Kuba, amtlich spanisch República de Cuba, deutsch Republik Kuba, Staat in Mittelamerika, im Bereich der Westindischen Inseln, umfasst neben der gleichnamigen Hauptinsel (105 007 km2) die Isla de la Juventud und zahlreiche kleine Inseln und Korallenriffe. Kuba ist ein Inselstaat, der in der Karibik liegt. Die Nordküste der Insel liegt am Atlantik und im Nordwesten gibt es einen Küstenstreifen, der am Golf von Mexiko liegt. Kuba ist zudem die größte Insel der Karibik und hat als Nachbarländer im Norden die USA und im Westen Mexiko.Kuba wird auch die Zuckerinsel genannt, ob der vielen Zuckerabbauflächen.

Schnellübersicht

Kuba in der Karibik im Kuba Reisefuehrer@America.de

Fläche 109.884 km2
Einwohner (2013) 11,21 Mio.
Hauptstadt Havanna
Verwaltungsgliederung 14 Provinzen und das Sonderverwaltungsgebiet Isla de la Juventud
Amtsprache Spanisch
Nationalfeiertag 1. 1. (Sieg der Revolution 1959)
Währung 1 Kubanischer Peso (kub$) = 100 Centavo (¢)
Zeitzone MEZ – 6 Stunden
Internet-TLD .CU
Telefonvorwahl +53

Das Terrain auf Kuba ist ganz unterschiedlich von eben bis hin zu Hügeln und Gebirgslandschaften. In der Sierra Maestra ist mit 1.974 Metern der höchste Punkt Kubas. Die Hauptstadt des Inselstaats ist Havanna. Hier leben auch zwei Millionen der ca. 11.4 Millionen Einwohner. Im Südosten der Insel befindet sich die Bucht von Guantanamo. Hier ist der bekannte Marinestützpunkt der USA, denn dieser Teil Kubas ist seit dem Jahre 1903 an die USA verpachtet. Wie bereits erwähnt leben über elf Millionen Menschen auf Kuba. Davon entfallen 65 Prozent auf die weiße Bevölkerung, zehn Prozent sind Schwarze und 25 Prozent sind Mulatten und Mestizen.

Staatsrecht

Nach der Verfassung von 1976 (mehrfach, zuletzt 2002, modifiziert) ist Kuba eine sozialistische Republik mit Einparteiensystem. Oberstes Staats- und Gesetzgebungsorgan ist die Nationalversammlung der Volksmacht (609 Abgeordnete, auf 5 Jahre direkt gewählt). Der vom Parlament gewählte Staatsrat mit 31 Mitgliedern nimmt zwischen den Parlamentssitzungen auch gesetzgeberische Funktionen wahr. Der Vorsitzende des Staatsrates ist Staatsoberhaupt, Regierungschef, Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Er ist mit weitgehenden Machtbefugnissen ausgestattet, bestimmt die Richtlinien der Politik und hat das Recht, den Notstand auszurufen. Der Ministerrat fungiert als Exekutiv- und Verwaltungsorgan. Einzige zugelassene Partei und bestimmende Kraft in Staat und Gesellschaft ist die Kommunistische Partei Kubas (PCC).

Natur

Die 1 250 km lange und 30–190 km breite Hauptinsel ist mit 105 007 km2 die größte Insel der Großen Antillen, sie liegt zwischen dem Golf von Mexiko, dem Atlantik und dem Karibischen Meer. Sie besteht größtenteils aus flach gewelltem Tiefland, das kreidezeitlichem vulkanischem Gestein aufliegt. Im Norden und Süden sind viele kleine, aus Korallensand oder -kalk aufgebaute Nebeninseln, sogenannte Cayos, den Küsten, die von zahlreichen Buchten durchbrochen sind, vorgelagert. Drei zum Teil stark verkarstete Gebirge durchziehen die Insel: im Südosten die Sierra Maestra mit dem Pico Turquino (1 972 m), im Süden des mittleren Inselteils die Sierra del Escambray mit dem Pico San Juan (1 156 m) und im Westen die Cordillera de Guaniguanico (Pan de Guajalbón: 692 m über dem Meeresspiegel). Längster Fluss ist der Río Cauto (370 km). Das Klima ist wechselfeucht-randtropisch mit geringen Temperaturschwankungen (20 °C im Februar, 28 °C im Juli) und reichen Niederschlägen im Sommer (1 000–1 500 mm im Tiefland; Gebirge dauerfeucht). Wirbelstürme sind häufig. Die ursprüngliche Vegetation (Savanne, im Bergland Regenwald) ist weithin von Kulturland verdrängt worden.

