Peru liegt im Westen des südamerikanischen Kontinents und grenzt unter anderem an Ecuador, Chile und Brasilien. Der ganze westliche Teil ist direkt am Pazifik gelegen.

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Peru Schnellübersicht

Fläche 1 285 216 km2
Einwohner (2014) 31,15 Mio.
Hauptstadt Lima
Verwaltungsgliederung 24 Departamentos und die Provincia Constitucional Callao
Amtsprache Spanisch, Ketschua, Aimara
Nationalfeiertag 28. 7. (Unabhängigkeitstag)
Währung 1 Neuer Sol (S/.) = 100 Céntimo
Zeitzone MEZ − 6 Stunden
Internet-TLD PE
Telefonvorwahl +51

Im amtlichen spanisch República del Perú, Staat im Westen Südamerikas, grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile, im Westen an den Pazifik. Das südamerikanische Land wurde bereits am 28. Juli 1821 unabhängig von Spanien. In Peru findet man auch heute noch bis auf die Touristenfleckchen fast nur Latinos, einige werden auch liebevoll “Chinos” genannt, denn die Augenpartien einiger Peruaner ähneln der von Chinesen. Dies liegt auch daran, dass viele Einwohner Perus von aus China und Japan eingewanderten Vorfahren abstammen.

Staatsapparat

Nach der am 29. 12. 1993 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach, u. a. 2000, revidiert) ist Peru eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der mit weit gehenden Vollmachten ausgestattete Präsident (auf 5 Jahre direkt gewählt; eine Wiederwahl möglich). Zu den weitreichenden Aufgabengebieten des Präsidenten gehören die Vertretung des Staates nach innen und außen, die Führung der allgemeinen Regierungspolitik, die Einberufung der Wahlen zum Amt des Präsidenten und des Kongresses, sowie die Erfüllung und Wahrung der Verfassung und der Gesetze. Er ernennt den Ministerpräsidenten und die übrigen Mitglieder des Kabinetts und kann das Parlament auflösen. Die Legislative liegt beim Kongress (120 Abgeordnete, für 5 Jahre gewählt). Aktuell im Jahre 2016 ist Pedro Pablo Kuczynski Präsident Perus.

Einflussreichste Parteien:

Unión por el Perú (UPP), Fuerza Popular por el Kambios (PPK), Partido Aprista Peruano (PAP, vormals Alianza Popular Revolucionaria Americana [APRA]), Unidad Nacional (UN), Alianza por el Futuro (AF),Frente Amplio (FA), Frente de Centro (FDC; Bündnis aus Acción Popular [AP], Somos Peru u. a.), Perú Posible (PP) und Restauración Nacional (RN).

Ministerpräsident und Regierung

Der Ministerpräsident in Peru ist der Koordinator im Ministerkabinett. Rechtlich gesehen ist Peru eine semipräsidiale Republik, da die Verfassung die Position eines Regierungschefs vorsieht, der vom Parlament durch ein Misstrauensvotum gestürzt werden kann. Diese Regelung wurde jedoch bisher nicht angewandt und die Realität entspricht somit eher einer präsidialen Republik. Das heißt, dass der Staatspräsident auch Regierungschef in Peru ist.

Im Oktober 2008 traten Ministerpräsident Jorge del Castillo und das gesamte Kabinett nach Korruptionsvorwürfen zurück. Präsident Alan García akzeptierte das Rücktrittsgesuch seines „Premier“. Neuer Premierminister des Landes wurde im Oktober 2008 Yehude Simon. Nach gewaltsamen Protesten der indigenen Bevölkerung und deren brutalen Niederschlagung trat Simon im Juli 2009 zurück. Präsident Alan García ernannte im Rahmen einer Kabinettsumbildung Javier Velásquez Quesquén 2009 zum neuen Premierminister (abgelöst durch José Antonio Chang im September 2010).

