Wir finden in Südamerika 14 verschiedene offizielle Währungen – Der US-Dollar und sogar der Euro sind dort als offizielle Landeswährung vertreten. Aber eine einheitliche Währung wie etwa der Euroraum bietet, werden wir in Südamerika wohl so schnell nicht nie bekommen. Wir selbst haben uns auch vor jeder Reise in das jeweilige Land etwas schlau gemacht, was es mit der entsprechenden Währung auf sich hat. Wo kann man umtauschen, wie ist der Kurs in der Vergangenheit gewesen, welche Noten werden gerne gefälscht und wo kann man Bargeld einfach abheben. Einen Langzeitchart der südamerikanischen Währungen gibt es zum Beispiel bei meinem Lieblingsanbieter in Sachen Finanzen, Onvista.de. Die Inflationsrate über viele Jahre hinweg und weitere statistische Daten zu fast allen Ländern der Erde finden Sie auf tradingeconomics.com.

Alle südamerikanischen Währungen 2016

Um Sie bei Ihrer Reiseplanung nach Südamerika etwas zu unterstützen, haben wir eine Übersicht der südamerikanischen Währungen erstellt. Informationen zu den Geldsorten und Münzen der Länder sind zum Zeitpunk Januar 2016 aktuell. Wobei sich auch ältere Noten und Hartgeld im Umlauf befinden können, sodass diese Liste nie 100% aller gültigen Währungseinheiten Südamerikas abdecken kann. Zudem finden Sie einige Insider-Tipps und Infos zum besseren Wechseln und sicherem Geld abheben am Automaten.

Argentinien

Die Währung in ganz Argentinien ist seit dem 1.Januar 1992 der Argentinische Peso (ISO: ARS). Er wird in 100 Centavos unterteilt. Sehen Sie Preisangaben in S, dann ist das ziemlich sicher der Peso Argentino, der US-$ wird auch in Argentinien mit $-Symbol abgekürzt, aber einige Zeitgenossen checken das nicht, sodass man hier aufpassen sollte. Wir haben bei Inseraten in den lokalen Zeitungen bereits die Erfahrung gemacht, dass $ auch schon mal der lokale Peso sein kann und vice versa. Vorgänger des heutigen Peso war vom 15. Juni 1985 bis zum 31. Dezember 1991 der Austral (ARA; 10.000 Austral = 1 Peso).

Banknoten Argentiniens

Argentiniens Banknoten

Geld können Sie prinzipiell in allen Banken und Wechselstuben wechseln. Am Flughafen in der Hauptstadt Buenos Aires, wo die meisten Maschinen aus anderen Ländern landen, kann Geld getauscht werden. Der Kurs ist hier aber immer schlechter als in Wechselstuben in der Stadt. Bargeld (in Pesos) können Sie zudem mit Ihrer Kreditkarte an Automaten abheben, die Kosten dafür sind unterschiedlich, aber nicht allzu hoch.

Der argentinische Peso unterliegt einer starken Inflation, ein Tausch vor Ort ist daher angeraten, zudem man sehr gerne Euros oder Dollar annimmt. Uns wurde von einigen Geschäftsleuten angeboten, unsere Euros in argentinische Pesos zu tauschen, der Kurs war dabei erheblich besser als der Aktuelle im Internet. Seit dem Frühjahr 2012 ist es nur noch in Ausnahmefällen möglich, in Argentinien ausländische Währungen zu kaufen. Der offizielle Wechselkurs betrug im Herbst 2014 für einen US-Dollar etwa 7 Pesos. Am Schwarzmarkt sind zu diesem Zeitpunkt mehr als 12 Pesos für einen US-Dollar zu erzielen. Im November 2014 liegt ein Euro offiziell bei mehr als 11 Pesos, aber bei Umtausch am Schwarzmarkt sind mehr als 16 Pesos drin. Den aktuellen Kurs des am Schwarzmarkt sogenannten “Blue Dollars” können Sie übrigens im Internet bei verschiedenen Anbietern leicht ergooglen, bei Dolarblue-hoy sind es aktuell im Januar 2016 etwas mehr als 14 Pesos für einen US-Dollar.

