Was findet sich in der typischen us-amerikanischen Küche und welche Produkte sind hier angesagt? Wir haben für Sie mal zwölf typische Gerichte aufgelistet, an denen man in den USA kaum vorbeikommt.

 

Angel Food Cake

Angelfood

Angel Food Cake

Angel Food Cake ist ein sehr leichter amerikanischer Kuchen aus einer Biskuitmasse, der traditionell in einer Gugelhupf-Form gebacken wird.

Für die Zubereitung wird neben Mehl und Zucker vor allem steif geschlagenes Eiklar verwendet.

Der Name Angel Food Cake ist in den USA seit den 1870er Jahren bekannt, Rezepte erschienen erstmals in den 1880er Jahren.

Es wird vermutet, dass der Kuchen von den Pennsylvania Dutch erfunden wurde, jedoch gibt es für diese Annahme keine konkreten Belege.

Die verwendete Gugelhupf-Form ist jedoch eine speziell von Deutschen verwendete Backform, die in den USA vorher nicht bekannt war.

Eines der ersten bekannten Rezepte für den Kuchen erschien 1884 im Boston Cooking School Cook Book von Mrs. D.A. Lincoln. Einige Zeit später kam auch die Bezeichnung Angel Food Cake auf.

 

Bagel

Bagel

Bagel mit Füllung

Ein Bagel ist ein handtellergroßes rundes Gebäck aus Hefeteig mit einem Loch in der Mitte.

Bagel werden vor dem Backen kurz in Wasser gekocht.

Ein Loch in der Mitte beschleunigt den Kochvorgang und erhöht die Krustenbildung beim Backen.

Die 1610 erstmals in Krakau belegten Bagel entstanden vermutlich in Mittel- oder Osteuropa.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie von osteuropäischen Einwanderern in den USA und Kanada eingeführt, wo sie seit den 1970er Jahren zum Ernährungsalltag gehören, und von wo sie sich seither als typisch amerikanisches Backwerk weltweit verbreiten.

Durch den Kochprozess behalten die Teigringe beim Backen ihre Form und es entsteht die für Bagel typische harte, glänzende Kruste. Das Loch macht die Bagel leichter, sie sind schneller gekocht, und beim Backen bildet sich zusätzliche Kruste.

Das Loch diente anfangs zum einfacheren Herausnehmen beim Kochen und zum Transport auf Schnüren oder Holzstangen aufgereiht.

Ein handgefertigter „New York Bagel“ wog Mitte des 20. Jahrhunderts weniger als 100 Gramm. Seither wurden die Bagels immer größer. Verantwortlich für diese Entwicklung soll nicht zuletzt die Tatsache sein, dass Bagels immer häufiger als Sandwiches gegessen werden und nicht wie ursprünglich ohne Zutaten. Als ideale Größe für Bagel gilt ein Durchmesser von etwa zehn Zentimetern.

 

Baked Beans

Baked-beans

Baked Beans

Baked Beans sind ein traditionelles US-amerikanisches Gericht aus weißen Bohnen, die mit Tomatensauce oder Ketchup im Ofen gebacken werden.

Baked Beans sind fester Bestandteil des englischen Frühstücks und in den USA eine beliebte Beilage beim Barbecue.

Zur Zubereitung werden zuerst getrocknete weiße Bohnen über einige Stunden gewässert, mit Tomatensauce und Melasse oder braunem Zucker gewürzt.

Anschließend werden die Bohnen in eine feuerfeste Form gegeben, mit einigen Scheiben Bacon bedeckt und im geschlossenen Gefäß bei mittlerer Hitze drei bis vier Stunden gekocht.

Die weißen Bohnen, die für gewöhnlich für die Zubereitung genommen werden, stammen ursprünglich aus Amerika. Sie gelangten mit den europäischen Kolonisatoren nach Europa. Bereits die Ureinwohner Nordamerikas bereiteten weiße Bohnen zusammen mit Ahornsirup und Bärenfett in einem mit heißen Steinen oder heißer Asche gefüllten Erdloch zu. Die europäischen Siedler ersetzten im Laufe der Zeit das Erdloch durch einen Topf, den Ahornsirup durch anderen Sirup und das Bären- durch Schweinefett. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts kam noch Tomatensauce als fester Bestandteil des Gerichts hinzu.

 

Donut

Donut

Donut

Ein Donut oder Doughnut ist ein handtellergroßer US-amerikanischer/kanadischer Krapfen aus Hefeteig oder Rührteig.

