens.

Die Stadt ist Verkehrsknotenpunkt sowie wichtigstes Wirtschafts- und Kulturzentrum des Landes mit Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern.

Der Name Bogotá stammt von dem einheimischen Wort Bacatá ab.

Dies war der Name der Hauptstadt der Zipa-Konföderation der Muisca-Zivilisation.

Die Gegend, in der heutzutage die Stadt liegt, war unter dem Namen Muequetá bekannt.

Brasília

Kirche-Brasilia

moderne Kirche in Brasilia

Brasília ist die Hauptstadt Brasiliens. Sie liegt im Distrito Federal do Brasil und hat etwa 2,56 Millionen Einwohner (Census 2010) auf einer Fläche von 5.802 Quadratkilometern.

Die Kernstadt hat 205.030 Einwohner (Census 2010) und eine Fläche von 472,12 Quadratkilometern.
In der Metropolregion Brasília, die bis in die Bundesstaaten Goiás und Minas Gerais hineinreicht, leben rund 3,5 Millionen Menschen (Census 2007) auf einer Fläche von 55.570 Quadratkilometern.

Ursprünglich war das heutige Salvador da Bahia die Hauptstadt von Brasilien.
Seit der Stadtgründung im Jahr 1549 und für mehr als 200 Jahre.
1763 wurde Rio de Janeiro die Hauptstadt und behielt diesen Status fast 200 Jahre lang.

Buenos Aires

Buenos Aires

Obelisk in Buenos Aires

Buenos Aires ist die Hauptstadt Argentiniens.

Ihre Gründer benannten sie nach der Heiligen Maria der guten Luft. Die „guten Lüfte“ beziehen sich auf die Lage der Stadt, unmittelbar jenseits der südlichen Grenze des Verbreitungsgebiets der Malaria.
Damals glaubte man, die Krankheit werde von der Luft verursacht.
Die offiziell 202 Quadratkilometer große Stadt bildet den Kern einer der größten Metropolregionen Südamerikas, dem Gran Buenos Aires mit etwa 13 Millionen Einwohnern.

Sie wird oft als „Wasserkopf“ Argentiniens bezeichnet, da sich hier fast alle wichtigen Institutionen des Landes befinden und in der Stadt und vor allem in der Umgebung etwa ein Drittel aller Argentinier wohnt. Buenos Aires ist ein wichtiges kulturelles Zentrum in Suedamerika und wurde 2005 durch die Unesco mit dem Titel Stadt des Designs ausgezeichnet.

Caracas

Caracas-Stadtansicht

Caracas Stadtblick

Caracas ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Venezuelas. Die Stadt gilt als Kultur- und Wirtschaftszentrum des Landes. Die Einwohnerzahl ist auf Grund der informellen Stadtentwicklung schwer einzuschätzen. Die Schätzungen reichen von 2 bis 3 Millionen für den zentralen Verwaltungsbezirk und bis zu 4 bis 5 Millionen für Großcaracas mit allen seinen Außenbezirken.

Kolumbus erreichte 1498 als erster Europäer die Küste von Caracas. Es entstand dort eine kleine Kolonie, welche Karl V. 1526 als Lehen der Krone Kastilien dem Handelsherrn Welser zu Augsburg als Entschädigung für eine Anleihe erblich übergab. Die Welser behielten indes die Besitzung nur bis 1546.

Die eigentliche Stadt wurde 1567 vom spanischen Eroberer Diego de Losada unter dem ursprünglichen Namen Santiago de León de Carácas gegründet. Später war Caracas Hauptstadt eines spanischen Generalkapitanats und Sitz des Gouverneurs.

Cayenne

Cayenne City

Cayenne Stadt, Fr. Guayana

Cayenne ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt des französischen Überseedépartements Französisch-Guayana mit 55.753 Einwohnern (Census 2010) und einer Fläche von 23,6 km².
Die Stadt liegt auf einer gleichnamigen Halbinsel in der Mündung des Río Cayenne in den Atlantik. Eine erste französische Besiedlung der Halbinsel 1604 durch eine von Heinrich IV. gesandte Expedition wurde nach wenigen Jahren aufgrund der Zerstörung durch die Portugiesen aufgegeben. Am 27. November 1643 wurde die Stadt unter dem Generalleutnant des Königs Charles Poncet de Brétigny wiedergegründet. Im Jahre 1652 wurden die ersten Sklaven eingeführt.

