Die fünf größten Nationalparks in Kanada vorgestellt

1. Wood-Buffalo-Nationalpark

Wood-Buffalo-Nationalpark-Kanada

Wood-Buffalo-Nationalpark-Kanada

Der Wood-Buffalo-Nationalpark wurde 1922 im Grenzbereich der Provinz Alberta und der Nordwest-Territorien gegründet und ist mit einer Fläche von 44.802 km² der größte kanadische Nationalpark. 1983 wurde er durch die UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Das Gebiet wurde 2013 auch in vollem Umfang als Dark Sky Preserve (Wood Buffalo Dark Sky Reserve) ausgewiesen, womit es auch das weltweit größte Lichtschutzgebiet ist.

Der Nationalpark ist vor allem durch die ihn im Osten begrenzenden Flussläufe des Athabasca River und des Slave River sowie durch den ihn von Westen nach Osten durchfließenden Peace River und die Südwestspitze des Athabascasees charakterisiert. Die Fläche des Nationalparks ist weithin mit Koniferen- und Mischwäldern bedeckt. Im Südwesten der Kleinstadt Fort Smith erstreckt sich westlich des Slave Rivers das bedeutendste Gipskarstgebiet Nordamerikas. Hier befinden sich Hunderte von Höhlen, Dolinen und Karstquellen sowie ein ausgedehntes Netz von unterirdischen Flüssen.

Tiere und Pflanzen im Park

Gegründet wurde der Park, um die Nistplätze der vom Aussterben bedrohten Schreikraniche und die letzten hier noch lebenden Waldbisons zu schützen. Heute schätzt man den Bestand an Bisons auf etwa 6000 Tiere. Sie bilden inzwischen die weltweit größte Gruppe frei lebender Bisons. Außerdem sind hier noch mehrere Wolfsrudel, ferner Schwarzbären, Grizzlys, Luchse, Elche, Polarfüchse, Biber, Murmeltiere und viele andere Tierarten beheimatet. Auch Weißkopfseeadler bauen in Baumwipfeln ihre Nester.
Hinsichtlich seines Pflanzenwuchses zählt der Park zu den artenreichsten Ökosystemen Nordamerikas. In den Nadel- und Mischwäldern und auf den salzhaltigen Ebenen gedeiht eine Vielzahl von Sumpf- und Präriepflanzenarten.

Anreise

Der günstigste Ausgangspunkt für den Besuch des Wood-Buffalo-Nationalparks ist Fort Smith, das mit dem Fahrzeug auf einem Abzweig des Mackenzie Highway über den Hay River, oder mit dem Flugzeug sowohl von Edmonton, wie von Yellowknife aus zu erreichen ist.

2. Quttinirpaaq

Quttinirtaaq-nationalpark-kanada

Ein Gletscher im Quttinirtaaq National Park im Norden Kanadas

Der Quttinirpaaq-Nationalpark ist mit einer Fläche von 37.775 Quadratkilometern der größte Nationalpark von Nunavut und der zweitgrößte der zurzeit 44 Nationalparks in Kanada sowie auch der nördlichst gelegene von ihnen. Sein Inuktitut-Name bedeutet „Gipfel der Welt“. 1988 wurden wesentliche Teile des Nordens der Ellesmere-Insel unter dem Namen „Ellesmere National Park Reserve“ zum Schutzgebiet erhoben; 1999 erhielt das Gebiet den Namen „Quttinirpaaq“, und die endgültige gesetzliche Verankerung als Nationalpark erfolgte mit der kanadischen Nationalpark-Verordnung vom 19. Februar 2001.

Geografisch umfasst der Quttinirpaaq-Nationalpark den Norden der Ellesmere-Insel mit Ausnahme eines größeren Areals rund um die kanadische Militärstation Alert im äußersten Nordosten der Insel. Der Nationalpark stellt ein von jeder Zivilisation weit entferntes, stark zerklüftetes Gebiet von insgesamt knapp 20 Prozent der Insel dar, was etwa 10 Prozent der Fläche Deutschlands entspricht. Die Küsten des Nationalparks werden vom Arktischen Ozean umschlossen und sind von Gletschertälern, tiefen Landeinschnitten und insgesamt sieben Fjorden stark zerklüftet.Der Quttinirpaaq ist mit jährlichen Niederschlägen von nur 60 Millimetern eines der trockensten Gebiete der nördlichen Hemisphäre, eine sogenannte Polarwüste.

