Gesucht werden die längsten mittel- und zentralamerikanischen Flüsse.

Die zehn längsten der größten Flüsse Mittelamerikas werden hier vorgestellt:

 

1. Rio Coco – 750km

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Der längste Fluss Mittelamerikas: Der Rio Coco in Honduras

Der Río Coco, früher auch als Rio Segovia bekannt, ist der längste Fluss Mittelamerikas. Er entspringt nahe San Marcos de Colón in Honduras und verläuft in seinem Oberlauf durch Nicaragua. Hierbei bildet der Fluss die Grenze zwischen den Departamentos Nueva Segovia und Jinotega. Im Mittel- und Unterlauf ist er die Grenze zwischen Nicaragua und Honduras. Nach 750 Kilometern mündet er am Cabo Gracias a Dios in die Karibische See. Entlang des Flusses leben die Miskito-Indianer, in deren Sprache nennt sich der Fluss “Wanki”.

 

2. Rio Usumacinta – 560km

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Rio Usumacinta

Der Río Usumacinta ist der zweitlängste und zudem wasserreichste Fluss Mittelamerikas. Er ist auch die Grenze zwischen Guatemala und dem mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Der Río Usumacinta liegt im Südosten Mexikos bzw. im Nordwesten Guatemalas und ist etwa 560 km lang. Die Quellflüsse des Río Usumacinta sind der Río La Pasión und der Río Salinas, die beide ihren Ursprung in Guatemala haben. Im weiteren Verlauf durchquert der Río Usumacinta den mexikanischen Bundesstaat Tabasco. In der Nähe der Küste bildet er die natürliche Grenze zur Halbinsel Yucatán, bevor er in den Golf von Mexiko mündet.

 

3. Rio Motagua – 486km

Rio Motagua

Der Rio Motagua in Guatemala

Der Río Motagua ist mit 486 km Länge der längste Fluss Guatemalas und der drittlängste Mittelamerikas. Er entspringt in einer Höhe von etwa 1.800 Metern über dem Meeresspiegel im zentralen Hochland der Sierra Madre de Chiapas bei Chichicastenango, durchquert Guatemala von Westen nach Osten in der Motagua-Polochic-Verwerfung und mündet im Golf von Honduras in das Karibische Meer.

Der Oberlauf, der auch Río Silapec genannt wird und weite Teile des Hochlandes entwässert, bildet die Grenze zwischen den Departamentos El Quiché und Chimaltenango, sowie zwischen Baja Verapaz und Guatemala. Im Departamento El Progreso beginnt das sich schrittweise nach Nordosten hin öffnende Motagua-Tal, das seit langer Zeit eine der wichtigsten Verkehrsachsen Guatemalas ist. Der Fluss durchquert die Departamentos Zacapa und Izabal. Der Unterlauf bildet das Zentrum einer sehr fruchtbaren Region, in der hauptsächlich Bananen angebaut werden. Auf den letzten Kilometern vor der Mündung bildet er die Grenze zwischen Guatemala und Honduras.

 

4. Rio Lempa – 422km

Rio Lempa

Rio Lempa in Honduras

Der Río Lempa ist ein 422 km langer Fluss, der in Guatemala entspringt und über Honduras nach El Salvador in den Pazifik mündet. Er ist der längste Fluss in El Salvador (dort 320 km) und mit einem Wasserkraftwerk Hidroeléctrica Cerrón Grande nordöstlich der Hauptstadt San Salvador der Hauptenergieerzeuger des Landes.

Er versorgt etwa drei Millionen Salvadorianer mit Wasser, Strom und Fischen und stellt eine wichtige Transportmöglichkeit dar. Die Regierung plant zudem, weitere Staudämme zu errichten.

 

5. Rio Chixoy – 400km

Rio Chixoy

Der Rio Chixoy in Guatemala

Der Río Chixoy ist ein etwa 400 km langer Fluss in Guatemala. Er entspringt zwischen den nordöstlichen Ausläufern der guatemaltektischen Sierra Madre und der Sierra de los Cuchumatanes, südwestlich der Stadt Huehuetenango. Auf seinem Weg nach Osten bildet der Fluss zum Teil die Grenze zwischen dem Departamento Huehuetenango und seinen Nachbarn Totonicapán und Quiché. Letzteres durchquert der Río Negro in west-östlicher Richtung, um dann in Baja Verapaz im Chixoy-Stausee zu münden. Von dort aus fließt er als Río Chixoy zunächst kurz in nördlicher und westlicher Richtung weiter und mäandert dann in nördlicher Richtung bis zur mexikanischen Grenze, wobei er bis dorthin die Departamentos Alta Verapaz und Quiché teilt. Der Fluss bildet im weiteren Verlauf als Rìo Salinas auf etwa 100 km die Grenze zwischen dem Departamento El Petén und Mexiko. Beim Grenzübergang Pipiles trifft der Salinas auf den Río La Pasión, die zusammen den Río Usumacinta bilden, welcher dann im Norden im Golf von Mexiko mündet.

