Der US-Staat Texas findet sich im mittleren Süden der USA. Als Zweitplatzierter ist Texas mit seiner Fläche von 695.621 km² kleiner als Alaska, das mit 1.717.854km² weit vorne liegt. Auch bei den Einwohnerzahlen muss Texas passen, es leben hier mit etwa 25 Millionen Menschen weniger als in Kalifornien, das mit 37 Millionen Einwohnern den ersten Platz in den USA inne hält. Aber eine Superlative kann Texas doch noch für sich verbuchen, es hat mit 254 die meisten Countys in den USA. Die Hauptstadt von Texas ist Austin.

 

Der US-Bundesstaat Texas

 

Austin-Texas

Austin, Hauptstadt von Texas

 

Die Nachbarstaaten von Texas grenzt an Oklahoma und Arkansas im Norden, Lousiana im Osten, New Mexico im Westen und im Süden an Mexiko und den Golf von Mexiko.

Texas lässt sich in drei Regionen unterteilen:

Die erste Region geht von der lagunenreichen Küste aus und erstreckt sich bis zu 100 Kilometer landeinwärts als ein relativ flaches Gebiet, das zum Teil sehr fruchtbar und für den Anbau von Baumwolle, Zuckerrohr und teils auch Reis hervorragend geeignet ist.

Rodeo-Texas

Rodeos sind beliebt im Cowboy-StateTexas

Dahinter erhebt sich ein hügeliges, bis zu 320km breites Land, das den ganzen Nordosten des Staats umfasst und großteils von Prärie bedeckt ist.

Texas ist ja auch bekannt für seine Rinderhaltung und das Cowboy-Leben.

Der nordwestliche Teil des Staatsgebiets ist Berg- und Hochland und besteht zum Teil aus einem 1.300 Meter hohen, wüstenähnlichem Sandsteinplateau (Llano Estacado).

Der Norden, auch Texas Panhandle genannt, ist sehr fruchtbar und wird noch heute für die Viehzucht genutzt. Das Rindfleisch der texanischen Erzeuger ist nach wie vor eines der besten Welt, es kommt für uns gleich hinter dem argentinischen Pendant.

Oelpumpe in Texas

Ölförderung in Texas

Im gesamten Süden und Westen wurde bis Anfang der 1980er Jahre Erdöl gefördert.

Noch heute sieht man dort die Überreste der vielen kleinen Fördertürme.

An Flüssen ist Texas gut ausgestattet:

Der Red River scheidet den Staat von Oklahoma und Arkansas, der Sabine von Louisiana und der Rio Grande von Mexiko.

Weitere große und bekannte Flüsse der Gegend sind der Colorado River, der Pecos River und der Brazos River.

Zwei großartige Nationalparks finden sich in der herrlichen Landschaft von Texas. Da findet sich zum einen der Big-Bend-Nationalpark und zum anderen der Guadalupe-Mountains-Nationalpark.

Big Bend Nationalpark

Im Big Bend Nationalpark unterwegs

Der Big-Bend-Nationalpark befindet sich im Süden von Texas und zeichnet sich durch eine wüstenartige Landschaft aus.

Verschiedene Kakteenarten sind typische Pflanzen, die Sie hier finden können.

Außerdem finden sich fast ausgestorbene und sehr ausgefallene Tierarten, wie der Eselhase oder der Rennkuckuck. Auch Maultierhirsche kann man erleben.

Der Guadalupe-Mountains-Nationalpark umfasst einen Teil der Guadalupe-Mountains und liegt im Westen von Texas. Im Nationalpark befindet sich mit 2.667 m auch der höchste Punkt des Bundesstaates, der Guadalupe Peak. Die Berge sind von Wüsten umgeben, so dass diese Landschaft einen faszinierenden Kontrast bildet.