Pflanzen und Tiere im Park

Die Gletscherregionen des Nationalparks geben nur eingeschränkt Raum für Pflanzenwuchs. Auf Endmoränen, Seitenmoränen, Eskern und anderen Gletschergründen haben sich jedoch mit der Zeit Bodenkrumen entwickelt, so dass sich nicht nur Flechten und Moose, sondern in windgeschützten, der Sonne zugewandten eisfreien Zonen Gefäßpflanzen ansiedeln konnten. Vor allem in Gebieten, in denen sich Grundwasser staut, bildeten sich nährstoffhaltige Böden als Basis für Vegetation, und so hat in der Hazensee-Oase eine reiche Pflanzen- und Tierwelt entwickelt. Ende Juli, Anfang August blühen in den Moos-, Flechten- und Gras-Matten vor allem verschiedene Weidenarten, der gelbe Arktische Mohn, die weiße Silberwurz und die roten Kissen des Stängellosen Leimkrauts. Insgesamt wurden etwa 130 Pflanzenarten gezählt.

Herbivoren, in erster Linie Moschusochsen, Peary-Karibus, Polarhasen und Lemminge, dienen diese Pflanzen als Nahrung. Sie ihrerseits fallen Polarwölfen, die hier seit über 1.000 Jahren zu Hause sind, zur Beute. Auch Polarfüchse leben hier. Gegenwärtig leben auf dem Gebiet des Parks etwa 20 Wölfe, 200 Peary-Karibus und 2.000 Moschusochsen. Über 30 Vogelarten, darunter Sturmvögel, Küstenseeschwalben, Raubmöwen und andere Möwenarten, brüten im Sommer auf dem Gebiet des Nationalparks. An den Meeresküsten halten sich Ringelrobben, Bartrobben, Walrosse und gelegentlich auch Wale und Eisbären auf. An Fischen ist im Hazensee als eine einzige Art der Seesaibling heimisch.

Anreise

Jährlich kommen mit Chartermaschinen zwei, drei Besuchergruppen als Tagestouristen und an die vierzig Tourengänger zum Tanquary-Fjord. Die Tourengänger brechen meist von hier auf, um auf einer der üblichen Routen in 8 bis 12 Tagen zum Lake Hazen zu wandern. Die Rückkehr erfolgt gewöhnlich mit einem vorbestellten Charterflugzeug. Zuweilen wird auch die umgekehrte Route gewählt. Während ihrer Tour bleiben die Wanderer immer in Funkkontakt mit dem Basislager.

3. Sirmilik

Bylot-Insel-Nasafoto

Die Bylot Insel (Nasa)

Der Sirmilik-Nationalpark umfasst die Bylot-Insel sowie Teile der nördlichen Baffin-Insel und ist mit rund 22.200 Quadratkilometern der drittgrößte der mehr als 40 Nationalparks in Kanada. Sein Inuktitut-Name bedeutet „Ort von Gletschern“. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Schaffung des Nationalparks wurden im Jahr 1999 getroffen und in der kanadischen Nationalpark-Verordnung vom 19. Februar 2001 festgeschrieben, nachdem zuvor schon 1965 auf der Bylot-Insel ein Vogelschutzgebiet errichtet worden war.

An der Nordostflanke der Bylot-Insel treffen die Ozeanströmungen der Baffinbai und des Lancastersundes zusammen und verursachen die Bildung einer lang gezogenen, dreispitzigen Polynja, einer „Stelle, wo Strömungen das Meer selbst in härtesten Wintern nicht zufrieren lassen“. Diese Polynja (Lancaster Sound Polynya) erstreckt sich vom Lancastersund um die Nord- und Ostküste der Bylot-Insel in die Baffinbai und nach Norden an der Ostküste der Devon-Insel entlang. Sie ist der wesentlichste Grund dafür, dass die rund 11.000 Quadratkilometer große Bylot-Insel mit ihren steil aufragenden Felsen am Cape Hay im Nordwesten am Lancastersund und rund um das Cape Graham Moore im Südosten am Übergang des Pond Inlet in die Baffinbai zu einem Vogelparadies und schon als Vogelschutzgebiet, das auch das Meer in 3.200 Metern Umkreis einschließt, zur bekanntesten Region des Nationalparks wurde.

