Jamaika: Ganzjährig tropische Temperaturen, feine weiße Sandstrände und eine ganz und gar entspannte Atmosphäre. Aus relativ kleinen Lautsprechern tönende Reggae Klänge umschmeicheln den Gehörgang. Vermutlich haben auch Sie diese Assoziationen, wenn Sie an Jamaika, die drittgrößte Insel der Großen Antillen in der Karibik, denken.

Die Insel entdecken

Damit Sie in Ihrem Urlaub auf Jamaika jedoch nicht nur den Hotelstrand sehen, sondern auch die Kultur und paradiesische Natur der Insel kennenlernen, erfahren Sie hier, auf welche Sehenswürdigkeiten Sie sich bei einer Reise nach Jamaica einlassen sollten. Diese Insel hat viel zu bieten und empfängt den Besucher mit offenen Armen.

Das Bob Marley Museum

bobby
Reggae-Legende Bob Marley

Die bekannteste kulturelle Sehenswürdigkeit von Jamaika ist wohl das Bob Marley Museum in der Hauptstadt Kingston. Es befindet sich direkt bei dem ehemaligen Wohnhaus des bekannten Reggae Musikers. Diese Sehenswürdigkeit sollten Sie sich also nicht entgehen lassen, wenn Sie sich fragen, wie es dieser Musikkünstler schaffte, so berühmt zu werden.

Das Wohnhaus wurde im Baustil des 19. Jahrhunderts erbaut. Bob Marley lebte hier bis zu seinem Tod im Jahre 1981. Seine Frau Rita verwandelte das Wohnhaus kurz nach seinem Tod in ein Museum – in Gedenken an ihren Mann und zu Ehren seines Lebenswerkes. An sich stellt das Haus keine besondere Sehenswürdigkeit dar. Sehr viel interessanter hingegen ist das Museum:
Hier können Sie einen Einblick in das Leben der Reggae-Legende gewinnen. Diese Sehenswürdigkeit beherbergt in ihrem Inneren unter anderem Gold- und Platin-Schallplatten, Tourneeplakate und verschiedene Bühnendekorationen, die der Künstler einst auf seinen Konzerten verwendete.
Eine Fotogalerie, ein Theater, ein Souvenirshop und ein Nachbau des ersten Plattenladens des Musikers in Trenchtown, zeigen den Touristen zudem aufregende Details. Für etwa 10 US Dollar können Sie – von Montag bis Samstag – an einer Führung teilnehmen, die im Schnitt circa eine Stunde dauert. Am Ende dieser Führung wird meist ein Film gezeigt, der originale Konzertausschnitte widergibt.

Die Stadt Kingston (Kingston Town) besuchen

Stadt Ansicht Kingston Town Jamaica @Amerika ReiseführerNeben dem Bob Marley Museum ist auch die Stadt Kingston Town, die an der Südküste von Jamaika liegt, an sich eine Sehenswürdigkeit. Sie tauchte schließlich nicht ohne Grund in einigen Liedern Bob Marleys auf. Sie bietet Ihnen einen Einblick in die längst vergangene Kolonialzeit der Insel. Hier treffen zum großen Teil nicht mal restaurierte Kolonialbauten auf sehr moderne Bürohäuser, Hotelblocks und Wohnsiedlungen, wie auf dem Bild sehr schön zu sehen ist.

Montego Bay

montego buchtDoch eine ebenso lohnenswerte Sehenswürdigkeit auf Jamaica ist Montego Bay. Diese stellt die zweitgrößte Stadt der Insel mit ihren etwa 80.000 Einwohnern dar. Montego Bay ist nicht nur wegen seinen schönen Stränden ein idealer Badeort, die Innenstadt bietet außerdem auch ein paar Höhepunkte. Bei einer Stadtrundfahrt können Sie wohl den besten Einblick über die Sehenswürdigkeiten gewinnen. Dazu zählen unter anderen das Denkmal vom Nationalhelden Sam Sharpe, das Herrenhaus Rose Hall aus dem Jahre 1760 und die Rockland Feeding Station – wo Sie verschiedene Vogelarten beobachten können.

Spanish Town

Im südlichen Osten Jamaikas findet sich Spanish Town im County Middlesex. Mit etwa 165.000 Eiwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt der Insel. Die ehemalige Hauptstadt Jamaikas (bis 1872) befindet sich etwa 15 Kilometer westlich der heutigen Hauptstadt Kingston.
An sehenswerten Bauwerken aus der Kolonialzeit findet sich das Old House of Assembly, die frühere Residenz des Gouverneurs King’s House und die älteste anglikanische Kirche Jamaikas Saint Catherine’s Cathedral von 1714.

Nine Mile

nine mile geburtshaus marleysWeiterhin loht sich zudem auch ein Besuch von Nine Mile, der Geburtsstadt von Bob Marley, und dem dortigen Mausoleum, das von acht bis zweiundzwanzig Uhr für die besucher geöffnet ist das täglich. Auch ist der Besuch der Rumfabrik in St. Elizabeth zu empfehlen. Eine Fahrt nach May Pen, der Stadt, die mit dem steinernen Glockenturm überzeugt, im Landesinneren. Eine Sehenswürdigkeit von Jamaica, die noch nicht jeder Tourist kennt.

