Pflanzen und Tiere in Kanada

 

Die nördliche Baumgrenze verläuft in Kanada, ausgehend von der Ostküste, in Richtung Süden. Nördlich dieser Baumgrenze gibt es eigentlich keinen fruchtbaren Boden. Die südlichen Gebiete sind gezeichnet von niederem Buschwerk, Riedgras und Gräsern.

Kanadische Bäume im Herbst

Im Osten Kanadas, um genau zu sein von den großen Seen bis hin zu den Küsten, stehen hauptsächlich Mischwälder. In den Tiefebenen wachsen auch Eichen, Kastanien, Ahorn- und auch Walnussbäume. In den arktischen Gewässern des Landes lässt sich zudem ausreichend Nahrung finden für alle Wale, Walrosse, Seehunde und auch die Polarbären.

Die Gebiete der Tundra werden „bewohnt“ von Moschusochsen, Polarwölfen, Polarhasen und auch Polarfüchsen. Es gibt auch sehr viele Zugvögel, die hier herkommen, um den Sommer über die Zeit hier zu verbringen. Dazu zählen Enten, Alken und Möwen genauso wie auch Seeschwalben und weitere Seevögel.

Die Wälder im Norden des Landes bieten einen optimalen Lebensraum für Elche, Luchse und auch Braun- und Schwarzbären. Es wird angenommen, dass ca. 5 Milliarden Vögel jeden Sommer in die borealen Wälder dort kommen. Als Basis für den Pelzhandel dienen nach wie vor Biber, Marder und Bisamratten.

Einheimische Tiere und auch Pflanzenarten sind fast überall in den zahlreichen Nationalparks und Naturreservaten geschützt. Das größte Schutzgebiet Kanadas wird gebildet vom Wood-Buffalo Nationalpark. Er hat eine Größe von 45 000 Quadratkilometern und befindet sich im Norden von Alberta. Hier leben viele Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind.

Klimawandel und Artenschutz in Kanada

Auch der Klimawandel macht vor Kanadas Grenzen natürlich nicht halt und so kommt es, dass gemäß der kanadischen Naturschutzbehörde das Eis entlang der Küste seit fast 20 Jahren permanent stark abnimmt.

Die letzten Winter waren zudem recht warm, und mit einer Verminderung der vorhanden Eisfläche kommen auch immer weniger Robben und andere dieses Terrain liebende Tiere zu ihren Brutplätzen.

Durch die obendrein immer noch durch das zuständige Ministerium freigegebene Jagd nach diesen Tieren wird deren Population weiter geschwächt. Die EU hat seit einigen Jahren, auch auf Druck von mehreren Tierschutzorganisationen, die Einfuhr kanadischer Robben verboten.

Die Fauna und Flora in diesem Land zu erhalten, dafür setzen sich neben der Naturschutzbehörde auch einige Organisationen ein, die sich vor allem direkt in Kanada vor Ort befinden. Diese werden von der kanadischen Regierung im Rahmen des Habitat Stewardship Programm unterstützt. Jedes Jahr fliessen hier mehrere Hundert Millionen Dollar in die Erhaltung und Belebung der Artenvielfalt und der kanadischen Natur.