Klimabedingungen im Nationalpark

Im Norden der Baffin-Insel herrscht polares Meeresklima, was lange, kalte Winter und kurze, kühle Sommer bedeutet. Das Frühjahr endet erst Mitte Juni, und die wärmste Zeit ist Ende Juli, Anfang August mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 10 °C. Der Januar als kältester Monat hat durchschnittliche Höchsttemperaturen von etwa -30 °C. Niederschläge fallen verhältnismäßig reichlich, was sich positiv auf die Flora auswirkt.

Tierbestand

Die Polynya an der Nordostflanke der Bylot-Insel bietet arktischen Vögeln und Meeressäugern besonderen Nahrungsreichtum und lässt so den Nationalpark, vor allem aber die Bylot-Insel, zur Frühlings- und Sommerheimat einer beständigen und reichhaltigen Seevogelwelt werden; für bestimmte Arten liegen hier sogar die größten Brutkolonien der Erde. Im Vogelschutzgebiet der Bylot-Insel wurden insgesamt mehr als 50 Vogelarten beobachtet, von denen mindestens 30 Arten hier brüten.

Das Flachland mit seiner Tundra im Südwesten der Insel beherbergt im Sommer viele Arten von SingvögelnWatvögeln und Wasservögeln. Hier nisten über 100.000 größere Schneegänse. Auch die typisch arktischen Vogelarten Steinwälzer und Weißbürzel-Strandläufer kommen hierher, und wenigstens drei gewöhnlich in Europa beheimatete Vogelarten wurden hier beobachtet: Sand-Regenpfeifer, Knutt und Steinschmätzer.

Die Zahl der auf den Palisadenklippen nistenden Dickschnabellummen wird auf etwa 320.000 und die der Dreizehenmöwen auf über 50.000 geschätzt. Zu den in großer Zahl vorkommenden Arten zählen überdies Gryllteisten, nordische Sturmvögel, Prachteiderenten neben gewöhnlichen Eiderenten, Eismöwen,Elfenbeinmöwen, Küstenseeschwalben, Schmarotzerraubmöwen und kleine Krabbentaucher aus den riesigen Kolonien des Lancaster-Sund.

Während der Eisschmelze breitet sich die Fläche offenen Wassers immer mehr aus und bietet Algen und Zooplankton einen idealen Nährboden. Hiervon profitiert eine Vielfalt von Fischarten, so auch der zahlreich auftretende Polardorsch und der arktische Seesaibling. Es entstehen auf diese Weise reiche Nahrungsgründe – nicht nur für die Vogelwelt, sondern auch für verschiedene Robbenarten, etwa die Bartrobbe und die Ringelrobbe, die ihrerseits wiederum vielen Eisbären als bevorzugte Nahrung dienen; man schätzt, dass sich im Sommer etwa 150 Eisbären auf der Insel aufhalten. In diesen Gewässern ist auch der zu den Gründelwalen gehörige Narwal beheimatet. Während des Spätsommers kommt mehr als die Hälfte aller Narwale der Welt zur Koluktoo Bay am Rande des Eclipse-Sunds. Daneben kommen in diesen Gewässern noch andere Meeressäuger vor, allerdings verhältnismäßig selten: der Weißwal, der Grönlandwal, der Buckelwal und das Walross. An Landsäugern kommen im Nationalpark Karibus, Polarfüchse, arktische Wölfe, Erdhörnchen und Polarhasen vor.

