Ein ungeschminkter Blick auf viele Teile des argentinischen Lebens, des Lebensstils und der Menschen in Argentinien von einem, der Argentinien kennt. Von jemand, der das Leben in Argentinien gut kennt. Der einige Jahre seines Lebens in dem Land Argentinien gelebt und auch gerne dort verbracht hat.

Argentinien, zum Leben geeignet?

Da muss man erstmal sagen: Ja, denn man kann ja überall auf dem Planeten sein Zelt aufschlagen, nicht nur theoretisch. Doch in jedem Land gibt es so seine Besonderheiten, der Stil des Lebens ist immer wieder anders, und so auch ganz besonders auch in Argentina, wie das Land auf Spanisch heißt.

Barrio Boca

Haus im Künstlerviertel La Boca, BsAs

Zum einen in Buenos Aires, zuerst im Zentrum, später in Pablo Podesta, in einem Barrio Cerrado, ein geschlossenes Viertel mit 1.500 kleinen Häusern. Alle Casas sind gleich, weil von der Regierung gesponsert, gut ummauert, mit Stacheldraht oben drauf und fest bewacht. Trotzdem kann mal ein Diebstahl vorkommen.

Die mittlerweile ehemalige argentinische Präsidentin Fernanda Kirchner war sogar mal dort, um sich auf die Schulter klopfen zu lassen, wie toll doch der von der Regierung gesponsorte soziale Hausbau in Pablo Podesta funktioniert. Ein neues Haus kann man dort für 50.000 Dollar erwerben, was schon recht günstig ist für diesen Teil des Molochs Buenos Aires.

Dann noch im Haus eines Amigos in Villa Ballester, ein Barrio, in dem viele deutschstämmige Argentinier leben. Dieses Viertel wird als recht ordentlich eingestuft, für europäische Verhältnisse aber doch eher mangelhaft. Und zwar deswegen, weil man auch dort überfallen werden und der Tod ums Eck lauern kann. Aber gut – mir und auch Ihnen – passiert das eh nicht, es sind ja immer “nur” die anderen, die wir im argentinischen Fernsehen täglich sehen dürfen. Hoffentlich bleibt das auch so 😉

In einem argentinischen Dorf, in Las Rosas in Cordoba, konnte man die heißen Sommermonate Argentiniens dann mehr als gut aushalten. Ein kleines Haus am Lande mieten, das ist nicht allzu teuer und man hat viele Freiheiten. Um sich die Zeit sinnvoll zu vertreiben, gibt es dort Schwimmbäder und natürliche Flüsse zum reinplanschen und austoben.

Zudem war ich eine Zeit in Cordoba-Stadt, kurz, aber heftig. Cordoba Stadt ist toll, es ist dort jeder Tag wie 3 Tage in Buenos Aires. Ein längerer Aufenthalt in einer Kleinstadt im Norden Argentiniens, im Departemento Jujuy, hat mir auch sehr gut getan.

Dort, im Norden Argentiniens, ist es das ganze Jahr über so warm, dass man im Winter nur ein paar Tage eine lange Hose anziehen braucht. Im Sommer ist es so heiß, dass man einige Stunden Siesta braucht, um der Mittagshitze, die zwischen 13 und 16 Uhr am heftigsten ist, zu entkommen. 40 Grad und etwa mehr ist dort häufig am Thermometer abzulesen. Es regnet dort nur sehr sporadisch, das Trinkwasser kommt aus den nahen Bergen Jujuys, oder einigen kleineren örtlichen Brunnen. Aber wie in allen südamerikanischen Städten muss das Wasser abgekocht werden, um es trinken zu können.

Dass da geregelte Arbeit schwer zu finden ist, und auch das Arbeiten an sich eher nicht so toll ist, wird jedem Normalmensch klar sein. Das größte lokale Unternehmen ist im übrigen eine  Zuckerrohr verarbeitende Fabrik. Die Russwolken der dort in die Luft gepusteten Verbrennungsrückstände erinnern an Kohlekraftwerke der 50er Jahre. Die klimatisierte Tankstelle mit Wi-Fi (W-Lan) ist ein Treff für die Reichen aus der Umgebung. Dort gibt es auch Mittags ein sehr leckeres Essen, zudem – man kennt sich und sehen und gesehen werden ist auch hier im Norden Argentiniens wichtig.