Georgetown

Georgetown-Guyana

Georgetown, Guyana

Georgetown ist die Hauptstadt von Guyana mit 32.563 Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 134.599 in der Agglomeration (Census 2005).
Die 1781 gegründete Stadt ist Sitz des katholischen Bistums Georgetown und der Karibischen Gemeinschaft.
In der Stadt befindet sich ebenfalls eines von acht Regionalsitzen der Internationalen Transportarbeiter-Föderation. Georgetown wurde während der französischen Besetzung der Kolonien Essequibo und Demerara 1781 unter dem Namen Longchamps gegründet. Nach Rückgabe der Kolonien 1783 an die Niederlande erhielt die Stadt den Namen Stabroek, nach Nicolaas Geelvinck, Herr von Stabroek (Belgien), der einer der Direktoren im Vorstand der Niederländischen Westindien-Kompagnie (Herren XIX) war.

Die Kolonien Essequibo und Demerara wurden von 1796 bis 1802 und von 1803 bis 1814 durch die Briten eingenommen. 1814 wurden die Kolonien offiziell an das Vereinigte Königreich übertragen. Anschließend erhielt die Stadt ihren heutigen Namen Georgetown, benannt nach dem britischen König Georg III.

Lima

Lima-Peru

Strand im Süden Limas

Lima ist die Hauptstadt des südamerikanischen Anden-Staates Peru und die mit Abstand größte Stadt des Landes.
Im Verwaltungsgebiet der Stadt, der Provinz Lima, leben 7.605.742 Menschen (Census 2007). In der Konurbation Limas mit der Hafenstadt Callao leben insgesamt 8.482.619 Einwohner (Stand 2007). Beide Städte bilden die Metropolregion Lima.

Lima ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Peru mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern. Die Altstadt von Lima wurde 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Montevideo

Monetvideo

Strand und Rambla in Montevideo

Montevideo ist die Hauptstadt und Primatstadt Uruguays. Sie liegt am Mündungstrichter des Río de la Plata. Sie zählt rund 1,3 Mio. Einwohner und ist das wirtschaftliche, administrative und kulturelle Zentrum des Landes.
Montevideo zählt zu den zehn sichersten Städten Lateinamerikas und ist zudem nach einer Studie die südamerikanische Stadt mit der höchsten Lebensqualität.
Die Economist Intelligence Unit führt Montevideo in Bezug auf die Lebensqualität in ihrer Studie aus dem Jahr 2012 hinter Buenos Aires und Santiago de Chile an dritter Stelle der lateinamerikanischen Städte und auf Position 65 weltweit.

Paramaribo

Paramaribo-Haus

Typisches Dutch Haus in Paramaribo

Paramaribo ist die Hauptstadt und gleichzeitig einer von zehn Distrikten der Republik Suriname in Südamerika. Der Name Paramaribo ist wahrscheinlich von einem Karibendorf, Parmirbo abgeleitet.
Im Jahr 1613 gründeten die beiden Niederländer Dirck Claeszoon van Sanen und Nicolaas Baliestel eine kleine Handelsgesellschaft in der Nähe von Parmirbo am Westufer des Suriname.

Die Architektur von Paramaribo ist ein Gemisch von niederländischen, französischen- und später auch amerikanischen Einflüssen. Diese Einflüsse hängen eng mit den historischen Entwicklungen zusammen, die das Land durchlebt hat. Hierdurch hat Paramaribo einen vollkommen eigenen Stil entwickelt, wobei hauptsächlich Holz- und weniger Ziegelsteine verwendet wurden. Besonders spiegelt sich die multi-ethnische und multi-religiöse Zusammenstellung der Bevölkerung in der Vielzahl unterschiedlicher und unterschiedlich gestalteter religiöser Gebäude, wie Kirchen, Synagogen, Moscheen und Tempeln.
Seit Juli 2002 steht das historische Zentrum von Paramaribo auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Quito

Quito

Quito

Quito ist die Hauptstadt von Ecuador und liegt 20 Kilometer südlich des Äquators in einem 2.850 m hohen Becken der Anden.