Die Form ist entweder ein Torus, also ähnlich einem Bagel. Seltener findet man auch einen abgeflachten Ballen, der häufig Schokolade oder eine andere süße Füllung enthält.

Donuts werden aus einem speziellen Teig geformt und in heißem Fett ausgebacken.

Der gebackene Donut wird mit verschiedenen Glasuren wie Schokoladenkuvertüre oder bunter Glasur überzogen. Donutmaker, die nach dem Prinzip eines Waffeleisens funktionieren, werden im Handel angeboten.

Sie bieten die Möglichkeit, meist sechs recht kleine Mini-Donuts zu backen. Diese sind auf Grund der anderen Zubereitungsart nicht völlig identisch mit herkömmlichen Donuts.

 

Erdnussbutter

Erdnussbrot

Erdnussbutter Aufstrich

Die Erdnussbutter ist ein Brotaufstrich, der hauptsächlich aus gemahlenen Erdnüssen besteht.

Erdnussbutter wird von vielen Herstellern bei der Produktion von Süßwaren und Backwaren verwendet.

Unter anderem findet sich der Brotaufstrich in Kuchen, Plätzchen, Donuts und Schokoriegeln wieder.

Im Handel sind die Varianten grob (crunchy) und fein (creamy) extra grob (extra crunchy) und Varianten mit reduziertem Fettanteil oder Zusätzen wie Honig, Karamell und Kakao.

Der Begriff Butter darf innerhalb der Europäischen Gemeinschaft durch gesetzliche Verordnungen allein für Milcherzeugnisse verwendet werden, gleiches gilt auch für die Schweiz.

Darum wird Erdnussbutter hier überwiegend unter Bezeichnungen wie Erdnusscreme, Erdnussmus oder Erdnusspaste vertrieben. Es werden jedoch auch Gläser mit der Aufschrift Erdnussbutter oder dem englischen Peanutbutter im Handel angeboten.

 

Hamburger

Burger

Hamburger mit Tomate Salat und Käsescheibe

Ein Hamburger, der auch oft nur Burger genannt wird, besteht aus einem Brötchen, dem sogenannte Bun, mit verschiedenen Belägen, und wird als warmes Schnell- oder Fertiggericht angeboten.

Hamburger werden hauptsächlich mit dem sogenannten Patty, einer gegrillten Scheibe aus Rinderhackfleisch belegt und bilden den Standardartikel vieler Fast-Food-Ketten.

Dem Variantenreichtum der „nach Art eines Hamburgers zubereiteten“ Burger sind kaum Grenzen gesetzt. Eins der verbreitetsten Varianten ist der Cheeseburger: Ein Hamburger mit zusätzlichem Käse.

Nicht mit Rindfleischpads belegte Burger sind beispielsweise Chickenburger, Fischburger, oder vegetarische Burger mit Gemüse, die häufig als Veggie-Burger bezeichnet werden – in diesen werden, genauso wie veganen Varianten, Bratlinge als Patty verwendet.

In Deutschland ist die Zusammensetzung der Fleischscheibe eines Hamburgers oder Beefburgers in den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuches definiert. Sie darf demnach ausschließlich aus grob entsehntem Rindfleisch hergestellt werden und gegebenenfalls Salz und Gewürze enthalten.

Weitere Zutaten sind nicht erlaubt. Diese Regelung gilt nur für Produkte, die unter den Namen „Hamburger“ oder „Beefburger“ angeboten werden. Varianten mit anderen Namen, z. B. Cheeseburger dürfen durchaus aus Fleisch anderer Tierarten bestehen, oder Zusätze wie Zwiebel, Ei oder Semmelmehl in der Fleischscheibe enthalten.

 

Hot Dog

Hotdog

Hotdog

Der Hotdog ist ein Schnellimbiss, bestehend aus einer warmen Brühwurst und meist weiteren Zutaten in einem weichen Weizen-Brötchen.

Der Ursprung des Namens Hotdog ist nicht mit Sicherheit geklärt.

Es steht jedoch fest, dass diese Form des Fastfood in den USA schon existierte, ehe dieser Name dafür verwendet wurde.

So gab es bereits 1871 eine Imbissbude auf Coney Island, in der Frankfurter oder Wiener Würstchen im Brot mit Sauerkraut verkauft wurden.

Ein Hotdog besteht aus einem erwärmten Brühwürstchen in einem länglichen, meist weichen Brötchen (Weizen), das üblicherweise getoastet oder gedämpft wird.

Das Hotdog-Brötchen wird zur Hälfte der Länge nach aufgeschnitten und erhitzt. Danach legt man das heiße Würstchen hinein und garniert es mit den Saucen.