In der im Juli 2011 begonnenen Amtszeit des Präsidenten Ollanta Humala ist die seit 22. Juli 2014 amtierende Ana Jara bereits die sechste Premierministerin bzw. Premierminister. Sie löste René Cornejo ab, der erst im Februar 2014 das Amt übernommen hatte. Sein Vorgänger César Villanueva trat nach einer Diskussion um die Erhöhung des Mindestlohns zurück. Dessen Vorgänger Juan Jiménez Mayor gab sein Amt nach lauter werdenden Vorwürfen, dass die Regierung zu wenig gegen die Kriminalität im Lande unternehme, nach 15 Monaten ab. Die ersten beiden Premierminister Salomón Lerner Ghitis und Oscar Valdés traten aufgrund der umstrittenen Vorgehensweise der Regierung zur Lösung der Umwelt- und Sozialkonflikte im Zusammenhang mit Bergbaulizenzen zurück, vor allem wegen der Lizenz für das Goldabbaugebiet Conga der Newmont Mining Corporation in der Region Cajamarca.

Perus Natur

Peru gliedert sich in drei Großlandschaften: die flache, 40–150 km breite Küstenzone am Pazifik (Costa), das von Hochbecken erfüllte Gebirgsland (Sierra) der Anden (höchster Berg: Huascarán, 6 768 m über dem Meeresspiegel) und das östliche, feuchtheiße, besonders im Amazonasbecken weithin unerschlossene Waldland (an den Gebirgsflanken Montaña, in der Ebene Selva genannt). Die wasserreichen Flüsse (Marañón, Ucayali u. a.) fließen in den Anden in schluchtartigen Tälern zum Amazonassystem; im Südosten, im zentralen Hochland (Altiplano), hat Peru Anteil am Titicacasee. Das tropische Klima wird an der Küste von dem kühlen Humboldtstrom beeinflusst. Die Küstenebene ist wüstenhaft trocken, mit Kakteen und Dornensträuchern, unterbrochen von Flussoasen. Die Waldgrenze reicht in den Bergen bis 3 500 m über dem Meeresspiegel, Ackerbau ist bis 4 000 m über dem Meeresspiegel möglich; die Schneegrenze liegt bei 5 000 m über dem Meeresspiegel.

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht zu rund 52 % aus Indianern (meist Ketschua), rund 32 % Mestizen, 12 % Weißen, rund 4 % gehören anderen Gruppen an. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt in der Costa, mehr als ein Drittel in der Sierra, der Rest in der Selva (auf knapp 60 % der Gesamtfläche). Im Ballungsraum Lima (mit großen Slumgebieten und randstädtischen Marginalsiedlungen, den »Barriadas«) wohnen 30 % der Gesamtbevölkerung. Das jährliche Wachstum der Bevölkerung beträgt 1,7 %. – Über 96 % der Bevölkerung sind Christen (ganz überwiegend [rund 89 %] Katholiken). Die katholische Kirche war 1915–80 Staatskirche; eine in Peru entstandene protestantische Religionsgemeinschaft (als Abspaltung von den Siebenten-Tags-Adventisten) ist die »Evangelische Israelitische Kirche des Neuen Welt-Bundes« (»Iglesia Evangélica Israelita del Nuevo Pacto«; gegründet 1954). Die jüdische Gemeinschaft zählt rund 3 000 Mitglieder. – Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 15 Jahren; dieser vorgeschaltet ist eine einjährige obligatorische Vorschule. Die Alphabetisierungsrate wird auf (2004) 85 % (alle über 15 Jahre) beziehungsweise 97 % (15- bis 24-Jährige) geschätzt. Es gibt 70 Universitäten, davon 28 private; älteste Universität Perus und zugleich Amerikas ist die Universidad Nacional Mayor de San Marcos (gegründet am 12. 5. 1551) in Lima.

Altersverteilung der Einwohner Perus

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Detaillierte Entwicklung der Bevölkerung Perus

Einwohnerentwicklung-Peru-2015

Wirtschaft

Trotz umfangreicher Rohstoffvorkommen und relativ günstiger Voraussetzungen für die Landwirtschaft befand sich die peruanische Wirtschaft seit den 1970er-Jahren in einer Krise, die sich Ende der 1980er-Jahre zuspitzte. Erst in den 1990er-Jahren gelang eine gewisse Stabilisierung (neue Währung, Liberalisierung der Finanz- und Arbeitsmärkte, Privatisierung von Staatsbetrieben), allerdings bei hohen sozialen Kosten.