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Frisches für einen Euro fünfzig im Norden Argentiniens

Als Fazit bleibt zu sagen, daß man in Argentinien mit viel weniger Geld im Monat als etwa in Deutschland recht gut auskommen kann.

Zuletzt im Januar 2016 stieg der Euro auf 15 argentinische Pesos. Allein die Kaufkraft ist nicht gleich wie noch vor wenigen Jahren, sondern sogar drastisch geschwunden, dank der immensen Inflation.

Mit einem normalem Einkommen aus Dollar oder Euro lebt man sicher gut, zu empfehlen ist eine Unterkunft die monatlich zu zahlen ist und etwas ausserhalb des Zentrums liegt.

Aktuelle Preise Januar 2016 in Buenos Aires

  • 1 kg Schweinefleisch 70 Pesos
  • 1 kg Rindfleisch “Lomo” 100 Pesos
  • 1 Liter Bier Quilmes 25 Pesos
  • 100 Gramm Kaffee gemahlen 45 Pesos
  • 1 Empanada de Carne 15 Pesos
  • 100gr Plätzchen (Galletitas) 10 Pesos

Wer sich ausführlich über die Preise für Waren in Buenos Aires informieren will, dem empfehle ich den Artikel Buenos Aires – Preise – Lebenshaltungskosten

Gut, die Venezolaner lachen noch über solche Inflationsraten. Aber ist man in einem Land mit dermassen Inflation, lohnt es nicht, sich das einheimische Geld unter das Kopfkissen zu legen. Viele Argentinien legen sich daher alternative Währungen zu, oder kaufen Edelmetalle wie Gold oder Silber.

Mir wurden immer wieder sehr gerne die Euro-Scheine von lokalen Unternehmern umgetauscht. Da man mich natürlich mit der Zeit dort kannte – ich war in dem Dorf im Norden der einzige Gringo weit und breit – vertraute man mir auch, dass die Euros auch echt sind.

Ich nahm, wie ein guter Jude das auch tun würde, natürlich ein wenig mehr, als der offizielle Umtauschkurs zu dem Zeitpunkt war. Musste ja auch mein Leben finanzieren und ja dazu muss man sagen, dass die Lebenshaltungskosten allerdings horrend gestiegen sind in den letzten Jahren. Es war eine Preissteigerung von 20-25% zu verzeichnen, pro Kalenderjahr. Ob Frau Kirchners marode und korrupte sozialistische Politik dahintersteckte? Man kann es nicht nur vermuten.

Und diese Teuerung betraf vor allem eben auch Grundnahrungsmittel, wie etwa das in Argentinien beliebte und wirklich beste Rindfleisch der Welt. Nahrungsmittel, die man in der Stadt kaum selber anpflanzen oder züchten kann werden permanent teurer, die Löhne stiegen teilweise um 20-25% pro Jahr. Mit dem Salär müssen viele Familien ihre monatlichen Unkosten decken, und häufig arbeitet nur ein Familienmitglied, der Rest ist minderjährig oder bekocht die anderen.

Buenos Aires – Die Porteños in Argentinien

Anfangen muss man eigentlich immer, wenn man von Argentinien schreibt, in der Hauptstadt Buenos Aires. Das Land ist immer noch sehr zentralistisch aufgestelle, alle Fäden laufen an die Stadt am Rio de la Plata. Die Bevölkerung draussen am Land und auch die Städter in den anderen Provinzen Argentiniens sind auf die Porteños, wie die Bürger und Einwohner von Buenos Aires auch genannt werden, nicht gerade gut zu sprechen.

Das kommt zum einen daher, dass in Argentinien alles zentralistisch nach Buenos Aires führt, die Stadt hat wirtschaftlich als auch kulturell einfach am meisten zu bieten. Das schürt den Neid der restlichen Bevölkerung in Argentinien. Zum anderen sind die Porteños dafür bekannt, Sprüche zu reissen, was sie leisten, was sie gestern gemacht haben und was sie doch alles morgen, mañana, tolles machen werden.

Eingebildet, frech und hochstaplerisch sind viele Einwohner der Stadt Buenos Aires. So die Sicht der restlichen Argentinier auf ihre Mitbürger in der am Rio de la Plata gelegenen Hauptstadt.

