Ecuador mit Galapagos

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Fläche 283 561 km2
Einwohner 15,73 Mio. (2013)
Hauptstadt Quito
Verwaltungsgliederung 22 Provinzen
Amtsprache Spanisch
Nationalfeiertag 10. 8.
Währung 1 US-Dollar (US-$) = 100 Cent (c, ¢)
Zeitzone MEZ − 6 Stunden
Internet-TLD .EC
Telefonvorwahl +593

Ecuador (deutsch auch: Ekuador, amtlich spanisch República del Ecuador), Staat im Nordwesten Südamerikas, beiderseits des Äquators; grenzt im Westen an den Pazifik, im Norden an Kolumbien, im Osten und Süden an Peru; zu Ecuador gehören die Galápagosinseln. Ecuador ist ein relativ kleiner Staat in Südamerika, der im nordwestlichen Teil Südamerikas zu finden ist. Das nach wie vor von einem sozialistisch geprägten System regierte Ecuador grenzt an Kolumbien im Norden, den Pazifik im Westen, Brasilien im Osten und an Peru im Süden.

Der Name kommt daher, dass Ecuador nahe am Äquator gelegen ist. Auch gehören die berühmten Galapagos-Inseln zu diesem südamerikanischen Land, die fast 1.000 Kilometer entfernt vor der Küste Ecuadors liegen. Auf den Galapagos findet man eine einzigartige Fauna, die immer mehr Touristen per Fotos und Videos erleben und festhalten wollen.

Ecuador im Norden SüdamerikasJeder Ecuatorianer bekommt eine nationale Identifikation zugeteilt, ähnlich dem Personalausweis in deutschsprachigen Ländern. Die Landessprache in Ecuador ist wie in weiten Teilen Südamerikas Spanisch. Von der Bevölkerung sind 40 Prozent unter 16 Jahre alt und lediglich 6 Prozent der Menschen älter als 65 Jahre. Somit ist Ecuador ein Land mit vielen  jungen Einwohnern, da könnte man meinen, dass die Rente gesichert ist.

Staatsrecht

Nach der Verfassung vom 10. 8. 1998 ist Ecuador eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive (Regierungschef) ist der auf 4 Jahre direkt gewählte Präsident; er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennt die Mitglieder des Kabinetts. Die Legislative liegt beim Nationalkongress (100 Abgeordnete, für 4 Jahre gewählt). – Einflussreichste Parteien: Christlich-Soziale Partei (PSC), Roldosistische Partei Ecuadors (PRE), Demokratische Linke (ID), Neue unabhängige Partei der Nationalen Aktion (PRIAN), Bewegung der plurinationalen Einheit Pachakutik-Neues Land (MUPP-NP), Partei Patriotische Gesellschaft 21. Januar (PSP) und Volksdemokratie (DP), Alianza PAÍS.

Natur

Ecuador gliedert sich in drei Landschaftszonen. Im Westen entlang der Küste des Pazifiks mit dem Golf von Guayaquil erstreckt sich ein 50–160 km breites Tiefland (Costa), das von einem Küstengebirge (bis 700 m über dem Meeresspiegel) durchzogen wird, mit im Norden feuchtheißem, im Süden trockenem Klima. Das Zentrum des Landes bildet die Andenregion (Sierra), zwei Parallelketten von 3.000 bis 6.000 m Höhe mit zum Teil tätigen Vulkanen (Chimborazo 6.310 m über dem Meeresspiegel, Cotopaxi 5.897 m über dem Meeresspiegel). Zwischen den beiden Kordilleren ist das Hochland durch quer verlaufende Bergzüge in einzelne, etwa 2.600 m hoch gelegene Becken, die Hauptsiedlungsräume des Landes, geteilt. Bei kühlgemäßigtem Klima gibt es eine bis zu neun Monate dauernde Trockenzeit. Die Hänge der Ostkordillere fallen nach Osten steil zum östlichen Tiefland (Oriente) im Stromgebiet des Amazonas ab, das mit tropischem Regenwald bedeckt und noch kaum erschlossen ist.