Wichtigste Devisenbringer

Hauptdevisenträger des hoch verschuldeten Staates ist der Bergbau. Peru zählt bei Gold, Silber, Zink, Blei, Zinn und Kupfer zu den führenden Förderländern der Welt. Weitere wichtige Bodenschätze sind Eisenerz, Erdöl und Erdgas. Die Verstaatlichung der ausländischen Erdöl- und Bergbauunternehmen um 1970 brachte nicht die gewünschten Produktionssteigerungen, sodass seit 1991 ein Privatisierungsprogramm läuft. An der Küste und auf den ihr vorgelagerten Inseln werden Salz und Guano gewonnen.

Der Pazifik als Wirtschaftsfaktor

Fischfang und -verarbeitung zählen zu den Hauptwirtschaftszweigen des Landes. Der nährstoffreiche Humboldtstrom vor der peruanischen Küste bedingt den Fischreichtum der Gewässer. Die Fischereischutzzone wurde bereits 1969 auf 200 Seemeilen ausgedehnt. Infolge der Überfischung der Anchovisbestände und der Veränderung der Meeresströmung (El Niño) kommt es immer wieder zu Produktionseinbrüchen.

Wichtigste Industriezweige sind die Textil-, Nahrungsmittel-, Chemie- und Metallindustrie mit den Hauptstandorten Lima-Callao, Trujillo, Chiclayo und Chimbote.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft erbringt rund 8 % des Bruttoinlandsproduktes, etwa 30 % der Erwerbstätigen sind in diesem Zweig beschäftigt. Die Agrarreform von 1969 hat zur Abschaffung der Latifundien geführt; 1991 kam es aber wieder zu einer Liberalisierung der Bodenbesitzverhältnisse. In den Tälern der Costa werden Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Mais, Gemüse, Tabak und Wein angebaut; auf den Hochflächen der Anden Viehhaltung, in den Tälern v. a. Ackerbau, zum Teil illegaler Kokaanbau. Die Deviseneinkünfte aus dem Export von Koka(paste) dürften wertmäßig den legalen Exporteinkünften entsprechen. Außer Holz werden Naturkautschuk und Rohchinin gesammelt. Haupthandelspartner sind die USA, Großbritannien und Spanien.

Währung

10 Jahres- Chart des Peruanischen Soles zum US-Dollar:
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Aktuell im Juli 2016 bekommt man für einen US-Dollar etwa 3,30 Soles in den lokalen Wechselstuben ausbezahlt.

Verkehr

Die Eisenbahn (3 500 km) führt mit Stichbahnen von den Pazifikhäfen in die Hochgebirgstäler. Von den Straßen (rund 73 000 km) sind rund 13 % asphaltiert; wichtigste sind die Carretera Panamericana (3 400 km langes Teilstück entlang der Küste) und die 800 km lange Transandenstraße (Lima–Pucallpa). Die wichtigsten Handelshäfen am Pazifik sind Callao, Trujillo, Chimbote, Matarani und Ilo; wichtigster Binnenhafen ist Iquitos am Amazonas (Zugang zum Atlantik), sonst Binnenschifffahrt auf dem Titicacasee; internationale Flughäfen in Lima, Iquitos, Cuzco und Arequipa.

Die bewegte Geschichte Perus

Kolonialzeit

Das heutige Peru war das Kernland des Großreichs der Inka. Dieses wurde 1532/33 von F. Pizarro unterworfen. Das spanische Vizekönigreich Peru umfasste fast das ganze spanische Südamerika; im Norden wurde 1739 das Vizekönigreich Neugranada, im Süden 1776 das Vizekönigreich Río de la Plata abgetrennt. Durch seinen Silberreichtum war Peru eine der wertvollsten Kolonien Spaniens. 1780–82 kam es im Hochland von Peru zu einem für die spanisch-kreolische Herrschaft bedrohlichen Aufstand unter J. G. Condorcanqui, der sich Inka Túpac Amaru II. nannte.