Die Bevölkerung Kubas

37 % der Bevölkerung sind Weiße, meist Nachkommen spanischer Einwanderer, 11 % sind schwarzafrikanischer Herkunft, Abkömmlinge früherer Sklaven; 51 % bezeichnen sich als Mischlinge (Mulatten und Mestizen); Chinesen (1 %) wurden nach Verbot des Sklavenhandels (1845, de facto 1886) als Arbeitskräfte angeworben. Nachdem die Schwarzafrikaner um 1840 fast 60 % der Bevölkerung ausgemacht hatten, stellte die Einwanderung von Spaniern (1900–30: 700 000) das Übergewicht der Weißen wieder her. Über 1 Mio. Kubaner verließen das Land nach 1959 und ließen sich in den USA (besonders in und um Miami) nieder. – Über die Hälfte der Bevölkerung gehört keiner Religionsgemeinschaft an; rund 44 % sind Christen (vor 1959 rund 90 %), ganz überwiegend (rund 40 %) Katholiken. Daneben gibt es Anhänger afrokubanischer Religionen (v. a. der Religion der Yoruba [Santeria]) und des europäischen Spiritismus (Kardecismus). Die Alphabetisierungsrate wird auf (2004) 97 % (alle über 15 Jahre) beziehungsweise 100 % (15–24-Jährige) geschätzt. Es gibt 11 Universitäten, u. a. in Havanna, Santiago de Cuba, Santa Clara und Camagüey.

Wirtschaft und Verkehr

Von 1959 an wurde die gesamte Wirtschaft unter staatliche Leitung gestellt. Die seit 1960 bestehenden Handelssanktionen der USA führten zu einer wirtschaftlichen Anlehnung Kubas an den Ostblock. Nach der Auflösung des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe verlor Kuba die wichtigsten Handelspartner. Der Zusammenbruch der kommunistischen Länder in Europa führte zu einer umfassenden Wirtschaftskrise. Darauf reagierte die sozialistische Regierung mit Reformen. Mithilfe von Gemeinschaftsunternehmen, v. a. in den Bereichen Tourismus, Zitrusfrüchte-, Zement- und Erdölindustrie, soll eine Diversifizierung der Wirtschaft erreicht werden. Das 1995 verabschiedete US-amerikanische Helms-Burton-Gesetz, das Sanktionen auch für ausländische Investoren in Kuba vorsieht, und die Verschärfung der Sanktionen im Jahr 2004 erschweren die Weiterentwicklung der Wirtschaft ebenso wie die teilweise Rücknahme einzelner Reformschritte. Seit Mitte der 1990er-Jahre hat der Tourismus die Landwirtschaft als wichtigsten Wirtschaftszweig abgelöst und wurde neben Zucker und den Überweisungen der Exilkubaner zum Hauptdevisenbringer des Landes.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft hingegen musste Gewinneinbußen hinnehmen. Hauptanbauprodukt ist nach wie vor Zuckerrohr. Es bestehen Pläne, die Zuckeranbaufläche um 60 % zu reduzieren. Stattdessen sollen mehr Nahrungsmittel angebaut werden, um den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen. Neben Zucker werden Tabak, Reis, Kartoffeln, Mais, Zitrusfrüchte, Kaffee und Gemüse (v. a. Tomaten) angebaut sowie Viehwirtschaft (Rinderhaltung) betrieben. Wegen starker Rodung für den Zuckerrohranbau kann Kuba nur ein Drittel seines Holzbedarfs decken. Nach der Revolution wurde ein umfangreiches Aufforstungsprogramm durchgeführt. Kuba hat seine Fischereigrenze seit 1977 auf 200 Seemeilen ausgedehnt; kubanische Fischereifahrzeuge sind aber auch weltweit tätig. An Bodenschätzen verfügt Kuba über bedeutende Vorkommen von Nickel, ferner Kupfer-, Chrom- und Eisenerz sowie Erdöl, Gold, Silber und Salz. Die verstaatlichte Industrie verarbeitet v. a. Zuckerrohr, dessen Rückstände als Rohstoffe für die Papier-, Kunststoff- und Düngemittelproduktion dienen. Wichtig sind auch die Stahl-, pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, petrochemische Industrie, Tabakverarbeitung (Zigarrenherstellung), Nahrungs- und Genussmittelindustrie (u. a. Rumherstellung). Haupthandelspartner sind Kanada, lateinamerikanische und europäische Staaten. Seit 1997 gibt es vier Freihandelszonen (im Hafen Mariel, in Wajay, in Berroa und Cienfuegos), in denen ausländische Firmen ansässig sind.