Einwanderer mit deutschem Hintergrund haben Texas wesentlich mitgeprägt. Caroline Ernst war mit ihrer Familie die erste deutsche Siedlerin. Die organisierte deutsche Einwanderung begann 1834 mit den Dreißigern und ist vor allem der Gießener Auswanderungsgesellschaft und dem Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas, auch bekannt als Mainzer Adelsverein, zu verdanken. Nach der Märzrevolution von 1848 folgten noch einige der Forty-Eighters.

sueddeutsch

Typische Sueddeutsche Fensterläden

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren etwa 100.000 Texaner deutschsprachig.

Die meisten siedelten in Zentraltexas im so genannten Texas Hill Country, den German Hills im Bereich von Austin und San Antonio.

Frühe Siedlungen waren die Latin Settlements, gegründet von deutschen Auswanderern.

Der deutsch-englische Mischdialekt wird auch Texasdeutsch genannt.

In New Braunfels, etwa 65 km südlich der Hauptstadt Austin, wird alljährlich das Wurstfest gefeiert. Im Ortsteil Gruene, gegründet 1872 von Henry D. Gruene, befindet sich die älteste erhaltene Dance Hall in Texas, die Gruene Hall. Sie ist heute ein historischer Ort für Live-Musik und Tanzveranstaltungen.

Auch bei Fredericksburg, gegründet 1846 und zu Ehren von Prinz Friedrich von Preußen, einem weiteren Mitglied des Mainzer Adelsvereins, „Friedrichsburg“ benannt, ist eine deutsche Kolonie. Die örtliche Handelskammer begrüßt Besucher im Internet mit „Willkommen“, die Speisekarten von Restaurants sind teilweise zweisprachig.

 

Raue Sitten in Texas

hinrichtung

Früher wurde der Hang Knot verwendet

 

 

Bei der Zahl der Vollstreckungen von Hinrichtungen nimmt Texas die Spitzenposition in den USA ein.

Seit 1976 wurden in Texas 482 Menschen hingerichtet, was einem Drittel aller Hinrichtungen in den USA entspricht.

Körperliche Züchtigungen von Schülerinnen und Schülern durch das so genannte Paddle sind erlaubt.

Texas zählt kontinuierlich zu den fünf US-Bundesstaaten, in denen die meisten Paddlings durchgeführt werden.

 

Größte Städte in Texas

 

Die größten Städte in Texas mit ihren Einwohnerzahlen (gerundet)

  • Houston 2.100.000
  • San Antonio 1.300.000
  • Dallas 1.200.000
  • Austin* 790.000
  • Fort Worth 741.000

 

 

Klima und Wetterbedingungen

 

Das Klima hier gilt im Vergleich zu den übrigen südlichen Staaten der USA als recht gesund. An der Grenze des trockenen Westküstenklimas und des feuchten Ostküstenklimas gelegen, ist es in Texas im Sommer im Osten sehr schwül-heiß, mit ebenso warmen Nächten. Der Westen dagegen ist recht trocken mit teilweise recht hohen Temperaturen am Nachmittag. In ganz Texas kann es im Sommer Temperaturen über 40 Grad Celsius im Tagesverlauf geben.

Der Winter dagegen ist zumindest im Nordteil recht streng und es kann dort auch zu sehr schweren Schneestürme, die sogenannten Blizzards, kommen. Im Süden ist der Winter in der Regel mild, Schneefall ist recht wenig, nur mancherorts können lokal  Schneestürme, Hurrikans oder auch Tornados entstehen.

Besonders viele Stürme werden anders als vielleicht erwartet bereits im Frühjahr bis in den Sommer hinein registriert. Dies ist auch die Zeit der gefürchteten Tornados, die in der Gegend rund um Dallas und dem Panhandle gelegentlich sehr stark wüten können. Im Fernsehen und im lokalen Radio wird meist mit einer gewissen Vorlaufzeit auf die herannahenden Gefahren gewarnt. Mittels einer Sirene wird in den Ortschaften eine Warnung vor Tornados ausgegeben, dann suchen die Leute in Texas einen Platz im Keller des Hauses, oder in den meist zentral gelegenen Evakuierungszonen einen sogenannten Storm Shelter auf.

 

Interaktive Landkarte Texas

 

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