Auf anderen Seiten im Internet haben wir gelesen, dass man auch problemlos mit EC-Karte oder Visa in den Hotels zahlen kann. Das stimmt nur zum Teil, und dann auch überwiegend in Buenos Aires. Man wird zudem immer einen Aufschlag einkalkulieren müssen, bis zu 3% mehr wurde uns abgenommen bei Kartenzahlung. Wenn Sie etwa ausserhalb der Hauptstadt ins Land reisen, dann sollten Sie unbedingt genügend “Bares” in Dollar oder besser Pesos dabei haben.

Wir haben Jahre in Buenos Aires im Zentrum und drumrum gewohnt. Dabei viel uns auf, dass einige Automaten von verdächtigen Personen beobachtet wurden, also Augen auf beim Geld abheben. Zudem war das Limit zum Abheben bei vielen Automaten, nicht nur in Buenos Aires, auch in anderen Teilen des Landes, mit unserer MaestroCard bei 100 US-Dollar pro Vorgang. Wollte man mehr, musste man nochmal “ziehen”, was natürlich wieder extra Gebühren nach sich zog. Ähnlich erging es uns übrigens auch im Nachbarland Uruguay.

Bolivien

In Bolivien hat man 1987 den Boliviano (BOB) eingeführt. Die Währung löste den bolivianischen Peso ab. Anfänglich war der Boliviano 1:1 zum US-Dollar, doch die Inflation nagte Jahr für Jahr und so verlor der Boliviano permanent an Wert. Heute ist der Wechselkurs zum Dollar zum Euro 7,4:1, die Inflation mit offiziell 4,5% etwas geringer als in vergangenen Jahren (Stand: Januar 2016).

Es ist in vielen Läden in Bolivien möglich, mit Dollar zu zahlen. Im Umlauf sind Banknoten zu 10, 20, 50, 100 und 200 Bolivianos.

Banknoten Boliviens

Banknoten Boliviens

Zur Stärkung des Boliviano als Zahlungsmittel wurde am 1. Juli 2004 eine auf zwei Jahre befristete Steuer (ITF) von zunächst 0,3 % (ab dem 1. Juli 2005: 0,25 %) auf rein inländische Dollar-Transfers mit einem Werte über US$ 1.000,00 eingeführt.

Tatsächlich hat sich der Wechselkurs des Boliviano gegenüber dem Dollar seit der Einführung der Steuer deutlich stabilisiert. Die Steuer wurde daher 2006 vorerst um weitere drei Jahre bis Juli 2009 verlängert, der Steuersatz wurde auf 0,15 % gesenkt (Gesetz Nr. 3446 vom 21. Juli 2006). Am 24.Juli 2012 wurde die ITF abgekürzte Transfersteuer (nach wie vor 0,15%) um weitere 36 Monate verlängert.

Brasilien

In Brasilien ist der brasilianische Real (BRL) zuhause. Auf den Geldscheinen steht Reais, die portugiesische Variante. Kleinere Einheiten des Reals lauten auf Centavos. In Brasilien können Sie mittlerweile in sehr vielen Geschäften, Hotels und Restaurants mit Karte bezahlen. Bargeld wechselten wir in Wechselstuben, aber auch in der Bank bekommt man die lokale Währung. Wenn Sie es eilig haben, können Sie auch direkt an den großen Flughäfen Ihr Geld wechseln.

Banknoten Brasiliens

Geldscheine Brasiliens

Sie haben in Brasilien die Möglichkeit, an vielen Geldautomaten mit der normalen EC-Karte Bargeld zu ziehen. Die Kosten hierfür betragen einige Reais pro Abhebung, die Gebühr wird von der dortigen Bank festgesetzt. Die deutschen EC- oder Kreditkarten funktionieren dabei wie wir selbst auch getestet haben, sehr gut an den Automaten der Citibank, der Banco do Brasil, der HSBC Bank, der Banco24Horas und anderen Bankautomaten. Bitte beachten Sie hierbei, dass die Geldautomaten das Maestro- oder Cirrus-Zeichen haben sollten.

Allerdings muss man darauf hinweisen, dass es auch häufiger zu Schwierigkeiten beim Einsatz von EC- und Kreditkarten kommt. Somit kann eine Garantie für die Verfügbarkeit von Bargeld per Automat nicht gewährleistet werden.