In Skandinavien streut man in der Regel Röstzwiebeln und verteilt gegebenenfalls einige Scheiben saurer Gurken darüber. Häufig werden auch noch weitere Zugaben, etwa Sauerkraut oder Krautsalat, in das Brötchen gegeben.

 

Jelly Beans

Jelly Beans

Jelly Beans Präsentation

Unter dem Markennamen Jelly Belly produziert die US-amerikanische Firma Jelly Belly Candy Company mit Sitz in Fairfield/Kalifornien sogenannte Geleebohnen.

Dabei handelt es sich um kleine Süßwaren in Form von Kidneybohnen.

Unter ihrer variabel gefärbten Zuckerkruste bestehen sie vollständig aus Gelee, grundsätzlich sind Zucker, Maissirup und Maisstärke sowie (als Überzugsmittel) Bienenwachs und Carnaubawachs enthalten. Die weiteren Zutaten Geschmacksstoffe und Farbstoffe variieren nach Sorte.

Populär sind die Jelly-Belly-Bohnen vor allem dadurch, dass sie in einer großen Anzahl von Geschmacksrichtungen erhältlich sind. Mittlerweile werden fünfzig verschiedene Geschmackssorten angeboten. Zusätzlich zu diesen Sorten gibt es noch spezielle Kollektion z.B. Sauer, Smoothy, Sunkist, Eiscreme und Sport. Einige Sorten sind auch ohne Zucker erhältlich sowie Beanaturals ohne künstliche Farbstoffe und Aromen.

Aktuell werden folgende 50 Geschmacksrichtungen offiziell angeboten:

Ananas, Banane, Blaubeere, Brombeere, Butter-Popcorn, Cappuccino, Chili Mango, Creme Soda, Dreibeeren, Dunkle Schokolade, Erdbeer-Daiquiri, Erdbeermarmelade, Erdbeer-Käsekuchen, Geröstete Marshmallows, Granatapfel, Grüner Apfel, Grüner Tee, Himbeere, Honigmelone, Inselpunsch, Orangensorbet, Karamell-Apfel, Kaugummi, Kirsch-Cola, Kirsche, Kiwi, Kokosnuss, Lakritz, Limone, Mandarine, Mango, Margarita, Milchkaffee, Orange, Karamell-Popcorn, Pfirsich, Pflaume, Piña Colada, Pink Grapefruit, Roter Apfel, Saftige Birne, Schokoladenpudding, Traube, Tutti-Frutti, Vanille, Wassermelone, Zimtzauber, Zitrone, Zitronendrops, Zuckerwatte.

Einen großen Bekanntheitsschub erhielten Jelly-Belly-Bohnen durch US-Präsident Ronald Reagan, der diese sehr schätzte und stets einen Vorrat auf seinem Schreibtisch im Oval Office sowie in der Air Force One aufbewahrte.

 

Muffin

Schokoladen-Muffin

Muffin mit Schokochips

Muffin ist die Bezeichnung für zwei verschiedene Gebäckarten in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich.

Im Vereinigten Königreich versteht man unter „muffins“ ein flaches Hefegebäck, das als Toast gegessen wird.

In den USA werden diese als „English muffins“ bezeichnet. Die US-amerikanischen Muffins sind kleine runde Kuchen, die meistens mit Backpulver hergestellt und in speziellen Backformen gebacken werden.

Britische Auswanderer brachten im 19. Jahrhundert den Muffin nach Nordamerika. Der US-amerikanische Muffin wird nicht wie sein englisches Pendant aus Hefeteig, sondern aus einfacherem Teig mit Hilfe von Triebmitteln wie Backpulver hergestellt. Da Backpulver erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurde, kann der US-amerikanische Muffin als die „modernere“ Form angesehen werden.

Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Muffinrezepten, die sich bereits bei den Zutaten unterscheiden. Wichtig für die richtige Teigkonsistenz sind die Verwendung eines flüssigen Backfettes (Öl oder geschmolzene Butter) sowie der richtige Säuregehalt im Teig in Kombination mit dem Triebmittel. Je saurer die flüssigen Zutaten, wie zum Beispiel Buttermilch oder Joghurt sind, umso mehr Natron muss anstelle von Backpulver zugegeben werden.

Drei Staaten der USA haben Muffins zu offiziellen „State Muffins“ erklärt: Minnesota den Blaubeermuffin, New York den Apfelmuffin und Massachusetts den Maismehlmuffin.

 

Popcorn

popcorn

Das nicht nur bei Kids beliebte Popcorn

Popcorn ist ein als Snack dienendes Nahrungsmittel, das durch starkes Erhitzen einer speziellen Maissorte hergestellt wird.

