Die US-Amerikaner unter der Lupe

 

Die Bevölkerung der USA hat sich im Laufe der Jahrhunderte durch die Zuwanderungen aus vielen unterschiedlichen Ländern vermischt und ihre eigene Mentalität entwickelt. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in den Städten.

Die Bewohner der USA

Fast alle Bewohner der USA sind Einwanderer

Diese und dabei vor allem die großen Städte sind auch die Brennpunkte in Sachen Kriminalität.

Dort finden auch die meisten Konfrontationen zwischen den unterschiedlichen ethnischen Gruppen statt. Auch hat jede Region ihre Eigenheiten, was die Lebensgewohnheiten ausmacht. Allgemein gilt aber, dass die Amerikaner ihr Barbecue lieben. Diese werden ganz nach dem Motto einer USA Party durchgeführt.

 

Einwohnerzahlen der USA

 

Die USA stehen mit über 310 Millionen Einwohnern an dritter Stelle in der Rangliste der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Auf die Gesamtfläche umgerechnet leben damit auf einem Quadratkilometer knapp 34 Einwohner.

Die Urbanisierung in den Vereinigten Staaten sagt aus, dass im Jahre 2010 ca. 82% der Amerikaner in Städten leben. In den Jahren vor 2009 betrug die Wachstumsrate der Bevölkerung knapp ein Prozent, fiel danach aber rapide ab und betrug 2010 nur noch 0,66 %.

Die 25 größten Städte der USA (Quelle:US Census 2010)

New York City New York 8,175,133
Los Angeles California 3,792,621
Chicago Illinois 2,695,598
Houston Texas 2,099,451
Philadelphia Pennsylvania 1,526,006
Phoenix Arizona 1,445,632
San Antonio Texas 1,327,407
San Diego California 1,307,402
Dallas Texas 1,197,816
San Jose California 945,942
Jacksonville Florida 821,784
Indianapolis Indiana 820,445
San Francisco California 805,235
Austin Texas 790,39
Columbus Ohio 787,033
Fort Worth Texas 741,206
Charlotte North Carolina 731,424
Detroit Michigan 713,777
El Paso Texas 649,121
Memphis Tennessee 646,889
Baltimore Maryland 620,961
Boston Massachusetts 617,594
Seattle Washington 608,66
Washington District of Columbia 601,723
Nashville Tennessee 601,222

 

Geburtenrate und Lebenserwartung in den USA

 

In diesem Zeitraum ging die Geburtenrate ebenfalls etwas zurück, liegt trotzdem noch bei zwei Kindern pro gebärfähiger Frau. Diese Umstände sorgen für Konstanz bei der Einwohnerzahl, wenn man Zu- und Abwanderung nicht berücksichtigt.

Wie auch in allen anderen Ländern der Welt ist die Lebenserwartung in den Vereinigten Staaten mit den Jahren immer weiter angestiegen. 2009 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung der Bevölkerung der USA 78,9 Jahre.

Dabei lagen die Frauen wie überall auf der Welt mit 80,6 Jahren vor den Männern mit 75,7 Jahren. Damit wirkt sich die längere Lebenserwartung auch auf die Altersstruktur der Bevölkerung der USA aus. 2010 betrug der Anteil der bis zu 14-jährigen ca. 20%, der zwischen 15- und 64-jährigen ca. 67% und der über 65-jährigen ca. 13%.

 

Ethnien der USA

 

Da die USA gerade im 18. und 19. Jahrhundert als Einwanderungsland galten, treten dort auch eine Anzahl verschiedener ethnischer Gruppen auf.

Ca. 80% der Bevölkerung der USA sind Weiße, 15% Hispanics oder Latinos, 13% Schwarze, 4% Asiaten und nur noch 1% Indianer, welche ja die Ureinwohner der USA darstellen. 82% der Einwohner bezeichnen Englisch als ihre Muttersprache und ca.11% sprechen spanisch.