Geht etwas schief beim Abheben, so ist unbedingt der Beleg zu sichern. Zum einen, um Missbrauch vorzubeugen, zum anderen um später den Kontoauszug auf eine mögliche Belastung hin überprüfen zu können. Reisenden nach Brasilien können wir daher empfehlen, sich entsprechend mit Devisen zum Geld umtauschen, sowie mit Reiseschecks und Kreditkarten auszustatten, damit es nicht zu Geldengpässen in Brasilien kommt.

Wir empfehlen Ihnen, sich nicht ausschließlich auf eine Versorgung mit brasilianischen Real an Geldautomaten zu verlassen, sondern auch alternative Möglichkeiten einzuplanen. Nehmen Sie zum Beispiel einige Reiseschecks als Sicherheitspolster mit. Im Falle des Verlusts können diese schnell ersetzt werden. Banken und Wechselstuben können dabei von den besseren Kursen profitieren. Die Reisechecks sollten am besten auf US-$ ausgestellt sein.

Der Umtauschkurs liegt aktuell zum Jahresanfang 2016 bei 4,3 brasilianischen Pesos pro Euro.

Chile

Die lokale Währungseinheit in Chile ist seit 1975 der chilenische Peso (CLP). Visa-, Mastercard und andere Kreditkarteninstitute können in der Hauptstadt Santiago de Chile und den beliebten Touristenorten Chiles bei vielen Einrichtungen zur Bezahlung verwendet werden. Verfügen Sie über eine EC-Karte mit dem „Maestro“-Logo, können Sie bei den weit verbreiteten und mittlerweile etwa 5.000 Redbanc-Automaten landesweit Bares abheben. Redbanc ist ein Netzwerk von 21 Banken, das es nur in Chile gibt.

Banknoten Chiles

Banknoten Chiles

Die aktuell verfügbaren Geldscheine in Chile sind: 1.000 Peso, 2.000 Pesos, 5.000 Pesos, 10.000 Pesos und 20.000 Pesos.

Trotz allem sollten Sie immer etwas Kleingeld zur Not dabei haben. Sie können Bargeld sicher und komfortabel in Chile in Banken, Reisebüros und Wechselstuben eintauschen. Letzere sind werktags von 9-19 Uhr geöffnet. Auch in Chile gibt es mal Mon(Tage), an denen kein Geld mehr im Automaten ist. Aber auch Naturkatastrophen können mal zu Zahlungsschwierigkeiten führen. Zuletzt führte etwa ein Erdbeben am 1. April 2014 zu erheblichen Problemen im Norden Chiles, wo sich auch das Epizentrum des Terremotos, wie es im Spanischen heißt, befand.

Tipp: Am besten erst in Chile Geld umtauschen, der Wechselkurs in Deutschland oder auch anderen Ländern Europas ist immer etwas schlechter als Vorort. Fürs Erste reichen sicher die Wechselstuben gleich am Flughafen, vor der Passkontrolle und auch bei den Gepäckbändern. Aktuell im Januar 2016 wechseln Sie einen Euro gegen 770 chilenische Pesos.

Ecuador

Ecuador ist das größte Land der Welt, das keine einige Währung besitzt. Ursprünglich war die Währung der Sucre, doch durch starken Wechselkursverfall wurde er abgeschafft und im Jahre 2000 durch den US-Dollar ersetzt. Achten Sie darauf, nur unbeschädigte Banknoten anzunehmen und prüfen Sie diese, soweit möglich, auf Echtheit.

Banknoten Ecuadors

US-Dollar – Ecuadors offizielle Währung

Die Banknoten gibt es in 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollarscheinen. Empfehlenswert ist es, nur kleinere Noten bis etwa 20 US-$ zu tauschen. 50 oder gar 100 Dollar Noten werden selten akzeptiert.

Visa, Mastercard, American Express und Diners werden von den meisten Restaurants, Hotels und Serviceanbietern akzeptiert. Mit Kreditkarten und ec-Karten (Maestro) kann bei Geldautomaten Bargeld abgehoben werden. Die Gebühren sind dabei erheblich geringer bei der ec-Karte, Kreditkartenzahlungen sind hier zu vermeiden.