Zudem gefällt es diesen Leuten ungemein, Ausreden zu erfinden. Mentirosos, also Lügner, findet man dort auch gefühlt mehr als anständige Einwohner. Die werden mich steinigen, aber so hab ich das dort empfunden, nun bin ich im “Exil” und kann frei von der Leber weg schreiben.

Die Argentinier allgemein

Argentinier

Argentinier bei ihrer Lieblingsbeschäftigung

Diese traurige Wahrheit erkennt man recht schnell, und man sollte in Buenos Aires eigentlich erstmal keinem Vertrauen. Nicht mal ein bisschen.

Was nun aber im Umkehrschluß nicht bedeuten soll, dass man den Einwohner im Rest des Landes trauen kann.

Leider ist es halt mal so, dass die argentinische Mentalität sehr anders ist als das, was wir im deutschsprachigen Raum gewohnt sind.

In den vielen Jahren, die wir auf Reisen verbracht haben und in denen wir fremde Menschen und Kulturen kennen gelernt haben, stellt man sich auf sowas ein.

Ein Tourist, der nur auf Durchreise das Land besucht, bekommt davon sowieso nicht soviel mit. Außer, er wagt es mal, sich ausserhalb seiner Reisegruppe solo in Buenos Aires zu bewegen.

Taxi bitte, aber nicht in Buenos Aires

Das fängt an beim Taxifahrer, der in betrügerischer Absicht zu lange Wege zurücklegt. Sowas kennt man im deutschsprachigen Raum weniger. Im Süden Europas eher schon, in Großstädten wie Rom in Italien mag das auch vorkommen.

Dadurch wird man ja aber auch nicht wirklich arm, wenn einem mal das Doppelte an Fahrtkosten für das Taxi entstehen. Zumal die Preise für Taxis im Vergleich zu Europa recht preiswert sind. Aber es ärgert, es nervt und es trägt nicht gerade zur Freude über das Land und seine Bewohner bei. Und sowas trägt man dann nach Aussen, weil es einem hängen bleibt, negativ.

Ein Gringo solo in Buenos Aires

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Gringo in BsAs

Alleine als Ale-Mann etwa in Buenos Aires unterwegs sein, bedeutet auch, Freiwild zu sein. Interessant für die vielen argentinischen Frauen, die sich allzu gerne einen Gringo angeln wollen.

Der Ausdruck Gringo (eigentlich Green-Go!) stammt übrigens aus dem Krieg zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten. Der Grünrock (Soldat der Staatengemeinschaft) wurde von den Mexikanern zum Go! aufgefordert. Doch nun zurück nach Argentinien.

Hier spürt man das richtig, die Argentinierinnen sind oft enttäuscht von ihren Partnern. Die Argentinier sind überwiegend rechte Machos und treiben oft ein zwielichtiges Spiel mit ihren Freundinnen und Frauen. Eine Zweit-/Drittfreundin zu besitzen und ein Doppelleben zu führen, ist dort Gang und gäbe.

In meiner Lieblingsbar, dem Kilkennys in Buenso Aires zum Beispiel. Das Irish Pub und Musikkneipe in einem ist in der Nähe des Zentrums in Buenos Aires in der Calle Reconquista 1000 gelegen. Vom Bahnhof Retiro aus sind es etwa zehn Gehminuten. Ab 14 Uhr ist dort schon was los, die vielen Afterwork-Gäste sind meist gebildet, man kann auch schon mal mit etwas Glück den ein oder anderen deutschsprechenden Gast antreffen.

Und so kommt es, dass man da schnell mal einkehrt, wenn man etwa von einem Ausflug in das argentinische Hinterland zurückkehrt, denn die Fernreisebusse enden alle am Busterminal, das neben den Zentralbahnhof Retiro liegt. Von dort aus sind es zehn Gehminuten bis zur Calle Reconquista.

Aber das Highlight dort sind die argentinischen Girls, die wirklich vom Feinsten sind in Buenos Aires. Hier kommen sie aus allen Teilen des Landes, um zu studieren, oder Arbeit zu finden. Und viele arbeiten dann in einem guten Bürojob und sind gebildet, schlank sind alle und einige auch aus relativ gutem Hause.

