Das Land Suriname

 

Suriname ist ein südamerikanischer Staat, der im Norden am Atlantik liegt. Der Staat hat die drei Nachbarländer Französisch-Guayana, Brasilien und Guiana. Der Name des Landes kommt, so wird vermutet, vom Stamm der Surinen, der von den Arawaks aus diesen Gefilden vertrieben wurde.

Fläche 163 265 km2
Einwohner (2013) 540.000
Hauptstadt Paramaribo
Verwaltungsgliederung 9 Distrikte und ein Hauptstadtdistrikt
Amtsprache Niederländisch
Nationalfeiertag 25. 11.
Währung 1 Suriname-Dollar = 100 Cent
Zeitzone MEZ − 4 Stunden

amtlich niederländisch Republiek van Suriname, Staat im Nordosten Südamerikas, grenzt im Norden an den Atlantik, im Westen an Guyana, im Süden an Brasilien, im Osten an Französisch-Guayana.

 

Flagge Suriname

Die Flagge von Suriname

 

Suriname wurde erst im Jahre 1975 unabhängig von den Niederlanden und ist von derFläche her das kleinste aller südamerikanischen Länder. Auch da Suriname bis 1975 zu den Niederlanden gehörte, ist die Landessprache Niederländisch und die Währung ist der Suriname-Dollar. Es leben etwas mehr als 500.000 Menschen im Land, dessen Hauptstadt Paramaribo ist. Paramaribo ist die Heimt von etwa 265.000 Bewohnern und liegt an der Küste des Atlantiks. Im Küsteneinzugsgebiet leben nahezu alle Einwohner Surinames. Die Ethnik Surinames sind für südamerikanische Verhältnisse sehr untypisch.

Es finden sich dort 33% Menschen, die afrikanischer Abstammung sind. 27,5% sind Hindus, also Leute aus Indien. 15% sind aus Java und 12% sind gemischer Herkunft. Der Rest setzt sich zusammen aus Einwanderern ferner Länder, etwa Europäer, Araber, oder auch Chinesen.

 

Staatsrecht

Nach der Verfassung von 1987 (mit Änderungen) ist Suriname eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt, Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der vom Parlament auf 5 Jahre gewählte Präsident mit umfassenden Exekutivbefugnissen. Ihm steht der Staatsrat mit Kontroll- und Beratungsfunktionen zur Seite. Die ständigen Regierungsgeschäfte werden vom Vizepräsidenten wahrgenommen. Die Legislative liegt bei der Nationalversammlung (51 Abgeordnete, für 5 Jahre gewählt). – Parteien und Bündnisse: Neue Front (NF, Vierparteienkoalition), Democratisch Alternatief 1991 (DA ’91, Vierparteienbündnis), A-Combinatie (A-Com, Dreiparteienbündnis), Nationaldemokratische Partei (NDP) und Volksallianz für Fortschritt (VVV, Fünfparteienkoalition).

Natur

Suriname liegt im Bereich der Nordabdachung des Berglandes von Guayana, das seine größte Höhe im Zentrum des Landes im Wilhelminagebirge erreicht (Juliana Top, 1 230 m über dem Meeresspiegel). Das im Norden anschließende Hügelland leitet zur mit Sümpfen und Strandwällen durchsetzten Küstenebene über, die durch Anwendung des niederländischen Poldersystems zum Hauptagrargebiet des Landes wurde. Das Klima ist tropisch mit einer langen Regenzeit im Sommer und einer kürzeren im Winter.

Bevölkerung

Die Bevölkerung konzentriert sich auf die Küstenebene, besonders auf die Hauptstadt und deren Umgebung. Neben den Nachkommen der ursprünglichen indianischen Bewohner (2 %; Aruak, Kariben) finden sich Kreolen (31 %), Schwarze (10 %; Maron), Javaner (15 %), Inder (37 %), Chinesen und Europäer; Bevölkerungswachstum: 0,3 %. Schätzungsweise die Hälfte der in Suriname geborenen Bevölkerung lebt heute in den Niederlanden. – Rund 42 % der Bevölkerung sind Christen (rund 22 % Katholiken, rund 19 % Protestanten [mehrheitlich der Brüdergemeine angehörend]; wenige Anglikaner), rund 26 % Hindus, rund 19 % Muslime. Es gibt eine sehr kleine jüdische Gemeinde. Elemente afrikanischer und indianischer Religiosität haben sich unter den (heute mehrheitlich christlichen) Marons und den Indianern erhalten. – Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 7 bis 12 Jahren. Die Alphabetisierungsrate liegt bei 88 % (2003). Universität in Paramaribo (gegründet 1968).

Wirtschaft und Verkehr

Auf dem Abbau von Bauxit und dessen Verarbeitung beruhen die Haupteinnahmen. Bauxit wird seit 1916 im östlichen Hügelland abgebaut. Seit Inbetriebnahme (1964) des Kraftwerks am Brokopondostausee des Suriname kann die Weiterverarbeitung in einem Aluminiumwerk am Suriname durchgeführt werden. In jüngster Zeit gewinnt aber auch die Förderung von Gold, Erdöl (bei Paramaribo), Eisenerz, Magnesium, Kupfer, Nickel, Platin und Kaolin an Bedeutung. Die Landwirtschaft ist fast ganz auf die Küstenebene beschränkt. Hauptsächlich werden Reis, Bananen, Zuckerrohr und Zitrusfrüchte angebaut. Die Holzwirtschaft kann auf reiche Vorräte zurückgreifen, da rund 90 % des Landes bewaldet sind. – Wichtigste Handelspartner sind v. a. die USA, die Niederlande und Norwegen.