Die ecuatorianische Bevölkerung

Größte Bevölkerungsgruppe sind die Mestizen (rd. 40 %); Indianer, Schwarze und Mulatten sowie Weiße haben einen Bevölkerungsanteil von je 20 %. Die Indianer der Sierra sprechen meist Ketschua oder Chibcha. Schwarze und Mulatten leben zum größten Teil im Küstentiefland. Die Weißen, überwiegend in den Städten, bilden die Oberschicht. Die durchschnittliche Bevölkerungswachstumsrate von 2,1 % ist eine der höchsten Lateinamerikas, die Bevölkerungsdichte die höchste Südamerikas. In Städten (größte Städte sind Guayaquil, Quito und Cuenca) leben 61 % der Einwohner. – Rund 97 % der Bevölkerung sind Christen (ganz überwiegend [rund 93 %] Katholiken). – Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 15 Jahren. Die Alphabetisierungsrate (2004) wird auf 91 % (alle über 15 Jahre) beziehungsweise 96 % (15- bis 24-Jährige) geschätzt. Die älteste Universität ist die Universidad Central del Ecuador (gegründet 1769) in Quito.

Wirtschaft

Die traditionell agrarisch geprägte Wirtschaftsstruktur änderte sich grundlegend durch den starken Ausbau der Erdölproduktion und des -exports in den 1970er- und 80er-Jahren. Ein Anfang der 1990er-Jahre eingeleitetes marktwirtschaftlich orientiertes Reform- und Sparprogramm führte nicht zu einer Konsolidierung der Volkswirtschaft. Infolge versäumter Strukturreformen, der Abhängigkeit von einigen wenigen Exportgütern (Erdöl, Bananen), der negativen Auswirkungen von El Niño 1997/98 auf die Landwirtschaft und Infrastruktur des Landes u. a. kam es Ende der 1990er-Jahre zu einer der schwersten Wirtschaftskrisen des Landes. Seit 2003 profitiert Ecuador vom rapide steigenden Erdölpreis, was die Wachstumsschwäche anderer Bereiche überdeckt. – Erdöl wird seit 1917 auf der Halbinsel Santa Elena, seit 1972 im Norden des Oriente gefördert; der Transport erfolgt durch eine transandine Pipeline (504 km lang) zur Küste bei Esmeraldas (Erdölraffinerie). Der Bau einer neuen Schwerölleitung wurde 2001 beschlossen. Die Vorkommen an Gold sowie an Eisen- und Kupfererz sollen verstärkt abgebaut werden.

Ein nach wie vor wichtiger Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, die rund 28 % der Staatsfläche nutzt. Auf Plantagen im Küstenland (Costa) werden Bananen, Kaffee, Kakao und Zuckerrohr (vorwiegend für den Export) sowie Reis angebaut, für den Eigenbedarf im Hochland Getreide, Kartoffeln, Gemüse; ferner Rinder-, Schaf- und Schweinezucht. Die Regenwälder im östlichen Tiefland (Oriente) werden noch wenig genutzt. Im nördlichen Küstengebiet ist aber durch die infrastrukturelle Erschließung im Zusammenhang mit der Erdölsuche und -förderung ein rascher Rückgang der Waldbestände zu verzeichnen.

Reiche Fischgründe (zum Teil Beeinträchtigung durch El Niño) liegen im Bereich des Humboldtstroms und um die Galápagosinseln (200-Seemeilen-Grenze); wichtig für den Export ist die Garnelenzucht (ökologische Schädigung der Mangrovenbestände). Die Industrialisierung, bisher v. a. durch Kapital- und Rohstoffmangel, unzureichende Infrastruktur und ungenügende Kaufkraft erschwert, wird stark gefördert, v. a. der Ausbau der chemischen Industrie und der Metallproduktion. Die Erdölexporte führten in den letzten Jahren zu einer aktiven Handelsbilanz. Ausfuhr: Erdöl, Bananen, Garnelen; Einfuhr: besonders Rohstoffe, Maschinen und Fahrzeuge. Haupthandelspartner sind die USA, Kolumbien, Peru, Japan und Venezuela.

Der Verkehr im Lande

Wichtigster Verkehrsträger ist das gut ausgebaute Straßennetz mit einer Gesamtlänge von rund 43.000 km, davon entfallen 1.392 km auf die von Norden nach Süden durch die Sierra verlaufende Carretera Panamericana. Die Bedeutung der Eisenbahn (Streckenlänge 966 km) und der Binnenwasserstraßen (v. a. der Río Guayas) ist gering. Größter Seehafen ist Guayaquil, Bananenexporthafen Puerto Bolívar, Erdölexporthafen El Balao bei Esmeraldas. Internationale Flughäfen gibt es in Guayaquil und Quito.