In Sachen Religion haben die Protestanten mit ca. 51% die Nase vorn, gefolgt von den Katholiken mit ca. 24%. Juden und Mormonen machen jeweils ca. 2% aus und andere Religionen sind mit weniger als einem Prozent vertreten.

 

Der US-amerikanische Haushalt

 

Das amerikanische Haushaltsjahr hat seinen Beginn am 1. Oktober jeden Jahres. Er wird vom Kongress beschlossen und führt die Einnahmen und Ausgaben der Regierung während des gesamten Haushaltsjahres auf.

Laut Gesetz muss der Präsident dem Kongress bis zum ersten Montag im Februar seinen Vorschlag für den Haushalt mitgeteilt haben. Das Repräsentantenhaus und der Senat entwickeln gleichzeitig, aber jeder für sich, die Vorlage, welche dann Anfang April den Abgeordneten und Senatoren

vorgelegt wird. Diese diskutieren und verabschieden und verabschieden den vorgelegten Haushaltsplan. Der Haushaltsplan der USA hat keine rechtliche Bindung und wird nicht vom Präsidenten unterschrieben.

 

Auch in den USA nimmt die Staatsverschuldung immer weiter zu. Während das Defizit 2003 noch 544 Milliarden US-Dollar betrug, stieg es bis 2009 auf einen Höchststand von 1,8 Billionen US-Dollar. In den letzten Jahren wurde das Defizit etwas abgebaut und beträgt 2013 nur noch 1,1 Billionen US-Dollar.

 

Das Leben in Texas

 

Texas ist bekanntlich das Land der Cowboys und Rinder. Das war in der Geschichte so und ist es auch heute noch. Die Texaner lieben ihre Rodeos und geben zu diesem Anlass ihre ganzen Kräfte, egal ob die Gesundheit leidet oder nicht. Texas ist eines der warmen Bundesländer der USA.

Die Menschen in Texas haben eine eigene, sehr offene Art, miteinander umzugehen und so werden auch Besucher in diesem Bundesstaat behandelt. Etwas schwierig ist es nur, sprachlich mit dem texanischen Dialekt zurechtzukommen. Man könnte meinen, die Texaner haben über die Jahrhunderte ihre eigene Sprache entwickelt. In Zentraltexas leben auch sehr viele deutschstämmige Einwohner.

Die Texaner lieben nicht nur ihre Steaks zum Barbecue, ganz nach dem Motto einer USA Party, sondern auch die sogenannte Texmex – Küche. Diese beinhaltet Bohnen, Chili, Käse und Steaks.

Durch die oft heißen Temperaturen findet das Leben am Abend sehr viel im Freien statt.

Die Texaner sind ein fröhliches, herzliches und gegenüber jedem Besucher sehr aufgeschlossenes Volk. Nicht nur deswegen werden die Texaner deswegen gerne die Bayern des amerikanischen Südens genannt.

 

New York – Stadt der Gegensätze und des Misstrauens

 

New York ist dagegen eine Stadt der Gegensätze. Diese Metropole wird vom Business beherrscht. Den ganzen Tag über ist Hektik angesagt und der Verkehr auf den Straßen droht zu kollabieren. New York wird nachgesagt, dass es eine der schönsten aber auch eine der hässlichsten Städte der Welt ist. Vor allem ist es eine Stadt der Anonymität. Jeder lebt sein Leben und kümmert sich nicht viel um Andere.

Es ist aber auch eine Stadt der krassen Gegensätze. Wer etwas hat, also nicht arm ist, nimmt am öffentlichen Leben teil. Einladungen zu Partys und anderen Events sind an der Tagesordnung. Aber wer arm oder mittellos ist, muss um sein Überleben kämpfen.

Der Traum vom Tellerwäscher zum Millionär ist schon lange ausgeträumt. Und nach 9/11 ist New York auch eine misstrauische Stadt geworden. In dieser Stadt mit einem recht hohen Anteil an Kriminalität traut keiner dem Anderen mehr.