Das Straßennetz hat eine Länge von rund 4 500 km. Es besteht eine 87 km lange Bahnverbindung von Onverwacht nach Brownsweg (nur auf 13 km einsatzbereit) und eine 70 km lange Strecke für den Güterverkehr. Die Binnenschifffahrt verfügt über 1 500 km schiffbare Flüsse und Kanäle. Wichtigster Hafen ist Paramaribo. Internationaler Flughafen ist Zanderij, 50 km südlich der Hauptstadt.

Geschichte

Bei der Aufteilung Guayanas im Vertrag von London (1816) erhielten die Niederlande Suriname, das als Kolonie Niederländisch-Guayana verwaltet wurde. 1863 Abschaffung der Sklaverei; Einwanderung von Chinesen, Indern und Javanern. 1954 bekam Suriname den Status eines autonomen, gleichberechtigten Teils des Mutterlandes. 1975 wurde Suriname unabhängig. Die ersten allgemeinen Wahlen gewann eine kreolische Koalition. Nach einem Putsch übernahm 1980 ein Militärrat unter D. Bouterse die Macht. In den folgenden Jahren wurde Suriname von inneren Unruhen erschüttert. Eine 1985 gebildete Nationalversammlung arbeitete eine Verfassung aus und ernannte 1987 Bouterse (Nationaldemokratische Partei, NDP) offiziell zum Staatsoberhaupt. Die Parlamentswahlen im selben Jahr gewann das oppositionelle Bündnis Front für Demokratie und Entwicklung (FDO, Vorgänger des Bündnisses NF), mit R. Shankar stellte es den Präsidenten. 1990 unterbrach ein gleichfalls von Bouterse geführter Putsch die demokratische Entwicklung, Neuwahlen 1991 brachten wiederum eine Mehrheit für die FDO. Ihr Kandidat R. Venetiaan wurde Präsident. 1995 wurde Suriname Mitglied der CARICOM. Bei den Präsdentschaftswahlen 1996 setzte sich J. A. Wijdenbosch (NDP) durch. Die vorgezogenen Neuwahlen zum Parlament 2000 gewann die NF unter Venetiaan, der somit erneut Staatspräsident wurde. Bei den Wahlen 2005 kam keine eindeutige Mehrheit zustande, sodass die “Vereinigte Volksversammlung” Venetiaan zum Staatspräsidenten wählte. Mit Guyana kam es wiederholt zu Grenzkonflikten an dem an Ölvorkommen reichen Küstengebiet.

Surinames Klima

Das Klima in Suriname ist tropisch und es gibt sogar zweimal jährlich eine Regenzeit. Diese sind einmal eine kleinere Regenperiode von Dezember bis Anfang Februar und dann noch eine größere Regenzeit von Ende April bis August. Der Rest des Jahres ist dann eher trocken und angenehm für touristische Aktivitäten. Die Durchschnittstemperaturen im Land schwanken zwischen 24 und 36 Grad Celsius, wobei die wärmsten Monate September und Oktober sind.

Surinames Sehenswürdigkeiten

  • Hauptstadt Paramaribo

Allein in der Hauptstadt lebt die Hälfte der Bevölkerung und sie stellt den kulturellen- und auch wirtschaftlichen Mittelpunkt dar. Die Stadt blickt auf eine lange Kolonialgeschichte zurück.

Es gibt hier einige Bauwerke niederländischer, aber auch französischer Architekten zu entdecken. Zum Bau der Stadt wurden hauptsächlich hölzerne Materialien verwendet. Das Stadtzentrum von Paramaribo wurde 2002 zum Weltkulturerbe erklärt.

Interessant anzusehen sind die zahlreichen, verschiedenen Gotteshäuser und auch das Suriname-Museum. Dieses befindet sich im neu restaurierten Fort Zeelandia. Auch zu empfehlen ist die Besichtigung vom Indipendence Square und des Präsidentenpalastes.

  • Natur in Suriname

Suriname ist zudem bekannt für die verschiedenen Regenwälder und seine alten, mystischen Kulturen. Für Touristen sind auch die Naturreservate von Brownsberg und Voltzberg sehr empfehlenswert, es gibt zudem einige bequeme Lodges dort. Die Wasserwelt und das schöne Hinterland Surinames kann besonders gut mit einem Boot erkundet werden.

Interaktive Landkarte von Suriname

In dieser interaktiven Karte kann mit der gedrückten linken Maustaste der einsehbare Bereich verschoben werden. Mit den Pfeiltasten im linken oberen Bereich kann die Karte Surinames in die jeweilige Richtung erweitert werden. Auf der linken Fieber-Leiste kann zudem die Ansicht verkleinert oder vergrößert werden. Diese Landkarte von Suriname kann zudem im normalen Strassenkarten-Modus, als auch im Satelliten- und Hybrid-Modus eine gute Figur machen.