Neuere Geschichte

Am 26. 11. 2006 gewann nach Stichwahl Rafael Correa Delgado die Präsidentschaftswahlenhaftswahlen (Amtsantritt 15. 1. 2007). Für eine Staatsreform wurde am 1. 10. 2007 eine verfassunggebende Versammlung gewählt. Am 26. April 2009 fanden Wahlen zur Nationalversammlung statt. Die stärkste Fraktion des 124 Abgeordneten starken Parlaments wurde mit 59 Abgeordneten die Regierungspartei Alianza PAÍS. Am 17. Februar 2013 wurde Rafael Correa in der ersten Runde der Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Ecuador 2013 erneut zum Präsidenten gewählt.

Klima und Wetter

In Ecuador herrschen extreme Klimaunterschiede. Dem ist so aufgrund der unterschiedlichen Höhenlagen, die auch für die verschiedenen Niederschlagsmengen verantwortlich sind. Allerdings sind die Temperaturen recht gleichmäßig wegen der Nähe zum Äquator. Im Gebiet der Gebirge (Sierras) gibt es jedoch erhebliche Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. In den Küstenregionen im Norden herrscht tropisches Monsunklima und es gibt zudem eine Regenzeit zwischen Januar und Mai in diesem Gebiet. Im Andenhochland gibt es eigentlich keine richtige Regenzeit, allerdings sind die Monate von Mai bis November trotzdem sehr verregnet.

Ecuadors Sehenswürdigkeiten

In Ecuador gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Neben der Kultur können auch Vögel in den Nebelwäldern beobachtet werden und es besteht die Möglichkeit an Trekking-Touren in einem der zahlreichen und schönen Nationalparks teilzunehmen.
Zudem gibt es einige sehr schöne Plätze zum Schnorcheln, Tauchen und natürlich wie überall an der Pazifikküste auch zum Surfen.

Agua Blanca

agua-blanca-ecuadorSehr interessant ist der indianische Ort Agua Blanca, in dem es ein Museum mit Urnen und Schlangen gibt. Das Gebiet Lagunas de Mojanda wurde 2002 unter Naturschutz gestellt und es finden sich dort drei wunderschöne türkisfarbene Seen.

Calderon

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Der Ort Calderon ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier kann ecuadorianische Volkskunst hautnah miterlebt werden, denn es werden hier Dekorationen, wie Figuren bis hin zu Weihnachtsbaumschmuck, aus Brotteig hergestellt. Diese Figuren und die Deko ist aufgrund der Konservierungsstoffe im Teig sehr lange haltbar.

Tigua

Tigua ist bekannt für seine Gemälde, die vom Leben in den Anden handeln. Hier gibt es auch die sehr interessante Galeria Tigua-Chimbacucho. Ebenso können hier auch Masken und Gemälde der nativen Künstler erworben werden.

Die Galapagos Inseln

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Die meisten Leser haben sicher auch schon von den Galapagos Inseln gehört, die eine der Hauptattraktionen Ecuadors darstellen. Das Gebiet besteht aus 13 größeren Inseln und wurde bereits 1959 zum Nationalpark erklärt. Das mit Tierreichtum und Artenvielfalt glänzende Inselgebiet wird immer mehr Ziel des Massentourismus und ist eine interessante Einnahmequelle geworden.

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Seelöwen tummeln sich am Strand auf den Galapagos-Inseln


Mit dem Flugzeug werden die Besucher vom Festland Ecuadors auf eine der Inseln gebracht, wo sie zu Fuß in Gruppenwanderungen oder mit Kreuzfahrtschiffen zu den Inseln gefahren werden, wo allerlei höchst interessante Tiere zu sehen sind. Klar, dass dies auch eine Bedrohung der Tierwelt darstellt, und daher hat man auch die Besucherströme etwas besser gelenkt und vermindert.

Baños

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Sehr beliebt bei Touristen ist auch die Ortschaft Baños, wo man dampfende Thermalbäder, einen schönen Wasserfall, sowie einen Vulkan erleben kann.

Die Hauptstadt Quito

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Die Hauptstadt Quito sollte ebenfalls besucht werden bei einem Urlaub in Ecuador. Die Stadt liegt 2850 Meter über dem Meeresspiegel und ist umgeben von schneebedeckten vulkanischen Bergen.
Es gilt dort die Altstadt zu entdecken, die im Kolonialstil gehalten wurde. Für moderne Besucher der Stadt eignet sich zudem die Neustadt.
In diesem jüngeren Teil der Stadt finden sich Hochhäuser, schrille Hotels und auch moderne Cafes, die das moderne Stadtbild dieses Teils von Quito prägen.