Damit ist Quito noch vor der bolivianischen Hauptstadt Sucre die höchst gelegene Hauptstadt der Welt. Sie ist mit rund 2,2 Millionen Einwohnern nach Guayaquil die zweitgrößte Stadt des Landes. Außerdem ist sie Hauptstadt der Provinz Pichincha und des Kantons Quito. Die Altstadt Quitos gehört zum Weltkulturerbe. Die Stadt selbst hat eine Fläche von etwa 290 km² und etwa 1,6 Millionen Einwohner (Stand 2010).
Das Einzugsgebiet der Stadt ist etwa 1.000 km² groß und hat etwa 2,3 Millionen Einwohner (Stand 2010).

Santiago de Chile

Regierung Santiago

Regierungsgebäude Santiago de Chile

Santiago de Chile, offiziell und kurz Santiago, ist die Hauptstadt und Primatstadt von Chile. Das Stadtgebiet ist Teil der Hauptstadtregion, die neben der Provinz Santiago weitere fünf Provinzen umfasst. Im städtischen Siedlungsgebiet leben etwa 5,4 Millionen Menschen, in der gesamten Región Metropolitana sind es 8 Millionen (Stand 2009).

Damit leben etwa 40 Prozent aller Chilenen in der Hauptstadt oder in ihrer direkten Umgebung. Die Stadt ist das unbestrittene politische Zentrum Chiles, auch wenn das chilenische Parlament, der Nationalkongress, in Valparaíso tagt. Santiago ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt sowie das bedeutendste Wirtschafts- und Kulturzentrum von Chile mit zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Museen und Baudenkmälern.

Die bedeutendsten Unternehmen Chiles haben ihren Sitz in Santiago, ebenso viele ausländische Dependancen. Die Hauptstadt ist zudem das Medienzentrum des Landes.

Stanley

Stanley Falkland Inseln

Stanley

Stanley ist die einzige Stadt und zugleich Hauptstadt und Regierungssitz der Falklandinseln.
Sie befindet sich auf Ostfalkland. Stanley ist eine Hafenstadt und hat 2.115 Einwohner (Stand 2006).
Die Siedlung wurde 1843 begründet, seit 1845 ist der Ort Hauptstadt. Sie wurde nach Lord Stanley benannt, dem „Secretary of State for War and the Colonies“ Englands. Zur Zeit des Britischen Empires war der Ort eine wichtige Versorgungsstation der britischen Marine.

Stanley übernahm als Tiefseehafen die Reparatur von Schiffen, wurde eine Basis für Walfänger und Robbenjäger und versorgte die Schiffe mit Kohle. Erdrutsche, ausgelöst durch intensive Torfgewinnung, führten 1879 und 1886 jeweils zu schweren Zerstörungen im Ort. 1914 ankerten hier die britischen Kriegsschiffe, die das deutsche Ostasiengeschwader im Seegefecht bei den Falklandinseln vernichteten.

Sucre

Sucre

Sucre Stadtansicht

Sucre ist die konstitutionelle Hauptstadt von Bolivien und Sitz des obersten Gerichtshofs, es liegt im zentralen Südteil des Landes und ist Hauptstadt des Departamento Chuquisaca. Die Stadt ist seit 1839 nach dem revolutionären Führer Antonio José de Sucre benannt. Sie ist für ihre Schokoladen-Spezialitäten bekannt. Im Jahr 2012 lebten an die 260.000 Einwohner in Sucre, sie ist damit die sechstgrößte Stadt Boliviens.

Sucre wurde 1538 von Pedro Anzurez Marques de Campo Redondo als Ciudad de la Plata de la Nueva Toledo gegründet und war kurz als La Plata sowie Charcas und auf Quechua als Chuquisaca bekannt.
Das heutige Bolivien wurde im 18. Jahrhundert für seinen Reichtum an Silber La Plata genannt. Danach ist auch der Río de la Plata benannt, weil dort die Ausfuhrhäfen für das Silber waren.