Popcorn wird gezuckert, karamellisiert oder gesalzen.

In den Vereinigten Staaten, Österreich, Spanien und Südamerika ist insbesondere gesalzenes und mit Butteraroma versehenes Popcorn die Regel; verbreitet ist daneben auch karamellisiertes Popcorn.

Das in Deutschland übliche gezuckerte Popcorn dagegen ist in den USA nahezu unbekannt, jedoch ist eine süß-salzige Variante, „Kettle corn“, seit einigen Jahren weit verbreitet.

Popcorn stammt vom amerikanischen Doppelkontinent. Wann zum ersten Mal Popcorn zubereitet wurde, ist jedoch nicht genau bekannt. Sicher ist aber, dass die Ureinwohner Westamerikas es bereits aßen – und auch als Schmuck benutzten – als Christoph Kolumbus 1492 dort an Land ging.

Darüber hinaus ist bekannt, dass es dort als religiöser Akt üblich war, je nach der Form eines aufgeplatzten Maiskorns die Zukunft zu bestimmen (ähnlich dem Bleigießen der alten Römer).

Bei Ausgrabungen wurden außerdem mindestens 4000 Jahre alte Puffmaiskörner gefunden, es ist also davon auszugehen, dass Popcorn schon weitaus früher Bestandteil des indianischen Speiseplans war.

Während der großen Depression in den 1930er Jahren avancierte es parallel mit dem Aufstieg des Kinos in den USA und später weltweit zum beliebten Snack.

 

Pumpkin Pie

Pumpkin Pie

Pumpkin Pie

Dieser Kürbiskuchen ist ein traditioneller Nachtisch der US-Küche, der besonders gern zu Halloween, Thanksgiving und Weihnachten serviert wird.

Aus Kürbismus, Ei und gezuckerter Kondensmilch bzw. Sahne wird eine puddingartige Masse hergestellt, die als Füllung des Pie dient.

Die Masse wird mit Zimt, Ingwer, Gewürznelke, Muskatnuss und optional auch Kardamom gewürzt und hat einen intensiven Geschmack.

Manchmal wird auch fertiges Kürbiskuchengewürz verwendet.

In eine Pie-, Tarte- oder Springform wird ausgerollter Teig gegeben und mit der Kürbismasse gefüllt.

Der Teig besteht dabei aus Mehl, Salz, Butter und Wasser. Der Pie wird im Ofen so lange gebacken, dass die Füllung gerade fest ist, sich aber noch keine Kruste gebildet hat. Der abgekühlte Pie wird in der Regel mit gesüßter Schlagsahne serviert.

 

Tabascosauce

Tabascosauce

Tabasco Sauce

Tabascosauce ist eine scharfe Chilisauce auf der Grundlage von Tabasco-Chilis, die seit 1868 von dem Unternehmen McIlhenny Co. hergestellt wird.

Die ursprüngliche Tabascosauce wird als Tabasco Pepper Sauce bezeichnet.

Inzwischen umfasst die Tabasco-Produktpalette jedoch noch weitere Saucen, wie zum Beispiel die mildere Tabasco Green Pepper Sauce aus grünen Jalapeño-Chilis oder die Tabasco Garlic Pepper Sauce mit Knoblauch.

Der Unternehmenssitz befindet sich auf Avery Island in Louisiana.

Der Name Tabasco ist ein eingetragenes Warenzeichen; er leitet sich vom gleichnamigen Bundesstaat in Mexiko ab und soll in der Sprache der dortigen Ureinwohner „Land, in dem die Erde heiß und feucht ist“ bedeuten.

Der genaue Herstellungsprozess sowie die Rezeptur der Tabascosauce gilt als ein streng gehütetes Unternehmensgeheimnis der McIlhenny Co. Bekannt ist, dass Tabascosauce ausschließlich aus Essig, zerstoßenen, reifen Chilis und Salz ohne Zusatz von Konservierungsmitteln oder Farbstoffen hergestellt wird.

Der besondere Geschmack der Sauce entwickelt sich durch den Fermentierungsprozess, den der Chilisud während seiner bis zu dreijährigen Lagerung in Eichenfässern durchläuft. Die für die Sauce verwendeten Chilis stammen von Pflanzen, deren Zucht dem Unternehmen unterliegt. Das Salz wird aus den Salzvorräten von Avery Island, dem Sitz des Unternehmens McIlhenny Co. gewonnen.

 

Quellen: Wikipedia, McIlhenny Co., Jelly Corp, Giant Eagle