Eine Arbeitsgenehmigung für die Staaten zu erhalten, ist gar nicht so einfach. Deutschland – ein Bürokratenstaat. Dieser Satz ist meistens dann zu hören, wenn es darum geht Formulare auszufüllen, Anträge zu stellen, oder eine Vollmacht zu bekommen. Gerade in Bezug auf die Arbeitserlaubnis, sowie die Aufenthaltsgenehmigung, verzweifeln viele Bürger an den bürokratischen Herausforderungen in Deutschland.

Arbeiten als Ausländer in den USA

Doch vergleicht man den deutschen Staat mit den gesetzlichen Bestimmungen in den USA, so erscheint der sogenannte “deutsche Bürokratenstaat” recht harmlos. Die Einwanderungsbestimmungen in den USA sind so kompliziert und streng, dass ausschließlich Fachleute in der Lage sind, diese in all ihren Einzelheiten zu durchschauen und zu verstehen.

Dieses komplizierte System ist für den einfachen Reisenden jedoch nicht unbedingt ersichtlich, denn deutsche Touristen kommen erst einmal ohne viel Aufwand und ohne Visum in’s Land, wo es ihnen jedoch strengstens untersagt ist, ihren Touristenstatus für die Arbeitssuche auszunutzen, geschweige denn während des temporären Aufenthaltes in den Staaten zu arbeiten.

Dauerhaft leben und arbeiten in den USA

Wer in den Staaten arbeiten möchte, benötigt ein Visum, genauer gesagt ein Arbeitsvisum. Die einzelnen Visa-Typen variieren, weshalb darauf zu achten ist, dass das entsprechende Visum auf die auszuübende Tätigkeit zugeschnitten ist.

Wer im Visa-Dschungel durchblickt und den passenden Typ ausfindig macht, ist angehalten, diesen von Deutschland aus zu beantragen. Es ist nämlich grundsätzlich untersagt, als Tourist in das Land einzureisen, um dann vor Ort sämtliche Angelegenheiten zu regeln.

Wird also ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis in den USA angestrebt, so benötigen Einreisende ein Einwanderungsvisum, welches das unbegrenzte Aufenthalts- und Arbeitsrecht beinhaltet. Auch bekannt ist diese Genehmigung unter der Bezeichnung “Greencard“.

Deutsche Familienangehörige von amerikanischen Staatsbürgern haben an dieser Stelle übrigens keinen weiteren Aufwand zu befürchten. Sie können ganz easy die Karte beantragen, um anschließend problemlos einzureisen.

Für alle anderen erweist sich der Bezug der Greencard als äußerst schwierig, denn die Anzahl der jährlich zu vergebenen Greencards ist begrenzt. Lediglich der direkte Familiennachzug von amerikanischen Bürgern bleibt von diesem Limit verschont. Die relevanten Kontingente für Interessierte ohne amerikanische Verwandte, sind ganze 140.000 Greencards.

Diese werden jedes Jahr an die unterschiedlichen Bewerber aus verschiedenen Berufsgruppen ausgegeben. Diese Berufe und Personen sind für die amerikanische Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Meist sind es spezialisierte, oft auch gerade handwerkliche Tätigkeiten, bei denen entsprechendes Personal in Amerika fehlt.

Das zweite Kontingent bezieht sich auf die restlichen 55.000 Greencards, welche mittels Lotterie unter den einzelnen Bewerbern verlost werden. Die Staatsangehörigen, welche berechtigt sind an der Verlosung teilzunehmen, können jährlich neu bestimmt werden.

In Bezug auf Deutschland gilt: Deutsche Staatsangehörige haben jedes Jahr die Möglichkeit, an der Greencard-Verlosung teilzunehmen. Der Grund dafür ist, dass es relativ wenig Interessenten aus Deutschland gibt.

Der Weg über die Lotterie

Grundsätzlich kann sich jeder selbst für die Verlosung der Greencard bewerben, sofern festgelegte Ausbildungsstandards erfüllt werden. Zu diesen Standards gehören die Fachhochschulreife, eine Schulbildung über zwölf Jahre oder Berufserfahrung in einem Berufsfeld, für welches eine zweijährige Ausbildung benötigt wird.