Unabhängigkeit und Militärdiktatur

Im Unabhängigkeitskampf Südamerikas (seit 1810) blieb Peru zunächst eine Stütze der spanischen Herrschaft, erst nach Einzug des argentinischen Generals J. de San Martín in Lima wurde 1821 die Unabhängigkeit ausgerufen und durch die Siege S. de Bolívars und A. J. de Sucres gefestigt (1824). Nach langen blutigen Wirren erlebte das Land um die Mitte des 19. Jahrhunderts durch den Guano der Küsteninseln und den Salpeter der Südprovinzen einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, der sein Ende mit dem Salpeterkrieg (seit 1879) fand; Peru musste im Frieden von Ancón (1883) die Salpeterprovinzen Tarapacá, Arica und Tacna an Chile abtreten. Britisches und nordamerikanisches Kapital hatte nun vorherrschenden Einfluss in Peru; nur langsam erholte sich das Land.

Das Land ab 1900

1908–12 und 1919–30 regierte Präsident P. A. Leguía als Diktator. Ihm gelang es 1929, Tacna von Chile zurückzuerhalten. Nach seinem Sturz wurde die innenpolitische Lage labil. Die innenpolitischen Gegensätze äußerten sich auch im Aufstieg der Partei Alianza Popular Revolucionaria Americana (APRA, später PAP). Wegen ihres sozialen Programms wurde sie stark unterdrückt, ihre Führung ging in den Untergrund.

Ab den 40er Jahren

1940 brach ein bewaffneter Konflikt mit Ecuador um die Zugänge zum oberen Amazonas aus. Die Konferenz von Rio de Janeiro (1942) entschied den Streit zugunsten Perus. 1947 errichtete General M. A. Odría Amoretti (1950–56 Präsident) eine Militärdiktatur, die 1956 wieder einem verfassungsgemäßen Regierungssystem weichen musste. 1963 verhinderte das Militär die Amtsübernahme des zum Präsidenten gewählten Führers der APRA, A. Leguía. Die Nachwahlen gewann F. Belaúnde Terry; seine Reformbemühungen blieben allerdings in den Ansätzen stecken.

1968 wurde nach einem Putsch General G. J. Velasco Alvarado Präsident. Er führte eine umfangreiche Strukturreform durch (u. a. Verstaatlichung eines Teils der Industrie und der ausländischen Banken); sein Nachfolger, der 1975 gleichfalls durch Putsch an die Macht gekommene F. Morales Bermúdez, machte viele dieser Maßnahmen rückgängig. 1980 fanden Wahlen statt, die erneut Belaúnde Terry gewann. Seine Regierung und auch die folgende unter Präsident A. García Pérez (APRA) scheiterten am Terror der Guerilla, besonders des Sendero Luminoso (SL), und des Militärs sowie an der ausufernden Korruption.

Seit den 90er-Jahren

Die Wahlen 1990 gewann A. Fujimori für das Wahlbündnis Cambio 90. Um sein hartes Sanierungsprogramm durchzusetzen, löste er im April 1992 das Parlament auf, setzte die Verfassung außer Kraft und unterdrückte jede politische Opposition. Zwar hatte er Erfolge im Kampf gegen den Terrorismus (Festnahme von A. Guzmán, dem Führer des SL), doch war Peru außenpolitisch weitgehend isoliert. Aufgrund der neuen, 1993 durch Referendum bestätigten Verfassung wurde Fujimori im April 1995 wieder gewählt, obwohl seine autokratischen Methoden in In- und Ausland zunehmend auf Kritik stießen.

Besetzung der Botschaft

Die Besetzung der japanischen Botschaft (ab 17. 12. 1996) durch die »Revolutionäre Bewegung Túpac Amaru« (spanische Abkürzung: MRTA) wurde Ende April 1997 mit der Erstürmung der Botschaft durch peruanische Militäreinheiten beendet.