 

6. Rio La Pasion – 345km

Rio La Pasion

Der Rio la Pasion in Guatemala

Der ca. 345 km lange Río La Pasión hat zwei Quellflüsse – den Río Machaquilá und den Río Cancuén. Er bildet seinerseits – zusammen mit dem Río Salinas – einen der beiden Quellflüsse des Río Usumacinta und entwässert weite Gebiete des südlichen Petén-Tieflandes von Guatemala. Wie der Río Usumacinta im Westen, wird auch der Rio la Pasion immer noch von kleineren Personen- und Lastbooten befahren. Außerdem spielt der Fährverkehr eine wichtige Rolle. Die Uferzonen sind zumeist mit dichtem Urwald bedeckt, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass weiträumige Flächen im Hinterland als Felder oder Weideland landwirtschaftlich genutzt werden. Manchmal befinden sich entlang des Flusses Tukane und Krokos. Reiher sieht man häufiger, denn im Fluss gibt es noch ausreichend Fische.

 

7. Rio Artibonito – 320km

Rio Artibonito

Rio Artibonito in der Dominikanischen Republik

Der Rio Artibonito ist der längste Fluss auf der Insel Hispaniola. Der Artibonito entspringt am Fuße des Nalga de Maco im Gebirge Cordillera Central der Dominikanischen Republik. Von dort verläuft er in südwestlicher Richtung, danach parallel zur dominikanisch-haitianischen Grenze, nur wenige Kilometer östlich davon, bis zum Weiler Pedro Santana. Von Pedro Santana an wird er auf einem kurzen Abschnitt, bis zur Einmündung des Río Macasías, zum Grenzfluss. Von dort an fließt er durch Haiti, zunächst durch das Département du Centre, dann durch das nach ihm benannte Département Artibonite (französische Schreibweise). Nördlich von Saint-Marc mündet der Artibonite bei Grand-Saline in den Golf von Gonâve. Am Artibonite liegen u.a. die Städte Mirebalais und Verrettes.

 

8. Rio Yaque del Norte – 296km

Rio Yaue del Norte

Rio Yaue del Norte in der Dom-Rep

Der Rio Yaque del Norte fließt durch die Dominikanische Republik. Mit seiner Länge von 296 km ist er der zweitlängste Fluss der Insel Hispanola und der längste der Dom.Rep. Er entspringt in der Cordillera Central und mündet in der Bahía de Montecristi, westlich der Stadt San Fernando de Monte Cristi, in den Atlantik. Der Yaque del Norte fließt zunächst nach Nordosten, um nach der Stadt Santiago de los Caballeros sich in zahlreichen Mäandern ständig in westnordwestliche Richtung zu orientieren.

 

9. Rio Belice – 290km

Rio Belice

Rio Belice oder Belize River in Belize

Der Río Belice ist ein 290 km langer Fluss in Belize, der mehr als ein Viertel des Landes entwässert. Der Belize fließt entlang der Nordseite der Maya Mountains durch die Mitte des Landes Belize und mündet nahe Belize City in das Karibische Meer. Im Einzugsgebiet der Flüsse Belize River und Mopan River leben etwa 45 Prozent der Bevölkerung Belizes. Der auch „Old River“ genannte Belize ist bis hinauf zur Grenze mit Guatemala schiffbar und diente weit bis ins 20. Jahrhundert als Hauptverkehrsader für Handel und Kommunikation zwischen der Küste und dem Landesinneren. Der Belize River, wie er sich im englischen nennt, beginnt östlich von San Ignacio und durchfließt das weitgehend von tropischem Regenwald bedeckte Belize River Valley. Der Fluss diente lange der Forstwirtschaft, insbesondere dem Abbau von Mahagoni.

Der Belize River ist eine wichtige Trinkwasserquelle für die an seinen Ufern lebenden Menschen. Die Wasserqualität ist jedoch durch Sedimente, Pestizide und andere Schadstoffe stark eingeschränkt. Hauptgrund für die Verschlechterung ist die massive Abholzung der Wälder in den oberen Bereichen des Mopan River und die nicht-nachhaltige Landwirtschaft. Die von Anwohnern betriebene Brandrodung, um Flächen zum Anbau zu gewinnen, trägt zudem zur Wasserverschlechterung bei.

 

10. Rio Polochic – 240km

Rio Polochic, Guatemala

Rio Polochic, Guatemala

Der Río Polochic ist ein 240 km langer Fluss in Guatemala. Er entspringt im Süden des Departamentos Alta Verapaz, wenige Kilometer östlich von Tactíc. Er fließt zwischen der Sierra de Chamá im Norden und der Sierra de las Minas im Süden in östlicher Richtung durch die Motagua-Polochic-Verwerfung und mündet in den Izabal-See. Die letzten 30 km ab Panzós sind schiffbar. Früher wurde dieser Abschnitt für den Transport von Kaffee und Holz verwendet.

 

Anmerkung:

Wenngleich die mittelamerikanischen Flüsse zugegeben gegen die großen Konkurrenten in Südamerika  nicht anstinken können, finden sich immer mehr Touristen und Abenteuerlustige, die auf einer Mittelamerika-Tour den lokalen Sehenswürdigkeiten und Must-Sees mehr Beifall zollen, als etwa den Weltwundern wie Machu Picchu, oder den Iguazzu-Wasserfällen. Der Individualtourismus ist in dieser Zone noch sehr ausgeprägt und bietet noch relativ geheime und interessante Flecken zu entdecken. Ach ja und noch was, auch uns unterlaufen manchmal Fehler. Wenn Sie der Meinung sind, hier ist etwas falsch, dürfen Sie uns gerne kontaktieren, im Impressum ist unsere Mail hinterlegt.

 

Quellen: Wikipedia.org, MapsofWorld.com