In New York wie auch in anderen Städten und Bundesstaaten der USA klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auf. Auch dadurch entstehen natürlich Spannungen und Reibereien.

Der Neid zwischen Haben und Nichthaben wird dadurch immer größer. Aber auch das rücksichtslose Streben nach mehr.

 

Rein nach dem Motto sich selbst der Nächste zu sein, benutzt jeder rücksichtslos seine Ellbogen, um die Karriereleiter hinaufzusteigen. Dies gilt besonders für Millionenstädte wie New York, wo man jeden Tag wieder alles geben muss, um nicht unter die Räder zu kommen.

 

Spannungen zwischen den ethnischen Schichten

 

Schon in der Geschichte können wir über die Rassenunterschiede in den USA nachlesen. Der Ku-Klux-Clan lebt heute noch. Die Verfolgung der schwarzen Bevölkerung aus dem 17. und 18. Jahrhundert hat nicht aufgehört, aber durch verschärfte Gesetze ist sie nicht mehr so drastisch wie damals. Aber nicht nur dieser Teil der Bevölkerung der USA wird diskriminiert. Gerade in den größeren und großen Städten herrscht Krieg zwischen den einzelnen ethnischen Gruppen.

In den Großstädten wird die Scene in den ärmeren Wohnvierteln von den Straßengangs beherrscht. Latinos, schwarze und weiße Gangs bekämpfen sich bis aufs Messer. In dieser Scene gilt ein Menschenleben nicht sehr viel. Immer wieder kommen auch unschuldige Kinder und Jugendliche ums Leben.

Die Polizei ist dort leider nicht in der Lage, für Ordnung zu sorgen. Bei Befragungen von Zeugen stoßen sie auf eine Wand des Schweigens. Die Gangs nehmen in diesen Fällen die Bibel beim Wort und halten sich an das Motto “Auge um Auge, Zahn um Zahn”. Sie überlassen die Strafverfolgung nicht Polizei und Staatsanwaltschaft, sondern versuchen immer wieder selber Rache zu üben. Dadurch ist dieser Konflikt in einigen Städten der USA schon eskaliert.

 

Drogenkriminalität in den USA

 

Aber auch bei den Erwachsenen steht dieser Konflikt an. Gerade in Sachen Drogenkriminalität und bei der Prostitution gehen die unterschiedlichen ethnischen Gruppen aufeinander los. War früher der Drogenhandel in den Händen der chinesischen Mafia, stehen dem heute die Russen gegenüber. Auch die italienischen Mafioso, die Cosa Nostra, sowie die japanischen Yakuza mischen da mit.

Und da nun mal viele der eingeschmuggelten Drogen aus Vietnam und Kolumbien in die USA gebracht werden, mischen diese Gruppen auch immer wieder in diesem sogenannten Drogenkrieg mit.

Die schwarze Bevölkerung und die Latinos stellen einen guten Teil der Drogendealer. Auch diese beiden Gruppen geraten immer wieder in Bezirkskämpfen aneinander. Sie dringen gegenseitig in die beanspruchten Gebiete ein und lösen damit immer wieder Straßenkämpfe mit Mord und Totschlag aus.

Aber allgemein kann gesagt werden, dass im normalen Leben und außerhalb der Ballungsgebiete die ethnischen Gruppen in Frieden miteinander leben. Man ist nicht unbedingt miteinander befreundet, lebt aber friedlich nebeneinander. Allerdings kann man auch immer wieder beobachten, dass auf Partys in amerikanischen Vorgärten ein sehr gemischtes Volk anzutreffen ist. Möglicherweise hat auch die Wahl eines farbigen Präsidenten zu einer Öffnung in Sachen der Rassenfrage geführt.

Fazit

 Allgemein lebt die amerikanische Bevölkerung frei nach dem Motto des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten. Alles kann, aber nichts muss. Wie in vielen Teilen der Welt gibt es in den großen Städten Viertel, die man besser meiden sollte, das Landleben wird für Familien immer attraktiv bleiben.