Funktionierende Geldautomaten für MasterCard und Cirrus-Karten haben die Banco del Pichincha und die Banco del Pacífico. Für Visa- und Plus-Karten die Banco de Guayaquil und Banco La Provisora. Die am häufigsten in Ecuador akzeptierten Kreditkarten sind Visa, MasterCard und Diners Club. In Ecuador schlagen Händler, die Kreditkarten annehmen, oft noch zwischen 4 und 10 % auf die Rechnung drauf. Daher ist es meist günstiger, bar zu zahlen.

Ein Geldwechsel ist in fast allen Banken von Montag bis Freitag möglich. Auch gibt es zahlreiche Wechselstuben, die sich auf die ausländische Währung freuen. Um Geld zu wechseln, müssen Sie zudem Ihren Reisepass vorlegen. In den großen Städten Quito, Guayaquil und Cuenca kann zudem am Wochenende Geld problemlos gewechselt werden.

Die Traveller Cheques von American Express werden bei der Banco del Pacifico (1% Kommission) und einigen Hotels akzeptiert, allerdings immer zu schlechteren Wechselkursen als Bargeld. Sollte die ec- oder Kreditkarte am Automaten mal nicht funktionieren, können Sie zum Beispiel mit der Kreditkarte Geld in der Banco del Pacifico (nach Vorlage Ihres Reisepasses) am Schalter abheben.

Falkland Inseln

Das Falkland-Pfund (FKP) ist die Währung auf den Falklandinseln. Auch in Südgeorgien und den Südlichen Sandwichinseln, die verwaltungstechnisch zu den Falklandinseln gehören, wird es als Zahlungsmittel eingesetzt, obwohl das offizielle Zahlungsmittel dort das Pfund Sterling darstellt.

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Die Banknoten auf den Falklands

Eigene Banknoten werden seit 1921 verwendet, eigene Münzen werden seit 1974 ausgegeben. Das Falkland-Pfund ist (ähnlich der Währungen der Britischen Kanalinseln) dem Pfund Sterling nachempfunden und steht mit ihm in einem festen Kursverhältnis von 1:1. Die Scheine haben einen Wert von 5, 10, 20 und 50 Pfund. Zu sehen ist auf allen Scheinen die Königin Elizabeth II.

Ein Flakland Pfund entspricht im Januar 2016 0,74 Euros.

Mit nur etwa 5000 Benutzern (davon sind etwa 4700 Einwohner der Falklandinseln, einschließlich der ständig dort stationierten Militärangehörigen) ist das Falkland-Pfund die am wenigsten verwendete Währung der Welt.

Französisch Guayana

In diesem Überseedepartement von Frankreich ist seit 2001 der Euro (EUR) das offizielle Zahlungsmittel. Ein Umtausch ist für Europäer hier nicht nötig. In Banken und Wechselstuben in Cayenne können andere Währungen, wie etwa der beliebte Real aus Brasilien, oder der US-Dollar, problemlos getauscht werden. Bereits am Flughafen von Cayenne bekommt man die Möglichkeit, sich mit Euros einzudecken.

Banknoten werden wie in Europa üblich, im Wert von 5, 10, 20, 50, 100, 200 sowie 500 Euro, Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cents sowie 1 und 2 Euro ausgegeben.

Euro Banknoten

Euro-Scheine

Bargeld abheben mit Ihrer Kreditkarte, ob Visa, oder Mastercard, ist in Französisch-Guayana bequem in Cayenne, Ile de Cayenne, Kourou sowie Saint Laurent du Maroni möglich.

Geldautomaten finden Sie am schnellsten über die Geldautomatensuche von Visa und Mastercard, es werden die üblichen Gebühren für Auslandsabhebungen berechnet.

Zudem können Sie in den größeren Städten des Landes Ihre Rechnungen bequem per Kreditkarte bezahlen. Da die Abrechnung in Euro erfolgt, sollte dies in allen Fällen auch gebührenfrei erfolgen.

Bei einer Reise ins Landesinnere ist zu empfehlen, genügend Bares mitzunehmen, um für die geplante Dauer des Aufenthalts mit Geld versorgt zu sein, denn dort findet sich keine flächendeckende Versorgung mit Geldautomaten.