Pflanzenvorkommen

Die stark vergletscherten Regionen des Nationalparks lassen nur eingeschränkt Raum für Pflanzenwuchs. Auf Endmoränen, Seitenmoränen, Eskern und anderen Gletschergründen haben sich jedoch mit der Zeit Bodenkrumen entwickelt, so dass sich nicht nur Flechten und Moose, sondern in windgeschützten, der Sonne zugewandten eisfreien Zonen Gefäßpflanzen ansiedeln konnten. So entstanden Pflanzenkissen von Stängellosem Leimkraut und verschiedenen Steinbrechgewächsen. Weit verbreitet kommen auch Gräser, Wollgräser, Arktischer Mohn und Weiße Silberwurz vor sowie niedrige Straucharten wie Zwergbirken, Weidengewächse und Heidekrautgewächse. Infolge ausreichender Niederschläge gedeiht im Flachland sowie allgemein in der Umgebung von Sumpfgebieten, Wasserlachen und Seen fast die gesamte Arktische Flora.

Anreise

Der Zugang zum Nationalpark erfolgt im Osten von Pond Inlet aus, wo sich auch das offizielle Büro von Parks Canada befindet. Im Westen ist der Nationalpark von Arctic Bay aus erreichbar. Für Touren auf Skiern oder mit dem Schneemobil empfiehlt sich die Zeit zwischen Mitte April und Mitte Juni, für Boots- und Fußtouren die Zeit zwischen Ende Juli bis Ende August.

4. Kluane

Kluane Natonal Park in Kanada

Kluane Natonal Park in Kanada

Der Kluane-Nationalpark ist ein im Südwesten des Yukon gelegener, 1976 gegründeter kanadischer Nationalpark mit einer Fläche von 22.016 km². Zu ihm gehört der höchste Berg des Landes: Der Mount Logan (5959 m). 82 Prozent seiner Fläche sind vom Kluane Icefield und den von diesem gespeisten Gletschern bedeckt. Im Nordosten grenzt der Kluane Lake an den Nationalpark. Der Park ist der viertgrößte in Kanada und der größte im Yukon. Große Teile sind 1979 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden.

Pflanzen und Tiere im Park

Der Kluane Lake ist Namensgeber des Nationalparks, an dessen Grenze er sich befindet. Die Vielfalt der Vegetation in den Tundragebieten unterscheidet sich von der arktischen Region. Der Artenreichtum der Flora erstaunt angesichts des langen, meist sehr kalten Winters. Ausgedehnte Laub- und Nadelwälder, sowie Beerensträucher wachsen bis zur Baumgrenze von 1. Imposant die bis zu neunzig Meter hohe Sitkafichte. In den Wäldern leben Grizzlybären und Wölfe. In der alpinen Tundra (1.600 bis 2.000 Meter) dominieren die Flechten und kleine Sträucher, Karibus weiden hier.

Ausgebaute Pisten

Auf einigen Wegen ist Mountainbiking möglich und der Park ist ein Paradies für Wanderer, für die es Wege und Routen unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit gibt. Die Wege sind meist angelegt, gut markiert, teilweise mit Brücken versehen, es ist relativ einfach ihnen zu folgen und teilweise gibt es primitive Zeltplätze. Routen bezeichnen eine grobe Wanderrichtung und fordern wegen der Höhenunterschiede und Flussquerungen den Wanderer wesentlich mehr.