Verkehr

Das Straßennetz umfasst rund 60 000 km (rd. die Hälfte asphaltiert), die zentrale Hauptstraße, die 1 150 km lange »Carretera Central«, durchzieht die Insel in ganzer Länge. Von dem rd. 11 000 km langen Eisenbahnnetz dient ein großer Teil dem Zuckerrohrtransport, ein kleinerer Teil dem öffentlichen Verkehr. Wichtigster der 30 Seehäfen ist Havanna, der Hafen von Mariel wird ausgebaut. Zuckerexport v. a. über Cienfuegos. Internationale Flughäfen in Havanna, Santiago de Cuba, Camagüey, Varadero, Ciego de Avila und Holguín.

Die Geschichte des Landes

Kuba wurde am 27. 10. 1492 von Kolumbus entdeckt und 1508–11 von den Spaniern erobert. Da die einheimische Bevölkerung bald ausgestorben war, wurden in die spanische Kolonie afrikanische Sklaven eingeführt, v. a. für die Zuckerplantagen. 1762 eroberten die Briten Kuba, mussten es aber 1763 im Tausch gegen Florida wieder an Spanien abtreten. Die Unzufriedenheit mit der Kolonialherrschaft entlud sich im 19. Jahrhundert in Unruhen und Aufständen: 1868–78 kämpften die Kreolen mit Unterstützung der USA um ihre Unabhängigkeit und erreichten u. a. die Abschaffung der Sklaverei (endgültig 1886). Der von J. Martí vorbereitete Aufstand von 1895–98 führte zum Krieg zwischen den USA und Spanien, das Kuba im Frieden von Paris (1898) an die USA abtreten musste.

Anfang bis Mitte 20. Jahrhundert:

Die USA gewährten der Insel zwar 1902 die Unabhängigkeit, behielten sich aber (bis 1934) das Interventionsrecht vor. Bei inneren Unruhen 1906, 1913 und 1917 griffen sie militärisch ein; der US-amerikanische Flottenstützpunkt Guantánamo besteht bis in die Gegenwart. Das Wirtschaftsleben Kubas geriet völlig in Abhängigkeit von nordamerikanischem Kapital. Unter Präsident G. Machado (1925–33) kam es nach schweren wirtschaftlichen Rückschlägen zur Besserung der Zustände, doch führten Weltwirtschaftskrise und diktatorische Maßnahmen 1933 zu seinem Sturz. Eigentlicher Machthaber wurde 1934 General F. Batista y Zaldívar, der als Präsident (1940–44, erneut seit 1952) diktatorisch regierte.