Dritte Amtszeit Fujimoris – Korruption und Folgen

Die Vorbereitung der Wahl für eine in der Verfassung nicht vorgesehene dritte Amtszeit Fujimoris war von massiven Protesten begleitet. Nachdem er im 1. Wahlgang knapp die erforderliche Mehrheit verfehlt hatte, wurde er in der Stichwahl (28. 5. 2000) zum Sieger erklärt, obwohl der Kandidat der Opposition und Gründer der Mitte-links-Partei Perú Posible, A. Toledo, wegen Manipulationen und Behinderungen nicht teilnahm. Die Proteste gegen die erneute Amtsübernahme Fujimoris eskalierten schnell zu einer Massenbewegung, die – nach Aufdeckung eines Korruptionsskandals – in eine Staatskrise mündete: Fujimori kehrte von einem Staatsbesuch in Japan im November 2000 nicht zurück und wurde für abgesetzt erklärt.

Peru ab 2001

Im April 2001 fanden Präsidentschafts- und Parlamentsneuwahlen statt, bei denen keine Partei und keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte; die Stichwahl im Juni 2001 gewann Toledo. Damit erreichte zum ersten Mal seit der spanischen Eroberung ein Politiker indigener Herkunft das höchste Amt des Landes.

2003 wurde Peru assoziiertes Mitglied und Freihandelspartner des Mercosur. Verhandlungen über einen Freihandelsvertrag mit den USA wurden im Mai 2004 aufgenommen. Die Präsidentschaftswahlen am 4. 6. 2006 gewann der frühere Präsident A. García Pérez (PAP), der sich gegen den Linksnationalisten O. Humala Tasso (UPP) durchsetzte. Von Juli 2011 bis 2016 war Ollanta Humala Tasso von der Partei Partido Nacionalista Peruano Präsident der Republik Peru, aktuell seit dem 28.Juli 2016 ist Pedro Pablo Kuczynshi peruanischer Präsident.

Perus Klima und Wetter

Aufgrund der Aufteilung in die verschiedenen Zonen gibt es drei unterschiedliche Klimazonen in Peru. Das Land liegt südlich vom Äquator und es gibt überall andere klimatische Bedingungen. Dies ist mit ein Grund, warum es keine richtig perfekte Reisezeit gibt, um ganz Peru zu bereisen.
Im Januar und Februar zum Beispiel gibt es im peruanischen Hinterland öfter Flüsse, die über die Ufer treten und so zu Überschwemmungen lokaler Gebiete führen. Dann sind einige Straßen kurzzeitig nicht passierbar, bis sich die Wassermassen wieder beruhigen.

Beliebte und typische Sehenswürdigkeiten Perus

In Peru gibt es einiges zu entdecken, was die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen des Landes anbelangt.
Ökotourismus bietet sich an, da es viel unberührte Natur gibt, vor allem im Andentiefland im Osten des Landes. Die Anden bieten Wanderungen bei Huaraz und Cusco sowie Machu Picchu, wichtigstes Tourismusziel Südamerikas. Der Colca Canyon nördlich von Arequipa ist ein beliebtes Trekkingziel. In den letzten Jahren hat sich auch Amazonien rund um die Stadt Iquitos als attraktives Reiseziel entwickelt. Auch der Titicacasee ist ein touristisches Highlight.

Reisehinweis in Peru

Das Land ist mit einem dichten Straßennetz gut erschlossen, doch abseits der wichtigsten Verkehrsrouten sind die meisten Straßen nicht asphaltiert, rumpelig und in der Regenzeit häufig unpassierbar. Auch die Gebirgslage und die großen Entfernungen können das Reisen auf dem Land beschwerlicher, als etwa in Europa, machen.

Sehenswertes in Lima

Limas Altstadt

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Die Altstadt Limas zählt mit seinen Museen und auch imposante Kirchen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Um die sehr schöne, gepflegte Altstadt Limas, und den bei Touristen sehr beliebten Stadtteil Miraflores zu besichtigen, werden etwa zwei Tage beansprucht.

Plaza de Armas in Lima

Der Plaza de Armas mit Kathedrale
Am Platz der Waffen, wie man den Plaza de Armas in Lima ins Deutsche übersetzt,  wurde Lima einst gegründet. Dort findet man auch die mächtige Kathedrale Limas und den Regierungspalast.