Aber die meisten. ob arm oder reich,  kommen aus zerrütteten Familien. Die Eltern haben sich getrennt und meist gab es einen Streit, den die Kids auch miterleben dürfen. Macht nichts, man gewöhnt sich dran, wenn man von den Amigos erfährt, wies so läuft bei denen ist es auch nicht anders.

schoenheitsköniginnen

In einer Kleinstadt in Cordoba, Argentinien

Obwohl – da fällt mir ein, die allerschönsten Mädchen Argentiniens sind eindeutig in Cordoba zu Hause. Also nicht nur in der Stadt, aber dort eben mehr als auf dem Lande.

Da kommen die ganzen Schönheiten vom Lande Cordobas an die Unis in Cordoba-Ciudad und gesellen sich zu den eh schon recht hübschen Städterinnen.

Doch nun wieder zurück in die Hauptstadt, nach Buenos Aires.

Überhaupt findet man in dieser Ecke von Buenos Aires, genauer in Reconquista, mehrere Bars und Lokale mit recht hübschen Chicas. Leider ist aber bei manchen der Drang zum Geld und leichtem Leben so stark, dass sie einem ihre Dienste gegen Pesos anbieten wollen.

Das merkt man aber sehr schnell, diese Damen erkennt man sehr leicht, und man kann sie im Allgemeinen auch einfach abwimmeln, aber einige sind echt nervig und labern einen zu. Da hilft nur, sich einfach dumm zu stellen und so zu tun, als würde man nix verstehen. Antworten auf Englisch oder besser noch auf Deutsch und dann merkt es auch die Dümmste, dass man seine Ruhe haben will.

Man kann auch schon recht früh ins Kilkennys Irish Pub, zum Beispiel eben schon am Nachmittag. Das einzige wirklich irische dort sind eigentlich die Preise, die für Buenos Aires recht teuer sind.

Die Einrichtung ist typisch irisch rustikal und dunkel, man kann im Erdgeschoß und im ersten Stock seinem Bierchen oder Caipirinha, Cuba Libre etc. bei entspannender internationaler Musik frönen. Nach wie vor ist ein Sex on the Beach hier, wie auch in anderen, zivilisierteren Ländern, ein guter Anfang, wenn man sich näher kennenlernen will.

Also erstmal das Getränk, und immer schön den Gringo heraushängen lassen. Wenn man zu gut spanisch spricht, ist das auffällig. Und auch nicht wirklich gewollt, man will schon einen echten Gringo abschleppen. Ab und zu ist dort auch Livemusik angesagt, meist an den Wochenenden am Sonntag.

Die Livemusik wird dabei von aufstrebenden Bands aus Buenos Aires gespielt. Es gibt Mixes aus Pop, Rock, Tango und jazzigen Tönen, je nach Band natürlich. Das kann man vorher nie wissen, denn wie so oft in Argentinien kann sich das mal ändern, denn auch die Künstler haben sich anstecken lassen vom Way of easy Life in Buenos Aires.

Die Songs sind auf Spanisch oder auch mal Englisch und von meist mittelguter Qualität. Aber macht nix, wenn die Mädels dazu wackeln passt das dann schon.

City Tour Buenos Aires

Buenos Aires intern

Werbung in San Martin, BsAs

Die meisten ausländischen Touristen kommen nach Buenos Aires und schauen sich die Stadt auf einer der vielen Stadtrundfahrten an.

In jedem Hotel liegen Hunderte, oft Tausende von kleinen visitenkarten-ähnlichen Flyern aus, wo auch immer mindestens eine Stadtrundfahrt dabei ist.

Einige sind dabei sogar auf Deutsch.

Diese Stadttouren durch Buenos Aires führen je nach Anbieter an den Hafen in Buenos Aires, dem Puerto Madero, der im gleichnamigen Stadtteil liegt.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires

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Spass in BsAs

In Puerto Madera gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu entdecken gilt. Unter anderem ist dort ein Museum und einige Bars und Restaurants zu finden.

Wikipedia schreibt, dass dieser Ort einer der trendigsten ist in Buenos Aires,  naja zumindest ist er einer der Saubersten 😉

Welche Sehenswürdigkeiten es in Puerto Madera noch zu entdecken gibt , das verrate ich nun nicht, sonst braucht ihr ja gar nicht mehr dort hin fahren oder fliegen.