Guyana

Im südamerikanischen Land Guyana wurde der Guyana Dollar (ISO-Code:GYD) im Jahre 1967 eingeführt. Da die Landeswährung einer starken Inflation unterliegt, findet man sie auch nur hier, ausserhalb des Landes wird sie quasi gar nicht gehandelt. Der guayanische Dollar ist unterteilt in die Unterwährung Cents. 100 Cents entsprechen einem Guyana Dollar.

Banknoten aus Guyana

Banknoten aus Guyana

Die Münzen werden immer weniger, es wird wohl bald keine Münzen mehr im Lande geben. Die im Umlauf befindlichen Banknoten in Guyana haben Werte von 20, 100, 500 und 1.000 Dollar. Vor einigen Jahren wurde eine 5.000 Dollar-Banknote verwendet, die allerdings heutzutage nicht mehr produziert wird.

Im Juni 2014 entspricht ein US-Dollar etwa 210, der Euro ist gar etwas mehr als 280 Guyana-Dollar wert. Der Umrechnungskurs der legalen Geldwechselstuben im Land ist häufig günstiger als der Kurs der lokalen Banken. Vom Geld wechseln auf der Straße sollte man aus Sicherheitsgründen absehen, ausser man ist schon länger vor Ort und kennt die lokalen Gepflogenheiten. Die Banken sind von Montag bis Freitag zwischen 8:00 und 14:30 Uhr für normalen Publikumsverkehr geöffnet.

In den großen Städten, wie Georgetown oder New Amsterdam. können Sie bequem Guyana Dollar am Geldautomaten abheben. In den großen Restaurants, Autoverleihstationen und Hotels kann man zudem meist mit Visa-, Maestro-, oder Mastercard bezahlen. Aktuell im Januar 2016 bekommt man pro Euro 226 Guyana-$.

Internationale Kreditkarten werden an den Geldautomaten der Scotiabank in den Städten Georgetown, New Amsterdam und Bartica akzeptiert. Im Inland von Guyana gibt es meist keine Möglichkeit, bargeldlos zu zahlen. Also am besten vor einer Reise ins Landesinnere den Bargeldvorrat auffüllen.

Kolumbien

Der kolumbianische Peso (COP) wird eigentlich in Centavos unterteilt. Doch diese Unterteilung ist in der Praxis gar nicht zu finden, die niedrigsten hergestellten Münzwerte sind 100, 200, 500 und 1.000 Pesos. Als Mitbringsel für zuhause eignet sich die 500 Peso Münze, die momentan im Juni 2014 einem Wert von 20 Eurocent entspricht. Oder auch die neue 1.000 Peso Münze, die seit Ende 2013 im Umlauf ist.

Banknoten Kolumbiens

Banknoten in Kolumbien

Es gab auch vor Jahren schon mal eine 1.000 Peso Münze, diese wurde jedoch sehr häufig gefälscht. Daraufhin hat man die Produktion der Münze eingestellt. Sie genießt nun bei Sammlern hohen Wert. Sollten Sie auf eine dieser selten gewordenen Schätzchen stoßen, dann behalten und nicht einfach ausgeben. Der kolumbianische Peso ist seit vielen Jahren relativ stabil zum Dollar, die Inflation im Lande ist mit 3-5% pro Jahr moderat.

Folgende Scheine sind zurzeit im Umlauf: 1.000 Pesos , 2.000 Pesos, 5.000 Pesos, 10.000 Pesos, 20.000 Pesos und 50.000 Pesos.

Devisenumtausch: Am einfachsten ist es, US-Dollar in kolumbianische Pesos zu tauschen. In Kolumbien bieten Wechselstuben und Banken die besten Tauschkurse für Ihr Geld. Selbst am internationalen Flughafen in Bogota bekommt man gute Kurse. Mit Kreditkarten wie Visa, Cirrus, Maestro oder auch MasterCard kann man in Kolumbien außerdem an jedem Automaten Bargeld abheben.

Das funktionierte bei uns in jeder Stadt Kolumbiens, die wir bereist haben, einwandfrei. Am Samstag war in einigen Fällen kein Geld mehr im Automaten, da mussten wir einen Mehrweg in Kauf nehmen, um uns Bares zu ziehen. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir Ihnen, nachts kein Geld abzuheben. In den von uns und vielen Touristen gerne besuchten Städten Bogotá, Barranquilla, Bucaramanga, Cali, Cartagena, Medellin und Pereira können Sie auch problemlos mit Ihrer Kreditkarte in Hotels, größeren Geschäften, als auch in vielen Restaurants bezahlen.

