Guyana liegt in Südamerika und gehört zum Commonwealth und der CARICOM. Das Land hat gemeinsame Grenzen mit Brasilien, Venezuela, Surinam und dem Atlantik. Der höchste Punkt des Landes ist mit 2835 Metern der Berg Roraima.

Guyana Überblick

Guayana im Norden Südamerikas

Landesflagge Guyanas

Englisch Guiana, französisch Guyane, auch gerne Guayana genannt, umfasst etwa 1,5 Mio. km2, größtenteils gebirgig (Bergland von Guayana, rund 1 000–1 500 m über dem Meeresspiegel. Im Pico da Neblina 3 014 m) und mit tropischem Regenwald (die inneren Plateaus mit Savannen) bedeckt; im Südwestteil ragen steilwandige Tafelberge (in Venezuela Tepuis genannt) und Plateaus auf, von denen die Flüsse zum Teil in gewaltigen Wasserfällen (Angelfall) herabstürzen. Längs der Küste erstreckt sich ein tropisch-feuchtes, zum Teil versumpftes Tiefland.

Geschichte: Die Küste von Guayana wurde 1499 entdeckt. Da das Gebiet nicht fest an portugiesische oder spanische Interessen gebunden war, nahmen es im 16./17. Jahrhundert Niederländer, Engländer und Franzosen ein. Bis 1815/16 wurden die Besitzungen häufig ausgetauscht, der Wiener Kongress und der Vertrag von London teilten Guayana in Britisch-Guayana (heute Guyana), in Niederländisch-Guayana (Surinam) undFranzösisch-Guayana. Das bedeutend größere Hinterland gehört zu Brasilien und Venezuela.

Der Großteil der Bevölkerung hat sich an der karibischen Küste angesiedelt. Sonst ist das Land, auch aufgrund des tropischen Regenwalds, recht dünn besiedelt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind indischer Herkunft. Im Land leben insgesamt knapp 800 000 Menschen und die Landessprache ist Englisch. Das südamerikanische Land wurde auch erst im Jahre 1966 von Großbritannien unabhängig. Die Hauptstadt von Guyana ist Georgetown und die Landeswährung nennt sich Guyana-Dollar.

Klima

In Guyana herrscht tropisches Klima und es gibt kaum jahreszeitliche Schwankungen. Das ist auch der Grund für die schwülen und sehr warmen Temperaturen. Der Urlauber braucht einige Zeit, um sich daran zu gewöhnen, so dass der Urlaub ein voller Erfolg wird. In den Urlaubsplanungen sollte auch an die Regenzeit zwischen den Monaten April und September gedacht werden. Die Wasserfälle im Land wirken allerdings in der Regenzeit noch imposanter.

Sehenswürdigkeiten

In der Hauptstadt Georgetown gibt es auch einige Sehenswürdigkeiten. Die Stadt liegt an der Mündung zum Atlantik und wird auch oft als Gartenstadt der Karibik bezeichnet. Sehr interessant anzusehen sind die Pfahlbauten aus dem 18. Jahrhundert und auch die schattigen, grünen Grachten. Hier kann ganz gut der koloniale und holländische Flair gesehen werden. Recht imposant und nett anzusehen ist auch die 45 Meter hohe St. George Kathedrale, die komplett aus Holz gebaut wurde.

Empfehlenswert ist auch ein Besuch des Stabroek Marktes. Hier gibt es Lebensmittel und auch günstigen Gold- und Silberschmuck zu erwerben. Außerdem gibt es in Georgetown auch einen 40 Hektar großen botanischen Garten, der perfekt ist, um mal so richtig Auszuspannen. Auch findet man in Georgetown ein neugebautes Kulturzentrum und ein interessantes Nationalmuseum, in dem die Geschichte der Stadt ausführlich dargestellt wird.

Im Regenwald

Anders als seine Nachbarländer bietet Guyana nicht so tolle Badestrände. Dafür gibt es einen Regenwald mit einer beeindruckenden Artenvielfalt und auch vielen verschiedenen Tieren und Pflanzen.
Regenwaldtour-Guyana-600px

Bartica ist der ideale Ausgangspunkt, um das tolle Hinterland zu erkunden. Von hier aus können auch Ausflüge zu den 226 Meter hohen Kaeiteur Wasserfällen unternommen werden, die am Rio Potaro liegen. Die Fälle zählen neben den Niagara- und den Iguacufällen zu den schönsten Wasserfällen in Amerika. Interessant und erlebnisreich kann auch ein Besuch der Ameridians-Indianer in den Rupununi Savannen sein.

Roraima-Tepui

Der Roraima-Tepui (aus Pemón roroi „türkisblau“, „fruchtbar“, ma „groß“), auch Mount Roraima oder Cerro Roraima, ist ein 2.810 m hoher Tepui im Dreiländereck zwischenVenezuela, Brasilien und Guyana.

Er ist Namensgeber des brasilianischen Bundesstaates Roraima. Bis 1962 hieß die RegionTerritório do Rio Branco, doch immer wieder kam es zu Fehlleitungen von Briefsendungen und Einwanderern, die in diese Region wollten, jedoch schließlich in der damaligen Hauptstadt Rio Branco des Acre-Territoriums ankamen.

Die Landschaft auf dem Hochtableau ist ein Felslabyrinth mit vielen Schluchten – teilweise mehrere hundert Meter tief. Auf der Hochebene des Tepuis wachsen hauptsächlich Flechten, Gräser und verschiedene Orchideen. Der nährstoffarme Sandsteinboden ist aber auch ideal für fleischfressende Pflanzen, wie Sumpfkrüge, Reusenfallen und Sonnentauarten. Die Tierwelt besteht aus Insekten, Vögeln, Lurchen, sowie kleineren Reptilien (Schlangen, Echsen) und Säugetieren (Mäuse). Auf dem Roraima sind etwa 80 Prozent aller Organismen endemisch, das heißt es handelt sich um eine einzigartige, nur auf dem Tepui vorkommende Tier- und Pflanzenwelt, wie sie an keinem anderen Ort der Welt zu finden ist. Eine Ursache ist die mehrere hundert Meter hohe Steilwand, die eine unüberwindbare Barriere darstellt, eine andere das unterschiedliche Klima, das zu einer thermischen Isolation gegenüber dem Regenwald führt. Auf dem Boden herrscht ein feuchtes, tropisches Klima (~ 30 °C), auf dem Plateau dagegen ein eher gemäßigtes (~ 10 °C) mit unterschiedlichen Wetterverhältnissen.