Kuba unter Fidel Castro:

Nach seinem gescheiterten Putschversuch vom 26. 7. 1953 führte Fidel Castro Ruz einen Guerillakrieg gegen das Regierungssystem Batistas und zwang ihn am 1. 1. 1959 zur Flucht. Castro Ruz, seit Februar 1959 Ministerpräsident, proklamierte den sozialistischen Staat, führte eine Bodenreform durch, verstaatlichte die Wirtschaft, ließ nur die kommunistische Einheitspartei zu und brachte die Medien unter seine Kontrolle. Die Konfiszierung amerikanischen Eigentums und die enge Anlehnung Kubas an die Sowjetunion führten zum Ausschluss aus der OAS und zu schweren Spannungen mit den USA, die – nach der gescheiterten Landung von Exilkubanern in der Schweinebucht im April 1961 und der Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen im Oktober 1962 – in der Kubakrise gipfelten.

Das militärische Zurückweichen kompensierte die Sowjetunion mit verstärkter Wirtschaftshilfe. In den 1960er-/70er-Jahren erlangte Castros Gesellschaftskonzept (Fidelismus) erheblichen Einfluss in Lateinamerika, da seine sozialen Leistungen (medizinische Versorgung, Beseitigung des Analphabetentums) weit über den auf dem Kontinent üblichen Standard hinausgingen. Auch unterstützte Kuba aktiv die Guerillabewegungen in Lateinamerika (u. a. durch E. »Che« Guevara Serna), später die kommunistischen Befreiungsbewegungen in Afrika (u. a. 1975–89 Einsatz kubanischer Truppen in Angola). Das Verhältnis zu den USA blieb deshalb weiterhin gespannt, doch wurden die Sanktionen der OAS 1975 aufgehoben. Wirtschaftliche Schwierigkeiten und Unterdrückung der Menschenrechte führten immer wieder zu Auswanderung in die USA. Den Umwälzungen in Osteuropa begegnete Castro mit entschlossenem Festhalten an kommunistischen Positionen, allerdings verschärften sich mit dem Ausbleiben der Hilfe aus dem Ostblock die wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Die 90er-Jahre

1993/94 begann die Regierung einen vorsichtigen Reformkurs (u. a. Zulassung des US-$ als Zweitwährung, Wiedereinführung von Bauernmärkten, Zulassung von selbstständiger Arbeit). Seit 1996 ist dieser Kurs wieder einer verstärkten Zentralisierung und Reideologisierung gewichen, die 2004 auch zur Abschaffung des US-$ als Zahlungsmittel führte.

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Bild: Raul Castro

Nach einer neuen Fluchtwelle kam es 1994 zwar zu einem Einwanderungsabkommen mit den USA, die aber die Wirtschaftsblockade fortsetzten. Der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Januar 1998 markierte den Höhepunkt der Aussöhnung mit der katholischen Kirche. Mit der Regierung Chávez im erdölreichen Venezuela hat Castro einen wichtigen strategischen Verbündeten in Lateinamerika. Politische Reformen werden nach wie vor abgelehnt; die Verurteilung von über 70 Dissidenten zu oft langen Haftstrafen 2003 stieß international auf Empörung. Die Regierung der USA hat unterstrichen, dass sie an einem kompromisslosen Kurs gegen Kuba festhalten werde. Am 31. 7. 2006 übergab der 80-jährige F. Castro krankheitsbedingt alle Ämter an seinen Bruder Raúl Castro Ruz. Zeichen für eine vorsichtige Öffnung des Landes waren eine Rede von R. Castro im Juli 2007, in der er strukturelle und konzeptionelle Änderungen in Kuba als notwendig bezeichnete

Im Jahr 2012 ist die Versorgungskrise aus den Jahren um 2008 überwunden. Die Atmosphäre ist laut dem Spiegel-Korrespondenten Jens Glüsing „offener und entspannter“, der wirtschaftliche Aufschwung sei überall zu spüren. Die inflationsbereinigten Gehälter erreichten 2011 jedoch weiterhin lediglich 51 % des Wertes von 1989. Im Mai 2013 bestätigte der FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva in einem Gespräch mit Raúl Castro, dass Kuba das 1996 beim Weltgipfel der FAO in Rom definierte Ziel der Halbierung der Zahl der unterernährten Personen vorzeitig erreicht habe. Kuba befinde sich unter den 16 Ländern, die weltweit bei der Bekämpfung des Hungers die größten Fortschritte vorzuweisen hätten.