Strand bei Miraflores, Lima

Strand im Stadtteil Miraflores
Der Stadtteil Miraflores bietet den Besuchern alles was das Herz begehrt, und ist wohl auch der schönste und bestgepflegteste Teil der Stadt, neben Surco. Der Strand lädt zum Surfen ein, Wind ist immer vorhanden und die Wellenreiter treffen hier auf gute Bedingungen. Von den Klippen oberhalb des Strandes sieht man häufig Gleitschirmflieger, die sich in Richtung Meer treiben lassen, die Aufwinde dort sind ideal für diese Sportart.

Chan-Chan

Wer einen Ausflug an der Küste entlang unternimmt, der sollte sich auf keinen Fall einen Besuch von Trujillo und Chan-Chan entgehen lassen. Dort gibt es die größte Lehmsiedlung weltweit zu sehen. Die Gegend gehört ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe und wurde von den Inkas erobert und zerstört.

Huanchaco

20 Kilometer entfernt von Trujillo liegt das Fischerstädtchen Huanchaco. Dort gibt es einige günstige Unterkünfte und die Wellen am Pazifik dort sind gigantisch. Vor allem Surfer werden hier das Paradies auf Erden vorfinden. Interessant anzuschauen sind dort unter anderem die Schilfboote, die von den Spezialisten vor Ort selbst angefertigt werden.

Titicaca-See

Der sehr bekannte Titicaca-See ist neben Bolivien auch in Peru zu finden und liegt mit der Stadt Puno auf einer Höhe von 3800 Metern. In diesem imposanten Städtchen gibt es auch einige Gebäude aus der Kolonialzeit zu entdecken. Sehr empfehlenswert ist auch eine Rundfahrt auf dem See.

Cuzco/Cusco

Die einstige Hauptstadt der Inkas, Cuzco, die auch Cusco geschrieben werden kann, liegt in 3360 Metern Höhe und es gibt diverse Ruinen des ehemaligen Inkareichs, wie etwa den Sonnentempel Coricancha dort zu sehen.

Machu Picchu

Von der Stadt Cuzco aus bieten sich auch Ausflüge zu anderen bekannten Städten der Inka und nach Machu Picchu an. Dieses Gelände beherbergt Überreste von Palästen, Türmen und auch Tempeln, die restauriert wurden. Im Jahre 2007 wurde Machu Picchu sogar auf die Liste gesetzt, aus der die 10 Weltwunder gewählt wurden.

Nazca-Linien

Die Nazca-Linien sind riesige Scharrbilder in der Wüste bei Nazca und Palpa. Auf 500km² verteilt finden sich Figuren und Formen, etwa Vögel, Wale, Menschen oder Affen. Erst vor kurzem gelang es, weitere Scharr-Formationen durch Luftaufnahmen aus niedriger Höhe  ausfindig zu machen.

Die deutsche Wissenschaftlerin Maria Reiche machte sich von 1941 bis zu ihrem Lebensende 1998 die Mühe, die Nazca-Linien zu kartographieren und zu einem schützenswerten Kulturgut zu machen. Wie die früheren Bewohner es geschafft haben, diese oft Hunderte Meter breiten und langen Bilder zu formen, ist bis heute nicht bekannt, und daher auch eins der wenigen wirklichen Wunder dieser Welt.

Touristen in Peru 2014

Die Zahlen zu den Ein- und Ausreisen von Ausländern in Peru gemäß der Statistik der Migraciones im Jahr 2014. Natürlich sind nicht alle, die nach Peru einreisen Touristen, aber die Mehrheit wohl schon.

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Quellen:
S. Mache: Hintergründe, Verlauf u. Wirkungen des peruanischen Bürgerkriegs;
Die Andenregion. Neuer Krisenbogen in Lateinamerika, hg. v. S. Kurtenbach u. a.;
E. v. Oertzen u. U. Goedeking: Peru;
H. Beyer u. F. Markus: Peru. Das Erbe der Inkas;
A. Holzapfel: Kulturschock Peru;
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