Einst galt Tikal als schönste Stätte des Maya-Reiches. Die alten Maya Ruinen in Tikal sind ein beeindruckendes Zeugnis, was dieser Volksstamm schon 700 Jahre v. Chr. architektonisch geleistet hat. Zwischen 200 v. Chr. und 869 n Chr. wurden die Gemäuer ergänzt und umgebaut.

Sehenswertes in Tikal

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Tempel in Tikal

Man findet die Reste der Pyramiden von Tikal inmitten eines Parkes geschützt. Nur die Spitzen der Bauwerke ragen hoch über den Dschungel, denn die Anlage befindet sich auf einer Anhöhe, die durch die umliegenden Sümpfe isoliert ist.

Hier findet man auch heute noch mit etwas Glück den für die Maya überlebensnotwendigen Feuerstein. Ein wichtiges Material, verwendet für die Messer, Pfeil- und Speerspitzen. Das wichtigste Gebäude und mit 70 Metern auch das Höchste ist der Tempel der zweiköpfigen Schlange. Einige der Bauten befinden sich noch in den Tiefen des Dschungels, ein besonderer Reiz dieser Stätte, wie ich finde. Es sollen ca. 10.000 Strukturen von Bauwerken noch unter dem Wildwuchs des Regenwaldes verborgen sein. Die umgebenden Regenwälder sind übrigens die des Péten in Nordguatemala.

Wenn man die Pyramiden besteigen will, so ist das nicht ganz ohne, allerdings wird man dafür mit einem Atem beraubenden Blick über den Urwald und den Pyramidenspitzen belohnt. Ein wirklich unvergleichliches Erlebnis! Heute gehört die gesamte Anlage zum Kultur- und Naturerbeschatz der Unesco.

Wie kommt man nach Tikal?

Für die Fahrt nach Tikal bietet sich eine Kurzreise über das Wochenende an. Man startet in Antigua und fliegt von da aus ca. 1 ½ Stunden später nach Flores. Natürlich kann man in Ruhe die Ruinen besichtigen. Übernachten kann man direkt in Tikal in einem Hotel. Mehrere Reiseanbieter bieten diesen Trip an. Am nächsten Tag fährt man nachmittags zurück nach Flores und fliegt von da zurück nach Antigua. Der Eintritt in den Park in Tikal kostet 20 USD.

Die gesamte Region ist vergleichsweise gut verkehrstechnisch erschlossen, was man in Guatemala ja nicht immer behaupten kann. Ein kleiner Flugplatz, der sich mitten in der Anlage befand, wurde zwar stillgelegt. Aber von Flores aus führt eine asphaltierte Zufahrtsstraße zu den alten Maya Ruinen von Tikal. Daraufhin wurde regional auch die touristische Infrastruktur ausgebaut.

Wenn man Tikal besucht, waren vorher schon einige andere Besucher. Nämlich die Teilnehmer von Expeditionen, die ihre Berichte darüber im 19. und 20. Jahrhundert, beispielsweise in der Berliner Akademie der Wissenschaften, veröffentlicht haben. Die Forscher kamen aus der Schweiz, aus Deutschland und ein groß angelegtes Projekt wurde auch von der Universität des Museums von Pennsylvania bis 1969 durchgeführt. Ab 1979 erforschen die landeseigenen Instituten die Stätten der Maya und berichten darüber.