Klima

Das Klima im Land ist tropisch. In den Monaten von November bis April ist es eher trocken und von Mai bis Oktober ist es eher regnerisch. Bei mehr als 200 Sonnentagen findet man sich in einer traumhaft schönen Welt wieder, die auch mit warmen Temperaturen nicht geizt. Auch in Kuba ist man von den tropischen Wirbelstürmen und Hurrikans nicht geschützt. In der Zeit von Mai bis Oktober kommt es häufig zu heftigen Unwettern. Die beste Reisezeit für Kuba liegt demnach ausserhalb dieser Monate, von Mitte November bis Ende April hat man sicher einen schönen Aufenthalt auf der Karibikinsel. Die Durchschnittstemperaturen in der besten Reisezeit liegen dann auch zwischen 25 und 28 Grad in der Hauptstadt und an den herrlichen Küsten des Nordens. Die Wassertemperaturen sind permanent über 24 Grad und ermöglichen auch längere Schnorcheltouren ohne Klimaanzug.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bei einem Kubabesuch

Viele Kubaner sind in der Tourismusbranche tätig. Die Hauptballungsräume für Touristen sind Varadero, die Gegend rund um die Hauptstadt Havanna, Valle de Vinales, Cayo Coco und auch Holguin an der Nordküste. Es gibt auf Kuba sehr gute und auch viele Ärzte. Deswegen bietet die Insel auch beste Grundlagen für den Gesundheitstourismus. Besonders Augenoperationen und auch Zahnarztbehandlungen auf Kuba haben einen sehr guten Ruf. Viele prominente Südamerikaner lassen sich auf Kuba von einem Facharzt behandeln. Zuletzt war der umstrittene venezolanische Präsident Hugo Chavez mehrfach in Kuba, um sich sein Krebsleiden behandeln zu lassen. Im März 2013 erlag Chavez dann in einer Klinik auf der Insel seiner Krankheit.

Kuba, die unumstrittene Perle der Karibik im Atlantischen Ozean ist der größte Inselstaat der Karibik mit einer sozialistischen Republik und Spanisch als Amtssprache. Die nordwestliche Seite grenzt an den Golf von Mexico.

Autos in Kuba

Die “schmutzige Schöne”: Havanna

Havanna, auf spanisch La Habana, amtlich San Christóbal de la Habana, Hauptstadt der Republik Kuba und der Provinz La Habana, an der Nordwestküste der Insel, bildet eine eigene Provinz mit etwa 2,19 Mio. Einwohnern. Es finden sich dort der Erzbischofssitz; Universität, Akademie der Wissenschaften, Museen, Nationaloper und andere Theater. Aus Havanna und Umgebung kommt über ein Drittel der kubanischen Industrieproduktion. Hauptbedeutung haben Erdölraffinerie, Stahlwerk, Maschinen- und Schiffbau, chemische, Tabak- und Nahrungsmittelindustrie. Havanna besitzt einen der besten karibischen Naturhäfen (von Tunnel unterquert), etwa 15 km südlich internationaler Flughafen.

Die nur 200 m breite Hafeneinfahrt wird von drei Forts (16. und 18. Jahrhundert) flankiert. Hinter der Uferpromenade, der Calzada de Malecón, liegt das alte Zentrum. In der Altstadt u. a. Kathedrale San Cristóbal (um 1660 bis 1724), Kloster Santa Clara (1635–44, heute Arbeitsministerium), Kirche La Merced (18. Jahrhundert), Casa de Gobierno (1776–92), Rathaus (1773–92) und Palacio de los Capitanes Generales (Admiralitätspalast; 1776–90; Stadtmuseum). Nahebei das Castillo de la Fuerza (1544–83); Kapitol (1929; heute Sitz der Akademie der Wissenschaften).