Ocho Rios

Hafen von Ocho Rios JamaicaDie Kleinstadt Ocho Rios liegt in einer lang gezogenen Bucht im Norden der Insel. Am Westende der Stadt liegt die wunderschöne White River Bay. Die Sandbeach Bay verläuft von Westen nach Osten. Die Bucht von Ocho Rios wird primär von Kreuzfahrern angefahren. Von hier aus gibt es Ausflüge etwa zu den Dunn’s River Falls. Auch der Kunsthandwerksmarkt mit dem Namen Craftmarket ist hier sehenswert. Wer etwas sportlicher ist, kann auch zum Rafting auf dem White River, das nahe von Ocho Rios liegt.

Die landschaftlichen Highlights in Jamaika

Jamaika-Bootsfahrt
Bootsfahrt in Jamaika

Schnell werden Sie auf Jamaica in Erfahrung bringen, dass diese karibische Insel nicht nur architektonische und kulturelle Sehenswürdigkeiten birgt, sondern vor allem auch durch seine landschaftliche Vielfalt und Schönheit fasziniert.
Die rund 11.000 Quadratkilometer, welche die Fläche der Insel Jamaika ausmachen, bergen nicht nur Sandstrände, sondern auch dichte Wälder, Wasserfälle, mächtige Gebirgszüge und geheimnisvolle Höhlensysteme.

Dunn’s River Wasserfall

Wasserfälle Dunns Falls auf Jamaika
Dunns Falls
Die bekannteste landschaftliche Sehenswürdigkeit ist der Dunn’s River Fall. Er ist terrassenförmig angeordnet und stürzt beinahe 200 Meter tief ins Meer hinab. Dieser Wasserfall wird besonders gern von Jamaika Touristen bei einer kurzen Klettertour von unten nach oben durchquert. Lassen auch Sie sich dieses Erlebnis nicht entgehen! Dunn’s River Falls befindet sich in der Nähe des Städtchens Ocho Rios im Norden Jamaikas. Der Wasserfall ist direkt neben einer weiteren beliebte Attraktion, dem Dolphin Cove, gelegen. Die Fälle können allerdings an einigen Stellen glatt sein, also bitte Vorsicht walten lassen.

Black River

Blick auf den Black River JamaicaWasser ist auf dieser Insel fast überall präsent. Auch der 53 Kilometer lange Black River gehört maßgeblich hinzu. Er entspringt in den Bergen des Cockpit Country. Seinen Namen erhielt er aufgrund des fast schwarzen Flussgrundes, der das Wasser an der Oberfläche sehr dunkel erscheinen lässt. Das Wasser an sich ist jedoch kristallklar. Um den Fluss herum wachsen dichte Mangroven, Schilf und Wasserhyazinthen. Er galt als längster Fluss Jamaicas, bis man bei einer Neuvermessung feststellen musste, dass der Rio Minho noch ein Stückchen länger ist.

Krokodile im “Schwarzen Fluss”

Kroko im Black River in Jamaila @Amerika ReiseführerHier und da verstecken sich Krokodile – das Highlight bei einer Bootstour auf dem Black River, Wasservögel und andere exotische Tierarten. Etwa 35 Krokodile wohnen im Black River. Bei einer etwa eineinhalb Stunden langen Bootsfahrt zeigen die Bootsführer gern, dass diese Reptilien ihnen sogar aus den Händen fressen. Erleben sie solch eine Führung live und halten Sie den Atem an, wenn die Schnauze des Krokodils plötzlich aus dem dunklen Wasser auftaucht!

Tierleben auf Treasure Reef

Eingang zur Dolphin CoveDoch nicht nur Krokodile und Wasservögel wohnen in den Gewässern von Jamaika und stellen eine tolle natürliche Sehenswürdigkeit der Region dar. Beim Treasure Reef haben Sie die Möglichkeit in der Dolphin Cove Define zu beobachten und in den Runaway Caves, im Norden der Insel, dürfen Sie nicht erschrecken, wenn Sie in dem grünen See, der sich in 35 Metern Tiefe befindet, auf einmal blinde Fische erkennen und sich über Ihrem Kopf eine Fledermaus bemerkbar macht.

Die kühlen Blue Mountains

Bungalows in den Blue Mountains Neben diesen Höhepunkten wäre es empfehlenswert, auch einen Ausflug zu den Blue Mountains zu unternehmen. Dieser Gebirgszug befindet sich im Osten von Jamaika und verspricht ein wenig Abkühlung vom heißen Klima am Strand. Beginnen Sie Ihren Ausflug am besten von Port Antonio aus. Da die Straße hinauf zu den Bergen nur anfangs asphaltiert ist und sich schließlich in eine Piste verwandelt, sollten Sie anstatt auf einen einfach PKW lieber auf einen Jeep setzen.
Den Gipfel müssen Sie allerdings zu Fuß erklimmen, denn auf etwa 1.800 Metern wird es unmöglich, mit dem Jeep weiterzufahren. Auf dem Gipfel angelangt – auf 2.166 Metern -, erwartet Sie schließlich ein toller Ausblick bis hin zur Küste.
Unter Ihnen zeigen sich eine üppige Palmenlandschaft, eine tropische Vegetation und zahlreiche Kaffeeplantagen während neben Ihnen eine karge und kühle Gebirgslandschaft liegt – was für ein spannender Gegensatz!