Wege

  • St. Elias Lake; Länge: 3,8 km, Höhenunterschied: 120 m, maximale Höhe: 880 m, Schwierigkeitsgrad: einfach, Dauer: 2 bis 4 Stunden, Startpunkt: 60 km südlich von Haines Junction auf der Haines Road
  • Mush Lake Road; Länge: 22 km, Höhenunterschied: 30 m, maximale Höhe: 760 m, Schwierigkeitsgrad: einfach, Dauer: 1 bis 2 Tage, Startpunkt: 55 km südlich von Haines Junction auf der Haines Road, Mountainbikes erlaubt
  • Shorty Creek; Länge: 12 km, Höhenunterschied: 270 m, maximale Höhe: 1.000 m, Schwierigkeitsgrad: durchschnittlich, Dauer: 6 bis 9 Stunden, Startpunkt: 55 km südlich von Haines Junction auf der Haines Road
  • Cottonwood; Länge: 83 km, Höhenunterschied: 520 m, maximale Höhe: 1.310 m, Schwierigkeitsgrad: schwierig, Dauer: 4 bis 6 Tage, Startpunkt: 27 oder 55 km südlich von Haines Junction auf der Haines Road, Rundweg, Mountainbikes teilweise erlaubt
  • Rock Glacier; Länge: 600 m, Höhenunterschied: 90 m, maximale Höhe: 790 m, Schwierigkeitsgrad: einfach, Dauer: 0,5 bis 2 Stunden, Startpunkt: 45 km südlich von Haines Junction auf der Haines Road
  • Kokanee; Länge: 300 m, Höhenunterschied: 120 m, maximale Höhe: 3 m, Schwierigkeitsgrad: einfach, Dauer: 10 bis 30 Minuten, Startpunkt: Kathleen Lake Tagesnutzungsbereich, 27 km südlich von Haines Junction auf der Haines Road
  • Auriol; Länge: 15 km, Höhenunterschied: 400 m, maximale Höhe: 1.160 m, Schwierigkeitsgrad: durchschnittlich, Dauer: 4 bis 6 Stunden, Startpunkt: 7 km südlich von Haines Junction auf der Haines Road, Rundweg
  • Dezadeash River; Länge: 4,8 km, Höhenunterschied: 15 m, maximale Höhe: 640 m, Schwierigkeitsgrad: einfach, Dauer: 1 bis 2 Stunden, Startpunkt: Haines Junction Visitors Centre oder an der Brücke über den Dezadeash River, Rundweg
  • Alsek; Länge: 26 km, Höhenunterschied: 90 m, maximale Höhe: 610 m, Schwierigkeitsgrad: einfach, Dauer: 1 bis 3 Tage, Startpunkt: 10 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway, Mountainbikes erlaubt
  • Bullion Creek; Länge: 5,8 km, Höhenunterschied: 150 m, maximale Höhe: 940 m, Schwierigkeitsgrad: einfach, Dauer: 4 bis 6 Stunden, Startpunkt: Sheep Mountain Information Centre, 72 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway, Mountainbikes erlaubt
  • Sheep-Bullion Plateau; Länge: 12 km, Höhenunterschied: 880 m, maximale Höhe: 1.620 m, Schwierigkeitsgrad: durchschnittlich, Dauer: 6,5 bis 8 Stunden, Startpunkt: Sheep Mountain Information Centre, 72 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway
  • Sheep Creek; Länge: 3,8 km, Höhenunterschied: 430 m, maximale Höhe: 1.280 m, Schwierigkeitsgrad: durchschnittlich, Dauer: 3 bis 6 Stunden, Startpunkt: Sheep Mountain Information Centre, 72 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway.
  • Soldiers Summit; Länge: 0,5 Km, Höhenunterschied: 90 m, maximale Höhe: 880 m, Schwierigkeitsgrad: einfach, Dauer: 20 bis 90 Minuten, Startpunkt: 1 km nördlich vom Sheep Mountain Information Centre, 73 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway

Routen

  • Onion Lake; Länge: 35 km, Höhenunterschied: 830 m, maximale Höhe: 1.380 m, Schwierigkeitsgrad: für erfahrene Wanderer, Dauer: 3 bis 5 Tage, Startpunkt: Dalton Post, 84 Km südlich von Haines Junction auf der Haines Road, Mountainbikes teilweise erlaubt
  • Goatherd; Länge: 60 km, Höhenunterschied: 640 m, maximale Höhe: 1.190 m, Schwierigkeitsgrad: für erfahrene Wanderer, Dauer: 7 bis 11 Tage, Startpunkt: 55 Km südlich von Haines Junction auf der Haines Road, Mountainbikes teilweise erlaubt
  • King’s Throne; Länge: 5 km, Höhenunterschied: 1.220 m, maximale Höhe: 1.980 m, Schwierigkeitsgrad: für erfahrene Wanderer, Dauer: 4 bis 10 Stunden, Startpunkt: Kathleen Lake Tagesnutzungsbereich, 27 km südlich von Haines Junction auf der Haines Road
  • Quill Creek South; Länge: 18 km, Höhenunterschied: 730 m, maximale Höhe: 1.580 m, Schwierigkeitsgrad: schwierig, Dauer: 2 bis 4 Tage, Startpunkt: 13 km nördlich von Haines Junction auf der Haines Road
  • Mt. Decoeli; Länge: 9 km, Höhenunterschied: 1.340 m, maximale Höhe: 2.330 m, Schwierigkeitsgrad: für erfahrene Wanderer, Dauer: 7 bis 11 Stunden, Startpunkt: 25 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway
  • Kimberly Meadow; Länge: 62 km, Höhenunterschied: 1.219 m, maximale Höhe: 1.890 m, Schwierigkeitsgrad: für erfahrenen Wanderer, Dauer: 3 bis 5 Tage, Startpunkt: 25 km nördlich von Haines Junction auf der Haines Road, Rundweg
  • Slims East; Länge: 23 km, Höhenunterschied: 910 m, maximale Höhe: 1.680 m, Schwierigkeitsgrad: schwierig, Dauer: 2 bis 4 Tage, Startpunkt: 3 km südlich vom Sheep Mountain Information Centre, 69 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway, Mountainbikes erlaubt
  • Vulcan Creek; Länge: 10 km, Höhenunterschied: 790 m, maximale Höhe: 1.580 m, Schwierigkeitsgrad: für erfahrene Wanderer, Dauer: 1 bis 2 Tage, Startpunkt: 3 km südlich vom Sheep Mountain Information Centre, 69 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway
  • Kluane Plateau; Länge: 7 km, Höhenunterschied: 975 m, maximale Höhe: 1.770 m, Schwierigkeitsgrad: für erfahrene Wanderer, Dauer: 7 bis 11 Stunden, Startpunkt: 3 km südlich vom Sheep Mountain Information Centre, 69 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway
  • Slims West; Länge: 30 km, Höhenunterschied: 910 m, maximale Höhe: 2.114 m, Schwierigkeitsgrad: schwierig, Dauer: 3 bis 5 Tage, Startpunkt: Sheep Mountain Information Centre, 72 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway, teilweise Mountainbikes erlaubt
  • Sheep Mountain Ridge; Länge: 11 km, Höhenunterschied: 1.310 m, maximale Höhe: 1.920 m, Schwierigkeitsgrad: schwierig, Dauer: 6 bis 10 Stunden, Startpunkt: 2 Km nördlich vom Sheep Mountain Information Centre, 74 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway, Rundweg
  • Sheep-Congdon; Länge: 25 km, Höhenunterschied: 910 m, maximale Höhe: 1.710 m, Schwierigkeitsgrad: durchschnittlich, Dauer: 2 bis 3 Tage, Startpunkt: Sheep Mountain Information Centre, 72 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway, Rundweg
  • Williscroft Canyon; Länge: 2 km, Höhenunterschied: 240 m, maximale Höhe: 1.040 m, Schwierigkeitsgrad: durchschnittlich, Dauer: 1,5 bis 3 Stunden, Startpunkt: 9 km nördlich vom Sheep Mountain Information Centre, 81 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway
  • Donjek; Länge: 96 km, Höhenunterschied: 2.700 m, maximale Höhe: 2.070 m, Schwierigkeitsgrad: für erfahrene Wanderer, Dauer: 6 bis 10 Tage, Startpunkt: Duke River, 9 km nördlich von Burwash Landing Centre, 81 km nördlich von Haines Junction auf dem Alaska Highway, Rundweg

Obwohl der Park sehr nahe an Alasaka liegt, haben die Sommermonate (von Juni bis August) im Yukon Territory Durchschnittstemperaturen von 20 Grad Celsius. Auch Hitzewellen mit nis 30 Grad Celsius wurden bereits aufgezeichnet. Da das Wetter im Kluane Nationalpark eher wechselhaft ist, können die sommerlichen Temperaturen aber auch schnell mal fallen. Im Winter sind Temperaturen von minus 20 bis zu minus 50 Grad Celsius möglich.