Havanna ist eine der ältesten Stadtgründungen der Neuen Welt, sie wurde 1515 von den Spaniern (zunächst im Süden der Insel) gegründet und entwickelte sich in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts zur wichtigsten spanischen Handels- und Hafenstadt in Westindien (Sammelplatz der spanischen Silberflotten); seit 1552 Hauptstadt Kubas.

Strassen Kubas

typischer Straßenzug Kubas


In Havanna schlendert man durch malerische Gassen und lässt sich durch den Zauber der Stadt faszinieren. Halb verfallene Häuser aus einer anderen Ära tragen zum Stadtbild bei. Sie besteht aus vielen barocken und neoklassischen Gebäuden. Miramar ist dagegen ein sehr gepflegtes Stadtviertel, was ständig restauriert wird. Havannas historischer Stadtkern, die Altstadt, ist seit 1982 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Hauptstadt Havanna ist beeindruckend und reich an Facetten, was auch immer wieder viele Schriftsteller anlockte. Diese waren wiederum vom Zauber dieser Stadt ergriffen und verewigten sie in den Versen ihrer Werke.
Bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Havanna flaniert man über die uralten Pflastersteine, auf denen früher Kutschen fuhren. Touristen sollten sich während ihrer Reise unbedingt den alten Waffenplatz und das Revolutionsmuseum anschauen.

Kuba und seine Schätze

Der Palacio de los Capitanes Generales gleicht einem Nationalmuseum, in dessen Innenhof Pfauen spazieren gehen. Der Besuch des Torre Tavira erinnert an dem in Spanien in Cadiz stehenden Turm gleichen Namens, nachdem er auch erbaut wurde. Im Stadtviertel Vedado sind Hochhäuser nachgebaut worden, die an die sowjetische Bauweise erinnern, die zur Zeit des sozialistischen Größenwahns entstanden sind. Ein imposantes Capitolio lädt genauso zur Besichtigung ein wie der Malecon. Er ist ein Flanierboulevard, der am Meer einst als Schutzwall erbaut wurde. Westlich der Hauptstadt liegt die Provinz Pinar del Rio. Sie ist sehr bekannt durch ihren Tabakanbau. Wer Lust hat, kann hier eine der vielen Tabakfabriken besichtigen.

Die überwucherten grünen Felsformationen mit ihrer roten Erde sind typisch in dieser Gegend. Mural de Prehistoria ist eine bemalte Felswand, nahe von Vinales und sehr sehenswert. In der Nähe erheben sich große Höhlen. Im Naturschutzgebiet liegt die malerische Bucht Cayo Jutias mit ihren einsamen herrlichen Stränden, allerdings haben sich hier sehr viele Einsiedlerkrebse niedergelassen. Ebenfalls sehr sehenswert ist der Parque Nacional Alejandro de Humboldt. Er liegt in den Provinzen Gramma, Holguin, Guantánamo und Santiago de Cuba. Auf einer Wasserfläche von ca. 2.250 ha liegt das geschützte Gebiet. Küstenstreifen sind noch unberührt mit vorgelagerten Riffen, Mangrovenwäldern, Trockenwäldern und höher gelegenen Regenwäldern. Auch dieser Park wurde im Jahr 2001 zum Weltkulturerbe erklärt.

Varadero – Kubas größter Urlaubsort

kubanischer Strand

Strandidylle auf Kuba


Varadero gilt als größter Urlaubsort auf Kuba. Er liegt auf der Halbinsel Hicascos und verfügt über einen 20 km langen Traumstrand mit sehr weichen und feinem Sand. Das Meerwasser ist sehr sauber und flach, so dass es auch gut für Kinder geeignet ist. Taucher finden hier ebenso ihr Vergnügen und können die faszinierende Unterwasserwelt erforschen. Aber auch Wassersportarten wie Segeln, Surfen oder Wasserski kommen nicht zu kurz. Viele Hotelanlagen laden zum Verweilen ein. Ein kleiner schöner Badeort namens Guanabo liegt zwischen Havanna und Varadero.
In nur 50 km Entfernung von Varadero liegt in südöstlicher Richtung Gama, das ist ein wieder aufgebautes Indianerdorf. Allerdings gibt es auf Kuba keine Indianer und es dient lediglich mit seinen reizenden Palmenholz-Hütten als Touristenattraktion. Die Hütten sind über die Lagune durch eine Brücke miteinander verbunden. In der kleinen Stadt Baracoa gab es früher Nickelbergbau und die Stadt diente als spanischer Stützpunkt. Daraus resultieren noch teilweise Verschmutzungen durch noch vorhandene Rückstände.