Aktuell im Januar 2016 liegt ein Euro bei 3.450 kolumbianischen Pesos.

Paraguay

Der paraguayische Guarani (PYG) ist bereits seit Oktober 1943 die Währung Paraguays. Die Währung verwendet hier den Namen des indigenen Volkes der Guarani, wie auch die Sprache im Lande heißt. Der Guarani ist zwar die offizielle Währung im Lande Paraguay, jedoch werden höherwertige Waren (vor allem Importwaren wie Fahrzeuge, PC, Kameras, oder Immobilien) meist in US-Dollar gehandelt. Wenn man die Anzeigen in den lokalen Zeitungen liest, dann sind auch hier die meisten Angebote in US-Dollar angegeben.

Papiergeld in Paraguay

Papiergeld in Paraguay

Im Umlauf sind Banknoten zu 2.000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000 Guaranies, sowie Münzen zu 10, 50, 100 und 500 Guaraníes.

Das Gros der Geldautomaten bieten die Möglichkeiten, dass man sich sein Bargeld in US-Dollar oder Guarani auszahlen lässt. American Express, MasterCard, Eurocard und Visa werden fast überall als Zahlungsmittel akzeptiert. Aber in den wirklich preiswerten Hotels werden keine Karten akzeptiert, hier ist Bargeld King.

Durch die hohen Abzüge der Banken nehmen einige Geschäfte einen Aufpreis von bis zu 10 % der Rechnung. Es empfiehlt sich dann natürlich, mit Bargeld zu bezahlen.  Kreditkartenzahlungen erfolgen in Guarani, sonstige Rechnungen können auch in anderen Währungen erstellt werden. Die Zentralbank Paraguays veröffentlicht werktäglich eine Liste der Wechselkurse des Guarani zu den bedeutendsten internationalen Währungen.

Die Inflation im Lande ist zuletzt auf etwa 5-6% jährlich angezogen, was aber im Vergleich zu anderen Ländern Südamerikas noch moderat ist. Zudem ist ein Wachstum der Wirtschaft in der Region mit mehr als 4% des BIP gegeben. Für einen Euro bekommen Sie im Januar 2016 ganze 6.220 Guarani.

Peru

Der Nuevo Sol (PEN) ist seit 1991 die Währung in Peru. Die Vorgängerwährung hieß Inti, diese wurde aber durch eine hohe Inflation stark entwertet und war so nur ein paar Jahre im Einsatz. Zuvor war der Sol de Oro von 1863 bis 1984 die offizielle Währung Perus. Bei den Scheinen im Umlauf sind der 10 Pesos, 20 Pesos, 50 Pesos, 100 Pesos und 200 Pesos Schein. Es gibt sehr viele Fälschungen der Währung in Peru, die haben uns bereits mit Falschgeld reingelegt.

Banknoten Perus

Geldscheine Perus

Problemlos ist der Umtausch von Bargeld in Euro oder Dollar in Lima und anderen Orten Perus, an denen der Tourismus nicht vorbeigeht. Es gibt viele Wechsler auf Strassen, die einem zu einem ordentlichen Kurs wechseln. Da wo viele Touristen sind noch mehr, als vor den typischen Plätzen, den Banken. Auch die Peruaner selber wechseln häufig ihre Landeswährung in Dollar und umgekehrt.

Denn in der Bank bekommt man immer ein paar Cent oder Centavos weniger, als auf der Strasse. Am besten und vor allem am sichersten ist es natürlich, sein Geld in Banken oder in Wechselstuben wechseln zu lassen. Mit Kreditkarten wie Visa oder Mastercard kann man außerdem an Automaten Bargeld abheben. Zumeist können Sie beim Geld abheben auch wählen, ob Sie US$, oder peruanische Nuevo Soles abheben möchten. Die Geldautomaten der Marke “Globalnet” und der spanischen “BBVA” verlangen pro Abhebung etwa 3 Euro.