Anreise

Neben den touristischen Sommermonaten finden auch immer mehr Besucher Gefallen am Winterurlaub (Hauptsportarten sind dann Skilanglauf und die Fahrt mit den Hundeschlitten), dessen Hauptelemente Eis und Schnee sind. Zielpunkt für die Anreise ist der kleine Flughafen in der Hauptstadt Whitehorse. Von dort werden die Parkbesucher mit Wasserflugzeugen zum 160 Kilometer entfernten Park geflogen.

5. Auyuittuq

Wasserfall im Auyuittuq Nationalpark

Wasserfall im Auyuittuq Nationalpark

Der Auyuittuq-Nationalpark liegt auf der Cumberland-Halbinsel im Südostteil der Baffin-Insel und ist mit rund 20.500 Quadratkilometern der fünftgrößte der mehr als 40 Nationalparks in Kanada. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die stufenweise Entwicklung des Nationalparks wurden im Jahr 1972 geschaffen und der Park 1976 eröffnet; der endgültige Status als Nationalpark des Territoriums Nunavut wurde in der kanadischen Nationalpark-Verordnung vom 19. Februar 2001 festgeschrieben.
Drei Seen des Nationalparks – Crater Lake, Summit Lake und Windy Lake – entstanden erst vor rund 100 Jahren, als sich beim Rückzug von Gletschern aus Schotter- und Geröllbergen natürliche Dämme bildeten, die das Schmelzwasser stauten.

Lage

Der Auyuittuq-Nationalpark erstreckt sich in seinem südlichen Teil zwischen den beiden Inuit-Siedlungen Pangnirtung und Qikiqtarjuaq vom Polarkreis etwa 125 Kilometer nach Nordosten. Nach Norden reicht er vom Polarkreis rund 220 Kilometer bis zur Home Bay. Seine Fläche beträgt rund 20.500 Quadratkilometer und ist zu einem Viertel von der schwer zugänglichen Penny-Eiskappe („Penny Ice Cap“) bedeckt. Dieses stellenweise 2.100 Meter hohe Gletschergebiet hat eine Eisdicke von bis zu 300 Metern und ist ein Relikt des Laurentide-Eisschilds, also eiszeitlicher Vergletscherung. Da die Eiskappe dem Land seit Jahrtausenden zu allen Jahreszeiten sein Gepräge gibt, nannten die Inuit es „Auyuittuq“, „Land, das nie schmilzt“.

Klimabedingungen

Auf der Cumberland-Halbinsel herrscht polares Meeresklima, was lange, kalte Winter und kurze, kühle Sommer bedeutet. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 10 °C. Der Januar als kältester Monat hat durchschnittliche Höchsttemperaturen von etwa −23 °C. Die Niederschläge sind sehr gering, obwohl der Spätsommer wolkenreich ist. Wetterwechsel erfolgen plötzlich und ohne Vorwarnung. Durch das trogförmige Tal des Akshayuk-Passes weht meist eine verhältnismäßig starke Brise.

Geschichtliches

1585 erforschte John Davis die Baffin-Insel und kartierte erstmals auch die Cumberland-Halbinsel. Obwohl die Inuit schon im 17. Jahrhundert erste Kontakte zu europäischen Walfängern und Pelzhändlern hatten, kam es erst im 19. Jahrhundert zu dramatischen Veränderungen, als Engländer und Schotten im Zuge kommerziellen Walfangs die Inuit mit Alkohol und vor allem mit Krankheiten in Berührung brachten, gegen die sie keine Immunabwehr besaßen. So vermerkte 1858 der Forscher William Penny, nach dem die Eiskappe benannt ist, dass die Inuit-Bevölkerung der Südbaffin-Region innerhalb einer Dekade von etwa 1.000 auf 350 Menschen geschrumpft sei.