Santiago de Cuba

Kirche in Kuba

kubanische Kirche


Santiago de Cuba bietet Touristen eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Der Plaza de Cespedes mit seiner Kathedrale sollte man sich unbedingt anschauen. Weitere eindrucksvolle Bauten erwarten einem beim Besuch der Stadt wie das Castillo de San Pedro del Morro, wunderschön vor der Stadt am Eingang der Bucht gelegen. Von dort lässt sich der Ausblick über Santiago de Cuba genießen in all seiner Herrlichkeit. Als ehemalige Festung bietet es heute Platz für ein Marinemuseum, das sich vorwiegend der Geschichte der Piraten widmet.
Santiago de Cuba ist zwar eine Großstadt, allerdings wird viel Wert auf Grünanlagen gelegt und deshalb sind die zahlreichen Parkanlagen mit sehr viel grün entstanden. Ein Aufenthalt ist hier sowohl für Besucher der Stadt wie auch für deren Einwohner sehr angenehm entspannend. Den Baconao-Park, der ebenfalls bei Santiago de Cuba liegt, sollte man nicht verpassen. Es ist ein sehr schön angelegter botanischer Garten, der sogar von den Kubanern selbst gerne besucht wird. Ein Highlight bietet der Katkusgarten. Hier werden Lebewesen aus der Frühzeit lebensgroß nachgebildet, es finden sich dort über 200 Dinosaurier. Etwas außerhalb der Stadt liegt die Kirche El Cobre. Sie liegt mitten im Urwald auf einem Berg. Von Santiago de Cuba aus lohnt sich auf jeden Fall auch ein Ausflug nach Bayamo. Eine schöne und gut erhaltene Stadt, die mit vielen alte Kolonialbauten glänzen kann.

Das Herz der Insel

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E-Zigarette? Fehlanzeige


Natürlich sollte ein Urlaub auf der Insel auch mit dem Besuch einer Zigarrenfabrik verbunden werden. Hier werden die berühmten Havanna Zigarren hergestellt. An der Südküste Kubas kann ein Museum besucht werden, dass die Geschehnisse in der so genannten „Schweinebucht“ aufgegriffen hat. Die Stadt Trinidad im Süden wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist eine der ältesten Städte auf der Insel. Zudem gibt es auf Kuba auch noch einige tolle Nationalparks zu besichtigen. Der bekannteste von ihnen ist der Parque Nacional Alejandro de Humboldt, der im Osten liegt. Hier werden Ökosysteme mit einer Fläche von knapp 70.000 Hektar am Land und über 2.000 Hektar im Wasser geschützt. Der Nationalpark wurde auch bereits zum Weltnaturerbe erklärt.

Kuba gehört zu den Antilleninseln und ist die größte unter ihnen mit einer äußerst lebendigen Kultur. Durch die Musik wird die Lebensfreude der Kubaner erweckt und sie lassen die Touristen daran teil haben. Die Wahrzeichen des Landes sind La Habana, Rum, Zigarren und natürlich der Salsa. Wunderbare Landschaften, Nationalparks und traumhafte Strände laden zum Entspannen und Verweilen ein, aber auch zu sportlicher Aktivität wie zum Beispiel Mountainbike-Fahren.