Aber nur soviel: Eine bekannte Universität ist nicht weit, und es gibt dort sehr hübsche, gebildete Argentinierinnen, die man auch wieder recht einfach kennenlernen kann.

Die argentinischen Girls sind allgemein recht aufgeschlossen, erst recht wenn man Gringo ist und ein wenig Spanisch sprechen kann. Da kommt schnell das Helfersyndrom hoch.

Mit Englisch stehen die meisten Argentinier und erst recht die Damen auf Kriegsfuß. Das mag auch am verlorenen Krieg um die Falklandinseln (Malvinas) gegen die Briten liegen. Also am besten ein wenig Spanisch lernen, bevor man da was anfangen will.

Zum Spanisch lernen kann ich nur empfehlen, sich mal ein wenig mit dem Google-Übersetzer auseinanderzusetzen und sich eine spanisch sprechende und schreibende Chatfreundschaft zu besorgen.

So kommt man zwar auf die harte Art, aber dafür recht schnell an die neue Sprache. Fehler sind dabei natürlich vorprogrammiert, führen aber oft zu lustigen Situationen und man ist halt mal “was andres” als die lokalen Machos.

Wobei sich herausstellen wird, dass Spanisch dadurch, dass es eine lateinische Sprache ist, viele Wörter ähnlich hat wie das Deutsche, das auch einige Latinismen aufweisen kann. Wenn auch natürlich der anglikanische Einfluß in der deutschen Sprache überwiegt.

Argentinisch oder doch nur Kauderwelsch?

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Zeitzeuge: America.de in Argentinien

Quasi täglich stolpert man im Spanischen – oder eigentlich dem castellano- sprechenden Alltag über Ausdrücke, die im Deutschen ähnlich sind, und wenn der gegenüber eine einigermaßen aufgeschlossene Art und Natur hat, dann versteht man sich schon, es ist wie so oft im Leben, man muss es halt wollen.

Wenn sich zwei treffen, und einer will nicht, wird es immer schwierig, hierbei einen Nenner zu finden.

Das argentinische Spanisch ist übrigens ein wenig anders als das Castellano, das man in großen Teilen Spaniens und Lateinamerikas spricht, ein Calle, also im gehobenen Spanisch gesprochen als Caie, wird in Argentinien zu einem gesprochenen Casche. Das ll wird sch und noch einige mehrere Ausdrücke sind dort unterschiedlich, als im Castellano.

Es gibt den Boludo und Pelotudo und noch viele mehr schöne Ausdrücke, die man eigentlich so in unserem Wortschatz nicht verwenden muss 🙂

Aber dies sind Feinheiten, die den typischen Argentinien-Urlauber eh nicht interessieren brauchen. Schön wenn es euch gefallen hat, ein kleiner Ausflug in die argentinische Unterwelt fehlt noch.

Buenos Aires – mit Sicherheit

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Negociantes-Geschäftemacher in BsAs

In weiten Teilen von Buenos Aires ist es zudem üblich, dass man eine Schusswaffe zuhause hat.

Aus Gründen des Selbstschutzes natürlich. Und eine Lizenz zum Führen einer Schusswaffe, also ein offizielles Papier, also sowas wie eine Schusswaffenlizenz, wird derjenige, der einen überfällt, ja auch nicht herzeigen.

Also warum sollte man selbst sowas haben, ausserdem kostet die Lizenz sicher einiges.

Es ist auch so, dass einige Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge als Mittel zum Zweck einsetzen und auf der Pista den rüden Rüpel raus lassen. Ich war froh, dass ich nie selbst ans Steuer musste in San Martin oder anderen Teilen der Stadt, der Süden soll ja noch schlimmer sein.

Diesen Text habe ich übrigens nicht geschrieben als Abschreckung, oder um jemanden dieses Land madig zu machen. Man sollte sich nur bewußt sein, dass man in Argentinien nicht die gleichen Voraussetzungen zum Starten hat, wie in anderen Ländern.

Mir hat es in Argentinien sehr gut gefallen, ich selbst wurde weder überfallen, noch betäubt oder ähnliches. Ob das an meinem Körperbau liegt? Mit 1,90 ist man dort eben eher nicht der typische Kandidat für einen Kleinkriminellen. Ausserdem war ich nie lange in einem der echten Barrackenviertel.