Flora und Fauna

Auf Endmoränen, Seitenmoränen, Eskern und anderen Gletschergründen haben sich im Laufe der Zeit Bodenkrumen gebildet, und so finden sich in geschützten, eisfreien Zonen nicht nur Flechten und Moose, sondern auch Pflanzenkissen von Stängellosem Leimkraut, einigen Steinbrechgewächsen, Arktischer Mohn und Silberwurz. In vom Wind verwehten Sandecken finden Grasbüschel und niedrige Sträucher wie Zwergbirken, Weidengewächse und Heidekrautgewächse ihr Auskommen. An den mit den üblichen Tundraböden versehenen Buchten der Fjorde und entlang der Küstenlinie der Davisstraße gedeiht fast die gesamte Arktische Flora und zuweilen sogar die eine oder andere seltene Pflanzenart wie etwa eine weiß blühende Unterart des Zwerg-Weidenröschens. Insgesamt wurden bislang 112 höhere Blütenpflanzenarten, 129 Moosarten und 97 verschiedene Flechten im Auyuittuq-Nationalpark katalogisiert.

Die karge Vegetation im Inneren des Parks begrenzt die Zahl der im Auyuittuq-Nationalpark vorkommenden Arten von Land-Säugetieren und auch ihre Populationsdichte. So findet man hier Lemminge, Schnee- und Polarhasen, Hermeline, Wiesel, Erdhörnchen, Rotfüchse, Polarfüchse und selten auch Barrenland-Karibus.

Zwischen Juni und August wurden bislang insgesamt 28 regulär hier vorkommende Vogelarten beobachtet, darunter Greifvögel wie Gerfalken und Wanderfalken, Wasservögel wie Eismöwen, Eiderenten undKanadagänse, außerdem auch Schneehühner, Schnee-Eulen, Spornammern, Schneeammern und Wasser-Pieper.

Die Küstengewässer des Nationalparks sind reich an Meeressäugern. Hier kommen Bartrobben, Ringelrobben, Sattelrobben und Walrosse, Grönlandwale, Narwale und Weißwale und nicht zuletzt – vor allem im Spätsommer – Eisbären vor. An Fischen findet man in denen Fjorden der Davis-Straße vor allem Seesaiblinge.

Anreise

Für den Akshajuk-Pass gilt als beste Tourenzeit mit Skiern oder dem Motorschlitten das späte Frühjahr, wenn die maximale Kälte vergangen ist. Fußwanderungen werden ab Mitte Juli bis Ende August empfohlen. Zu beachten ist dabei, dass der Zugang zur Nordseite von Qikiqtarjuaq aus früher zufriert und später aufbricht als der Zugang zur Südseite von Pangnirtung aus. Parks Canada hat Schutzhütten in Tagesmarsch-Abständen aufgestellt.

Kanada besitzt insgesamt aktuell 44 Nationalparks, gut verstreut über das zweitgrößte Land der Erde.

Alle kanadischen Nationalparks von A-Z

Lage der kanadischen Nationalparks

Lage der kanadischen Nationalparks



Aulavik Nationalpark
Auyuittuq
Banff
Bruce Peninsula
Cape Breton Highlands
Elk Island
Forillon
Fundy


Georgian Bay Islands Nationalpark
Glacier
Grasslands
Gros Morne
Gulf Islands
Gwaii Haanas
Ivvavik
Jasper
Kejimkujik
Kluane
Kootenay
Kouchibouguac


La Mauricie Nationalpark
Mingan Archipelago
Mount Revelstoke
Nááts’ihch’oh
Nahanni
Pacific Rim
Point Pelee
Prince Albert
Prince Edward Island
Pukaskwa
Quttinirpaaq


Riding Mountain Nationalpark
Sable Island
Sirmilik
Terra Nova
Thousand Islands
Torngat Mountains
Tuktut Nogait
Ukkusiksalik
Vuntut
Wapusk
Waterton Lakes
Wood Buffalo
Yoho

Die zehn größten kanadischen Nationalparks

Name Provinz Gründung Größe km²

Wood-Buffalo-Nationalpark Alberta/NW-Territorien 1922 44.802
Quttinirpaaq Nunavut 1988 37.775
Sirmilik Nunavut 1999 22.200
Kluane Yukon 1972 22.015
Auyuittuq Nunavut 1976 20.500
Ukkusiksalik Nunavut 2003 20.000
Tuktut-Nogait NW-Territorien 1996 16.340
Aulavik NW-Territorien 1992 12.199
Jasper Alberta 1907 10.878
Ivvavik Yukon 1984 10.168