Darüber hinaus wird insbesondere in der Musik die Verbindung von europäischen, afrikanischen und amerikanischen Einflüssen sehr deutlich. Wer Lust hat, mehr Andenken von seiner Reise mitzubringen, sollte sich nach einem Kurs für Salsa, Casino oder entsprechenden anderen Tänzen umschauen. Für die weniger Tanzbegeisterten bietet sich ein Spanischkurs oder auch Trommelunterricht bzw. Schlagzeugunterricht an. Sehr viel Vergnügen bereitet eine Reise “auf den Spuren Hemingways”. Spezielle Führungen bringen einen an die magischen Orte, die der große Schriftsteller Ernest Hemingway einst besucht hat und laden zum Aufenthalt ein wie z. B. das Hotel Ambos, Cojimar oder die Finca La Vigia in Santa Maria.

Ein weiterer interessanter Ausflug wäre auch die Besichtigung der Rumfabrik Bocoy und in Guanabacoa das Konservatorium der Musik. Auf Kuba wird eine staatliche Eisenbahn betrieben. Dieses Eisenbahnnetz gehört zu den ältesten auf der Welt. Nicht nur Havanna, sondern auch andere wichtige Highlights wie Trinidads Altstadt, sollte man sich während der Reise anschauen. Diese Stadt ist in der Zeit stehen geblieben. In den Städten Santiago de Cuba oder auch in Baracoa kann man die allgegenwärtigen Oldtimer bewundern oder die Landschaft vom Vinales Tal, das sich malerisch dem Auge präsentiert. Während der Turquino Nationalpark den Urlaubern seine malerischen Wasserfälle zeigt, wird man in Topes de Collantes vom tropischen Nationalpark erwartet. Traumhafte Strände gibt es wiederum in Cayo Levisa und Guardalavaca. Die allergrößte Attraktion während der Reise sind aber die Kubaner selbst mit ihrer Geschichte.

Kuba – beste Reisezeit

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Hotel National

Die beste Reisezeit für eine Reise nach Kuba ist von Dezember bis April. Regenfälle, die während der Hurrikan-Saison auftreten, sind vorüber und das Klima ist angenehm warm. Die Zeit der Hurrikan-Gefahr liegt zwischen August und November. In dieser Zeit gibt es verstärkt heftige Regenfälle mit ebenso heftigen Winden. Wegen des recht konstanten Klimas kann man allerdings das ganze Jahr über eine Reise nach Kuba antreten.

Die kubanische Landkarte

Kubas Lage

Die Lage Kubas in der Karibik, Quelle: CIA Factbook


Die Karte des Landes Kuba ist langgezogen, wie ein Fisch mit einer abgebrochenen Schwanzflosse zeigt sich das solzialistische Paradies ihres politischen Führers Fidel Castro.

Die Lage in der Karibik, südlich von Florida, macht das Land für die USA zu einem wichtigen Partner, sofern es sich weiter öffnet und den Kapitalisten Zugang zu Investitionsmöglichkeiten bietet. Diese Lage birgt aber auch einige Risiken, denn wie wir wissen, sind die berüchtigten Hurrikans hier in Kuba auch aktiv. Und jedes Jahr wieder werden Menschen durch diese Naturkatastrophen um ihr Hab und Gut gebracht.

Karte von Kuba

Landkarte Kubas, Quelle: CIA Factbook

Die Hauptstadt Kubas ist Havana und liegt im nördlichen Teil des Landes.

Von hier aus kann man mit einem Flug in etwa einer Stunde 30 auf der anderen Seite der Insel, in Santiago de Cuba, sein.

Die interaktive Landkarte Kubas

In dieser Karte kann mit der gedrückten linken Maustaste der einsehbare Bereich verschoben werden. Mit den Pfeiltasten im linken oberen Bereich kann die Karte in die jeweils gewünschte Richtung erweitert werden.

Auf der linken Fieber-Leiste kann zudem die Ansicht verkleinert oder vergrößert werden. Diese Landkarte von Kuba kann zudem im normalen Strassenkarten-Modus, als auch im Satelliten- und Hybird-Modus eine gute Figur machen.

Und so kann man wenn man denn will, die Landkarte auch verkleinern und sich mal die ganze Welt “von oben” ansehen. Wie wenn man selbst im Weltall steht und von dort herunter sieht, so wie die Raumfahrer und Kosmonauten unseren Planeten sehen können.