Unsere Erfahrungen mit dem Geld abheben in Peru sind allerdings – gelinde gesagt – gemischt. In einigen Fällen konnte man nur 500 Soles pro Tag abheben. In anderen Automaten konnte man mit der Maestro Karte kein Geld abheben, obwohl das Logo am ATM angebracht war. Gerade zum Wochenende waren verschiedene Automaten auch mal ganz ohne Geld. Auch in Peru gibt es Manipulationen der Geldautomaten, es wird versucht, die Karteninformationen per Add-On am Einzugsschlitz zu klauen. Also aufpassen, am besten immer die GA´s im Inneren der Banken nutzen.

Am besten also mit einer schönen Bargeldreserve anreisen, maximal 10.000 US-Dollar können Sie ohne nervigen Papierkram in bar pro Erwachsenem nach Peru einführen. Sind es mehr, muss ein knackiges Zollformular ausgefüllt werden und der Betrag beim Ministerium angemeldet werden. Den aktuellen Wechselkurs des peruanischen Soles finden Sie hier.

Suriname

Der Suriname-Dollar (SRD) ist die Währung im Lande Suriname. Nachdem der Surinam Gulden nicht mehr gewünscht war, wurde im Jahre 2004 die neue, aktuelle Währung eingeführt. Damals wurden 1000 Suriname-Gulden gegen einen Suriname-Dollar eingetauscht.

Banknoten Suriname

Papiergeld aus Suriname

Zur Zeit (Januar 2016) entspricht ein Euro etwa 4,3 Suriname-Dollar, ein US-Dollar ist ungefähr 3,2 Suriname-Dollar wert. Die Münzen lauten auf 1, 5, 10, 25, 100 und 250 Cents. Die  surinamischen Banknoten gibt es in Werten von 5, 10, 20, 50 und 100 S$.

Banken in Surinam tauschen Euro und auch US-Dollar, sowie alle gängigen Währungen in Suriname Dollar um. Sie sind werktags für Publikumsverkehr von 8 Uhr bis 14 Uhr geöffnet. Wechselstuben sind dagegen auch abends bis etwa 21 Uhr geöffnet. Vom Geldumtausch auf der Straße wird zudem dringend abgeraten.

An den Geldautomaten der RBC Royal Bank kann mit Kreditkarten Bargeld abgehoben werden. Die RBC betreibt Geldautomaten in Domburg, Nickerie, Paramaribo und Wanica. Sie können in Suriname nur teilweise in größeren Hotels oder Geschäften mit internationalen Kreditkarten bezahlen. Hierbei können dann neben den üblichen Gebühren Ihrer Bank aus Deutschland auch noch zusätzliche Gebühren aufgeschlagen werden. Am Besten informieren Sie sich vorab einer Reise, wie Sie am günstigsten in Suriname zu Bargeld kommen. Falls Sie weiter ins Innere des Landes vordringen wollen, würden wir Ihnen ans Herz legen, genügend Bargeld für den Zeitraum des geplanten Aufenthaltes mitzunehmen.

Uruguay

Der Uruguayische Peso (UYU) ist die Währung von Uruguay. Ein Peso wird in 100 Centesimos eingeteilt. Im Umlauf sind Münzen zu 1, 2, 5, 10 und 50 Pesos, sowie Banknoten im Wert von 20, 50, 100, 200, 500, 1.000 und 2.000 Pesos.

Banknoten Uruguays

Uruguay Noten

Ein US-Dollar entspricht aktuell im Januar 2016 etwa 24 Pesos aus Uruguay. Ein Euro kommt bereits auf circa 32 uruguayische Pesos. Wir waren einige Wochen in Montevideo, Colonia de Sacramento und auch in Punta del Este. Dabei hatten wir eigentlich keine Probleme, Geld am Automaten mit der Maestro Karte zu ziehen.

Auch Visa und Mastercard werden dort gerne akzeptiert, die Gebühren sind aber etwas höher, je nach Bank oder Sparkasse. Es scheint bei unserer Karte eine Obergrenze von 100 US-Dollar pro Auszahlung zu existieren, mehr konnten wir auf einmal nicht abheben an den ATM`s in Uruguay. Von anderen Reisenden haben wir erfahren, dass sie mit ihren Karten bis zu 200 US-Dollar pro Vorgang ziehen konnten. Wenn Sie mehr abheben möchten, gerne, aber dann kommt wieder die Gebühr drauf.