Für das Kontingent der berufsbezogenen Greencards können sich nur die Angehörigen von sehr wenigen Personenkreisen selbständig bewerben. Dazu zählen beispielsweise Topmanager, Investoren oder wissenschaftliche Genies. Trifft das nicht zu, so muss der neue Arbeitgeber den Antrag persönlich stellen.

Der befristete Aufenthalt

Wer lediglich an einer temporären Arbeitserlaubnis in den USA interessiert ist, hat die Möglichkeit verschiedene Visa zu beantragen. So ist beispielsweise das H1B-Visum für Spezialisten bestimmt, welche eine besondere berufliche Qualifikation vorzuweisen haben. Für Saisonarbeiter aus der Landwirtschaft ist das H2A-Visum bestimmt und von Saisonarbeiter aus allen anderen Branchen, wird das H2B-Visum benötigt.

Dabei werden die H-Visa nicht selbst beantragt. Hierfür müssen sowohl der Bewerber, als auch der Arbeitgeber gemeinsam agieren, um die temporäre Arbeitserlaubnis zu beantragen. Anschließend prüfen die Behörden, ob die zu vergebene Stelle nicht auch von einem US-amerikanischen Arbeitslosen besetzt werden kann.

Eine weitere Arbeitserlaubnis definiert sich über das L1-Visum, welches von Personen benötigt wird, die firmenintern in die USA versetzt werden. Für die unterschiedlichen Austauschprojekte, wie sie von verschiedenen Berufsgruppen durchgeführt werden, ist das Austauschvisum erforderlich. Diese Arbeitsgenehmigung trägt die Bezeichnung J1. Für kulturelle Austauschprojekte wird die Arbeitserlaubnis Q1 benötigt.

Um diese Visa uneingeschränkt und ohne Konsequenzen nutzen zu können, muss die Tätigkeit eindeutig für das Austauschprogramm vorgesehen sein. Eine Arbeitserlaubniss für Austauschprogramme muss immer gemeinsam mit der Austauschorganisation angefragt werden.

Weiterbildung oder auch Praktika in den USA

Eine weitere Möglichkeit, die Arbeitserlaubnis in den Staaten zu erhalten, besteht darin, ein Praktikum in den Staaten zu absolvieren. Dazu können sich deutsche Bewerber ebenfalls an die unterschiedlichen Austauschorganisationen wenden. Diese halten meist ein umfangreiches und aktuelles Angebot an Praktikumsplätzen bereit. Als Praktikum wird eine ausbildungsrelevante Tätigkeit bezeichnet, welche sich über einen Zeitraum von 2-18 Monate erstreckt. Auch hier sind die Austauschorganisationen gerne dabei behilflich, die erforderliche Arbeitserlaubnis J1 oder Q1 gemeinsam mit den Praktikanten zu beantragen.

Wer als Auszubildender aus dem nichtakademischen und nichtmedizinischen Bereich eine Arbeitserlaubnis beantragen will, braucht das sogenannte Trainee Visum H3, um ein Praktikum in den USA absolvieren zu können. Da der Prozess der Beantragung jedoch sehr aufwendig ist, sind die meisten Unternehmen jedoch nicht ambitioniert, dieses Verfahren durchzuführen.

Aus diesem Grund ist es sinnvoller, das J1-Visum zu beantragen. Weitere Infos, etwa auch zum Auswandern in die USA und nützliche Tipps zum Beantragen der Arbeitserlaubnis sind auf http://www.americandream.de/zu finden.

Man sieht schon, die ganzen Visaverfahren sind nicht ganz einfach, daher kann ich nur empfehlen, sich im Bedarfsfall an eine erfahrene Organisation zu wenden, die einem da preiswert und vor allem auch relativ schnell durch den Verfahrensdschungel zur Erlangung der Arbeitserlaubnis für USA weiterhelfen kann.