Nicaragua in Mittelamerika

 

Nicaragua grenzt im Norden an Honduras und im Süden grenzt das Land an Costa Rica an. Zudem befindet sich westlich des mittelamerikanischen Landes der Pazifik und im Osten bildet die Karibik eine Landesgrenze. Woher das Land seinen Namen hat, darüber gibt es verschiedene Theorien.

der Staat Nicaragua

Wikipedia meint dazu, es komme von “Nahuatl”, was “hier Menschen” bedeutet. Parallel zur Pazifikküsten verläuft eine Kette von Vulkanen, die auch noch aktiv sind. Teilweise ist auch zu hören, das Nicaragua das „Land der tausend Vulkane“ sein soll.

Die Hauptstadt des mittelamerikanischen Staates Nicaragua heißt Managua. In der Stadt leben etwas 5 Millionen Einwohner (Stand: 2012), im Ballungsraum alleine finden sich an die 2,2 Millionen Einwohner, hauptsächlich spanischsprachige Kreolen und Weiße.

Managua ist damit die größte Stadt Nicaraguas und die zweitgrößte Stadt in Zentralamerika nach Guatemala-Stadt. Das Stadtgebiet von Managua liegt auf einer Höhe von 55 Metern, die benachbarten Sierras von Managua auf einer Höhe von 970 Metern.

Die größten Städte sind: Managua 1.140.506 Einwohner, León 150.327 Einwohner, Chinandega 128.616 Einwohner, Masaya 123.473 Einwohner, Granada 92.629 Einwohner, Estelí 91.687 Einwohner, Tipitapa 89.642 Einwohner, Matagalpa 79.122 Einwohner und Bluefields 50.178 Einwohner.

 

Die Bevölkerung Nicaraguas

In Nicaragua leben etwa 5,68 Millionen Menschen (Stand 2007), von denen etwa 90 % in der Pazifikregion und im Managua-Gebiet leben. Die Bevölkerung besteht zu 69,7 % aus Mestizen, die sich selber als Nicas bezeichnen, 17,6 % sind Weiße (beziehungsweise Spanier). 9,2 % sind afrikanischer Herkunft, die zu 95 % in der Atlantikregion leben, allerdings stellen auch dort inzwischen Mestizen und Weiße mit knapp 59 % die Mehrheit. 3,2 % sind Indígenas, mehrheitlich Miskito sowie die kleineren ethnischen Gruppen Sumo (Mayangna) und Rama, deren Siedlungsgebiete im Landesinneren und an der Atlantikküste liegen. Hinzu kommen etwa 30.000 Araber (hauptsächlich Syrer, Libanesen und Palästinenser). In Managua existiert eine Gemeinde von rund 8.000 chinesischen Einwanderern.

 

Wirtschaft und Leben Nicaraguas

Nicaragua gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, das Pro-Kopf-Einkommen lag 2003 mit 623 Euro unterhalb der Armutsgrenze nach Definition der WHO, allerdings gehört Nicaragua nicht in die Gruppe der Least Developed Countries (LDC) der WHO, da hierzu noch die (Nicht-) Erfüllung weiterer Kriterien erforderlich ist. Außerdem gilt Nicaragua als Entwicklungsland.

50 % der Bevölkerung leben in Armut, in der Landbevölkerung steigt dieser Anteil bis auf 70 %. In Lateinamerika ist Nicaragua heute nach Haiti das zweitärmste Land. Die Gründe der schlechten Wirtschaftslage sind vielfältig, neben geschichtlichen Faktoren, einseitiger Wirtschaftsstruktur und jahrzehntelanger Oligarchiewirtschaft spielen auch häufige Naturkatastrophen (Erdbeben, Vulkanausbrüche und Wirbelstürme) eine gewichtige Rolle.

Die vorige Regierung unter Bolaños versuchte marktwirtschaftliche Reformen voranzutreiben und das Wirtschaftswachstum zu erhöhen. Dabei sollte Nicaragua als Wirtschaftsstandort attraktiver gemacht werden, allerdings vor allem für ausländische Investoren, was nicht nur Zustimmung fand. Ein ambitioniertes Dreijahresabkommen wurde im Dezember 2002 mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abgeschlossen. Das reale Wachstum des Bruttoinlandsproduktes lag mit 2,3 % auch 2003 unter der Rate des Bevölkerungswachstums von 2,6 %.

Fast 80 % der nicaraguanischen Bevölkerung lebten 2005 von unter 2 US$ pro Tag, rund 45 % von 1 US$ oder weniger. Der Nordwesten des Landes durchlebte 2005 eine Hungersnot, die immer noch nicht ausgestanden ist.

Die Energiewirtschaft des Landes ist zu 70 % von Erdölimporten abhängig

 

Klima und Wetter

Das Klima in Nicaragua ist vor allem tropisch. Die Trockenzeit dauert von Mai bis Dezember. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in der Hauptstadt Managua beträgt etwas mehr als 27 Grad Celsius. Die Trockenzeit sollte auch als beste Reisezeit genutzt werden, weil es eine von Juni bis November andauernde Regenzeit gibt. In der Bergregion im Norden Nicaraguas ist es allerdings um einiges kühler als beispielsweise an den Küsten oder im Landesinneren.

 

Nicaraguas Sehenswürdigkeiten

Granada-Stadt

Granadas Stadtallee

Für Touristen ist, aufgrund der vielen Sehenswürdigkeiten, vor allem der Süden des Landes interessant.

Hier gibt es die Stadt Granada, die direkt am Nicaraguasee liegt. Die Stadt hat den Ruf eine der schönsten Kolonialstädte in Mittelamerika zu sein.

Sie bietet die perfekte Basis für Ausflüge in die Umgebung. Dabei würden Exkursionen zu den vorgelagerten Isletas oder auch zum Vulkan Masaya in Frage kommen.

kuestenstreifen

Küstenstreifen in Nicaragua

Auch nicht weit entfernt ist die Nebelwaldregion, in der sich der Vulkan Mombacho befindet.

Besonders imposant anzusehen ist die Insel Ometepe.

Hierauf befinden sich zwei Vulkane und diese ragen aus dem Nicaraguasee so empor, dass es aussieht, als würde ein Kamelrücken aus dem See heraus schauen.

Der eine trägt den Namen Concepcion und ist mit 1610 Metern um einiges höher als der zweite namens Maderas, der 1394 Meter misst. Diese Gegend bildet die perfekte Basis für Wanderungen und auch um zu entspannen. Aber auch hier ist es empfehlenswert, einen lokalen Führer mitzunehmen, der Vulkan war zum Beispiel zuletzt 2005 aktiv.

Weitere Möglichkeiten zu Besichtigungen auf Ometepe sind der Santo-Domingo-Strand, der San Ramón Wasserfall und die Grünen Sümpfe.

 

In San Juan del Sur gibt es eine Bucht, die gerade für eine Badeverlängerung nahezu perfekt ist.

Für eine Rundfahrt durch Nicaragua sollte man mindestens zwischen 3 und 6 Tagen einplanen.