Ein Geldwechsel ist in Uruguay und nicht zuhause zu empfehlen, da der Kurs sich täglich ändert. Zudem haben die meisten deutschen Banken gar keine uruguayischen Pesos auf Lager. Vor Ihrer Rückreise sollten Sie zudem Restbestände an Pesos vor Ort umtauschen, oder eben ausgeben.  In Deutschland ist der Rücktausch mehr als problematisch, wenn er überhaupt von einer Bank durchgeführt wird. Prinzipiell ist Geldwechsel in Banken und Wechselstuben, sowie in vielen Hotels möglich. Etwas bessere Kurse bekommt man von den fliegenden Tauschern auf der Strasse, wobei hier das Risiko Falschgeld zu erhalten, natürlich erheblich größer ist.

Uruguay wird ja auch als die “Schweiz Südamerikas” bezeichnet. Wohl auch deshalb, weil sich hier sowohl in- als auch ausländische Banken in gehöriger Anzahl finden lassen. Dazu zählen: ABN AMRO, Deutsche Bank (only Businessclients), Banco Bandes Uruguay S.A., Banco Santander, Banco Central del Uruguay, Banco Comercial, Banco de Credito, Banco de la Republica Oriental del Uruguay, Banco de Seguros del Uruguay, Citibank und die Bank Boston.

In der Hauptstadt Montevideo sind die Banken von Montag bis Freitag nur nachmittags zwischen 13.00 und 17.00 Uhr geöffnet, in anderen Städten und Orten finden sich auch Banken mit Öffnungszeiten von 8.00 bis 12.00 Uhr vormittags.

Venezuela

In Venezuela nutzen die Einwohner den Bolivar (VEF), um ihre Einkäufe zu tätigen. Bereits seit 1879 nutzt der sozialistisch gelenkte Staat den Bolivar. 2008 wurde er umbenannt und heißt seitdem inoffiziell “Bolivar fuerte”, also der “starke Bolivar”.

Banknoten Venezuelas

Banknoten Venezuelas

Allerdings ist auch dieser bereits mehrfach abgewertet worden, zu hoch ist die Inflation im Lande. Die Nachfrage nach ausländischem Geld ist in Venezuela so groß wie nie zuvor. Die Politik Venezuelas greift hier stark regulierend in den Devisenmarkt ein, es wird eine feste Umtauschquote für den US-Dollar festgesetzt. Zuletzt im Jahr 2013 lag der offiziell festgesetzte Kurs bei 6,3 Bolivar pro Dollar. Und siehe da, wenn man auf internationalen Wechselkurs-Servern nachsieht, dann stimms fast noch. 6,8 Bolivar sind im Januar 2016 pro Euro zu wechseln.

Am Schwarzmarkt werden dagegen 833 Bolivar pro Dollar im Januar 2016 bezahlt. Die Wechselkursfestlegung der Regierung lädt nun einige schlitzohrige Venezuelaner dazu ein, im Ausland Dollar zu kaufen und diese dann im Schwarzmarkt für das x-fache zu verkaufen. Man muss dazu wissen, dass der Geldwechsel am Schwarzmarkt in Venezuela strafbar ist und auch immer häufiger geahndet wird.

In Venezuela gibt es nur wenige Geldautomaten, die internationale Kreditkarten akzeptieren. Zudem wird der offizielle Wechselkurs verwendet, sodass auch Touristen dazu übergehen, ihr Geld, ob Euro oder Dollar, woanders zu wechseln. Da dies aber offiziell ein Delikt in Venezuela darstellt, sollte man sich gut umsehen, mit wem und wo man den Geldwechsel durchführt.

Zudem wird im Fall des Falles, dass die Polizei Sie erwischt, die Höhe der umgetauschten Geldmenge als Grundlage für die Strafe verwendet. Wenn man also nur ein paar Dollar oder Euro wechselt, ist die Strafe auch geringer. Und Vorsicht: Uns ist zudem zu Ohren gekommen, dass einige Händler und Geschäftsleute die Kreditkartendaten der Kunden zum Missbrauch nutzten.